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Zurück zu den Eltern von Philipp Peter Schömbs

- Offenbacher Linie -
8.5.....Philipp Peter Schömbs (*26.09.1806 Friesenheim, +02.08.1882 Offenbach)
Bescheinigung
Philipp Peter Schömbs ist der Gründer der Offenbacher Linie, einer "hessischen Lithographenfamilie", die über Jahrzehnte beruflich und wirtschaftlich sehr tatkräftig und erfolgreich war. Sie brachte neben Fabrikbesitzern in der Druckereibranche auch bis in die heutige Zeit etliche promovierte Akademiker hervor, was den hohen Bildungsstand und Wohlstand dieses Zweiges verdeutlicht.
Philipp Peter Schömbs war zunächst in der elterlichen Betrieb tätig, erlernte dann aber den Beruf des Steindruckers. Nachdem er nach Offenbach am Main umgezogen war, arbeitete er dort als Lithograph.
Philipp Peter Schömbs war strenggläubiger Katholik. Bevor er den Beruf des Lithographen erlernte studierte er Theologie.
Am 22.04.1830 heiratete er Anna Catharina Böhm (*27.03.1804, +25.04.1877 Offenbach).

Kinder: (12)  (die Namen von 2 Kindern, die ganz klein starben sind unbekannt)
12.1.....Johann Heinrich Schoembs (*25.09.1830 Offenbach, +20.08.1883 New York NY)
Heinrich Schoembs war das 1. Kind von Philipp Peter Schömbs. Heinrich Schoembs war in erster Ehe mit Anna Maria Agnesia Rind (*23.12.1837 + 20.07.1860 Frankfurt) verheiratet. Am 14.08.1861 heiratete er Mathilde Georgine Thomas (*07.06.1841 Frankfurt). Heinrich Schoembs wird bereits 1860 als "hies. Bürger und Handeslmann" geführt. Eine Geschäftsanzeige im "Adressbuch aller Länder der Erde der Kaufleute, Fabrikanten & Gewerbsleute der Freien Stadt Frankfurt" von 1865, belegt seine Geschäftstätigkeit, die aber nicht immer erfolgreich verlief. In zwei juristischen Fachzeitschriften aus dem Jahr 1867 und 1869 wird über Gerichtsverfahren berichtet, in denen Heinrich Schoembs als Beklagter geführt wird. Es ist überliefert, dass er aufgrund finanzieller Schwierigkeiten mit seinem ältesten Sohn ausgewandert und in Amerika (Brooklyn) gestorben sein soll. Seine Frau Mathilde war zeitweise wegen Größenwahn im Irrenhaus.
Heinrich Schoembs Anzeige
Werbeanzeige von 1865 aus "Adressbuch aller Länder der Erde der
Kaufleute, Fabrikanten & Gewerbeleute der Freien Stadt Frankfurt"
1862 1864
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1882 Auswanderer nach New York City, USA
Klick für die Geschichte von Johann Heinrich Schoembs
U.S. Flag

Kinder: (9)
Kind mit Anna Maria Agnesia Rind: (1)
9.1.....Anna Catharina Schoembs (*01.12.1857 Frankfurt, +28.12.1858 Frankfurt)

Kinder mit Mathilde Georgine Thomas: (8)
9.2.....Helene Henriette Mathilda Anna Schoembs (*02.06.1862, +1872)
Helene Schoembs war verheiratet mit Christoph Wilhelm Kuhlmann (*30.01.1854, +07.01.1934 Bad Homburg) Christoph Kuhlmann war Ingenieur und Chemiker in Ahlden. Christoph was the son of Friedrich Wilhelm (*1819) and Katharina Marie Oberdick Kuhlmann (*1819). He was the grandson of Heinrich Friedrich (*1819) and Dorothea Marie Schomburg Kuhlmann. Katharina Marie war die Tochter von Johann Friedrich und Dorothee Elisabeth Ziegler Oberdick.

Kinder: (6)
6.1.....Dr. Wilhelm Kuhlmann (*18.11.1885 Offenbach, +07.08.1962 Limburg)
Dr. Kuhlmann war von Beruf Landgerichtsdirektor. In der Zeit des Nationalsozialismus verlor er zeitweise sein Amt, da er die von den Nationalsozialisten angeordneten Maßnahmen und Richtlinien nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. Dr. Kuhlmann war verheiratet mit Margarethe "Gretel" Müller (*13.01.1886 Blessenbach).

Von beiden ist überliefert, dass sie sehr musikalisch waren. Er spielte Geige, sie begleitete ihn auf dem Flügel. Ihre Hauskonzerte sollen sehr beliebt gewesen sein. Ihren Alterswohnsitz hatten sie dann in Limburg. Nach dem Tod ihres Mannes 1962 zog Margarethe nach Diez in ein Altersheim.

Kinder: (2)
2.1.....Dr. Dietrich Wilhelm Kuhlmann
Dr. Dietrich Wilhelm Kuhlmann wurde Arzt in Mainz. Er ist verheiratet mit Hildegard Urban.

Kinder: (3)
3.1.....Thomas Kuhlmann (*1952)
3.2.....Andreas Kuhlmann
3.3.....Martina Kuhlmann

2.2.....Christine Helena Kuhlmann
Christine Helena Kuhlmann heiratete den in Braunschweig praktizierenden Arzt Heinz Eberhard.

Kinder: (2)
2.1......Nikola Eberhard
2.2......Hans-Dieter Eberhard

6.2.....Carl Kuhlmann
Carl war Ingenieur von Beruf. Er lebt in Offenbach.

Kinder: (1)
1.1.....Sohn (+1945)

6.3.....Ernst Kuhlmann
Ernst wird vorläufig aus der Familie gestrichen.

6.3.....Irene Kuhlmann
Irene heiratete Herr Mardorf. Sie lebten in Marburg.

Kinder: (1)
1.1.....Tochter Mardorf


6.4.....Hans Kuhlmann
Er lebte in Frankfurt. Er hatte keine Kinder.

6.5.....Helene Doris "Leni" Kuhlmann (*17.04.1898 Offenbach, +1954)
Leni heiratete Dr. Wilhelm Heufelder (*26.01.1896 Kulmbach, +16.08.1976) am 3.10.1925. Sie lebten in Waltershausen.

Kinder: (2)
2.1.....Hermann-Gerhard Heufelder (*18.01.1927 Berlin, +23.03.2001)
Am 18.10.1952 Gerhard heiratete Gotha Ilse Reichenbächer (*5.1.1928). In a second marriage Hermann and Anna Luise Heygster were wed.

Kinder: (1)
1.1.....Stefan David Heufelder (*31.03.1955 Hamburg)
Stefan has been married three times. His first wife was Doris Dickob, the second Daniela Wolf and the third Kerstin Sauer.

Kinder: (3)
Mit Doris Dickob:
3.1.....Marc Oliver Heufelder (*25.03.1987 Offenbach)
3.2.....Kristin Heufelder (*16.04.1989 Neuss)

Mit Jutta Seck:
3.3.....Charlotte Seck (*1.10.1994 Mönchengladbach)

2.2.....Peter-Hans Heufelder (*18.02.1931 Waltershausen, +16.03.2003)
Am 24.11.1956 heiratete Peter-Hans Gerda Maier (*28.06.1930).

Kinder: (3)
3.1.....Martin Peter Heufelder (*15.04.1957 Frankfurt/Main)
Martin heiratete Regine Rauh.

3.2.....Brigitte Dorothea Heufelder (*26.01.1962 Frankfurt/Main)
Brigitte heiratete Dr. Mark Traenckner, Tierärztin.

Kinder: (2)
2.1.....Henry Traenckner (*28.11.1994 Frankfurt/Main)
2.2.....Carlo Traenckner (*25.11.1996 Frankfurt/Main)

3.3.....Christian Wilhelm Heufelder (*28.04.1965 Frankfurt/Main)
Christian heiratete Karin Münk, with whom he had one child. In a second marriag to Arzu Yilmaz, they have two children.

Kinder: (3)
Mit Karin Münk:
3.1.....Katja Heufelder (*13.04.1991 Frankfurt/Main)

Mit Arzu Yilmaz:
3.2.....Lucas Heufelder (*9.08.2004 Frankfurt/Main)
3.3.....Jonas Heufelder (*4.01.2006 Frankfurt/Main)

6.6.....Elisabeth Kuhlmann
Elisabeth heiratete Herr Bossert. Sie lebten in Ludwigsburg.

Kinder: (3)
3.1.....Tochter Bossert
3.2.....Tochter Bossert
3.3.....Tochter Bossert


9.3.....Margaretha Sophie Schoembs (*14.08.1863, +06.01.1945)
Sophie Schoembs heiratete Heinrich Philippi (+Offenbach).

Kinder: (2)
2.1.....Leni Philippi
Leni Philippi war geisteskrank.

2.2.....Anni Philippi (*1903)

9.4.....Johann Heinrich Schoembs (*3.05.1865 Frankfurt)
9.5.....Bartholomäus Schoembs (*24.08.1867 Frankfurt, +24.08.1867)
9.6.....Anna Catharina Irena Schoembs (*25.08.1872, +10.09.1872)
9.7.....Ludwig "Louis" Paul Schoembs (*16.02.1874 Frankfurt, +06.08.1941)
Dampfschiff Albano
Dampfschiff Albano
Als Kinder kamen "Louis" und seine Schwester "Emmi" aufgrund der familiären Probleme nach Polen zu einem unverheirateten Bruder von Mathilde, der dort eine Pferdezucht betrieb. Nach dem Tod des Onkels kehrten die Geschwister nach Offenbach zurück. Vorübergehend wurden sie von ihrer Tante Emilie Schoembs, der Witwe von Friedrich Schoembs aufgenommen, die sie aber nicht auf Dauer behalten konnte. "Louis" bekam mit Unterstützung seiner älteren Schwester Helene einen Ausbildungsplatz und ging nach Frankfurt. Dort geriet er wegen eines Diebstahlsdelikts mit dem Gesetz in Konflikt und kam ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung kümmerten sich Emilie Schoembs und Cousin Carl Schoembs um ihn. Carl besorgte ihm ein Ticket für eine Schiffspassage nach Amerika.

"Das damals allbewährte Mittel solche Existenzen loszuwerden", wie Carls Ehefrau Franziska in ihren Erinnerungen notierte. Am 26. März 1896 machte sich "Louis" im Alter von 21 Jahren unter dem Namen"Paul Schoembs"auf die Reise nach Amerika. Er reiste an Bord des Dampfschiffes "Albano" mit der Schifffahrtsgesellschaft Robert Miles Sloman & Co. von Hamburg nach New York. Sein Ticket war für das Zwischendeck gebucht und er war als Kaufmann eingeschrieben. Über seinen weiteren Verbleib und den Ort seines Todes 1941 konnten keine Hinweise gefunden werden.

9.8.....Emilie Anna Schoembs (*4.10.1875, + mit 19 Jahren in Mainz)
guten hirten mainz
Orden "Zum Guten Hirten, Mainz
Während Bruder "Louis" in Frankfurt einen Ausbildungsplatz bekam, fand "Emmis" ältere Schwester Helene für sie eine Stelle als Kindermädchen. In der Familie ist überliefert, dass sie zu diesem Zeitpunkt ein bildschöner "Backfisch" im Alter von etwa 18 Jahren gewesen sein soll.Ihre Stelle wurde ihr nach kurzer Zeit gekündigt, woraufhin sie durchbrannte. Danach kam"Emmi" nach Mainz in die Obhut des "Ordens der guten Hirten", wo sie ein Jahr später im Alter von 19 Jahren an der Schwindsucht starb.

9.9.....Julius Schoembs

12.2...Friedrich Schoembs (*21.10.1832, +11.09.1879 Offenbach)
friedrich schoembs 1832 emilie schoembs
Friedrich Schoembs (1832-1879) Emilie Schoembs geborene Lang mit Kindern Karl, Hermann und Enkelkind Frieda (um 1861)
Friedrich Schoembs war wie sein Vater Lithograph.
Er gründete 1859 die "Lithographische Anstalt Friedrich Schoembs" mit Sitz in Offenbach, Kaiserstraße 13. Die Firma ging 1930 ein.
Friedrich Schoembs heiratete am 13.05.1856 Emilie Lang (*26.07.1831 Fauerbach bei Nidda, +29.06.1903 Offenbach).
Emile Lang, die klein und von gedrungener Statur war und 6 Zöpfe hatte, starb an einem Schlaganfall. Ein Bruder von ihr, Heinrich Lang, ein Schuhmacher, ging 1849 nach Amerika. Zwei weitere Brüder, Jakob Lang und Hermann Lang waren von Beruf Lehrer.

Emilie Lang war evangelisch. Mit der Einheirat von ihr brach die Familie mit der streng katholischen Familientradition und blieb in den nachfolgenden Generation in dieser Linie evangelisch.

Wahrscheinlich arbeitete auch Karl Schoembs, einer der Brüder von Friedrich, in der Firma mit.
Grünfunhdutkunfr
Gründungsurkunde der Lithographischen Anstalt Offenbach 1859
Als Todesursache von Friedrich Schoembs ist Diabetes überliefert.
Außerdem ist überliefert, dass er von großer und kräftiger Statur war.

Kinder: (6)
6.1.....Philipp "Carl" Schoembs (*05.08.1856 Offenbach, +13.09.1933 Karlsruhe)
"Carl" Philipp Schoembs blieb wie sein Vater in der Druckerbranche und war Druckereibesitzer.)
Er heiratet am 30.05.1891 Franziska Anna Catharina Ruckel (*26.10.1872 Mainz, +31.07.1955 Offenbach).
carl schoembs und franziska ruckel
Carl Schoembs und Franziska Ruckel (ca. 1891)
Die Familie zog später nach Karlsruhe. Wie aus einem Brief von Franziska Ruckel an Jaques Schoembs aus dem Jahr 1953, also 2 Jahre vor ihrem Tod, hervorgeht, wohnte die Familie damals in Karlsruhe-Grünwinkel in der Konradin Kreuzerstraße 7.
Franziska gibt ihren Familiennamen in dem Brief mit "Hoffmann" an. Handschriftlich, wohl als Information für den Empfänger, hat sie allerdings "Schoembs" daneben gesetzt.
Nach dem Tod ihres Mannes Carl heiratete Franziska in zweiter Ehe ca. 1940 Oskar Hoffmann (+ ca. 1951), einen pensionierten Beamten aus Karlsruhe (Witwer mit mehreren Kindern).
Den Brief unterzeichnete sie mit Tante "Fränzel", vermutlich wurde sie mit diesem abgekürzten Namen gerufen.
Der Vater von Franziska Ruckel war von Beruf Restaurateur und stammte aus Frankfurt. Er wohnte aber einige Zeit in Mainz.
Im Adressbuch war er als "Ferdinand Ruckel, Wein-Bier-Kaffeewirth, Gutenbergplatz 3-5" eingetragen.
Wohnhaus Kaiserstraße 13 Carl 1891
Wohnhaus in der Kaiserstraße 13 Carl Schoembs, 1891
Hochzeitsanzeige Carl Werbedruck
Hochzeitsanzeige Carl Schoembs Werbedruck der
Friedrich Schoembs AG
friedrich schoembs advertisement
Werbeanzeige der Lithographischen Kunstanstalt Friedrich Schoembs
in einem Offenbacher Stadtführer von 1905
Druckerei Kaiserstraße 13
Druckerei und Personal in Offenbach, Kaiserstraße 13,
ganz rechts Carl Schoembs
Carl Schoembs spielte in der Familie eine dominierende Rolle.
Er war Inhaber der Lithographenanstalt in der Kaiserstraße 13 in Offenbach.. Es ist nicht bekannt, ob er mit seinem Bruder Hermann, der in derselben Branche tätig war, zeitweise zusammenarbeitete.
Wahrscheinlich führte er die Firma ab 1879 aber zunächst zusammen mit seinem Onkel Karl Schoembs, einem Bruder seines Vaters.

Die Technik der Lithographie oder dem Steindruck bestand darin, dass auf eine blank geschliffene Steinplatte das Bild mit einer Ölfarbe gemalt wurde. Die angefeuchtete Oberfläche wurde dann mit einer mit Ölfarbe angestrichenen Walze abgerollt, wobei nur auf dem Ölbild Farbe hängen blieb. Dann wurde auf den Stein Papier gedrückt,
welches das Bild dann aufnahm. Die Steine konnten aufgrund dieser Technik mehrfach verwendet werden.
Es ist überliefert, dass Carl Philipp Schoembs groß und kräftig war und das bei ihm an jedem Fuß die zweite und dritte Fußzehe zusammengewachsen war . Auch soll er leicht abstehende Ohren gehabt haben. Gestorben ist er an einem Herzleiden.

Kinder: (5)
5.1.....Maria Schoembs(*02.06.1894, +1976)
großmutter emilie
Großmutter Emilie Schoembs geborene Lang mit Enkeln (um 1902) v.l. Emilie Schoembs, Frieda Schoembs, Maria Schoembs, Lilly Schoembs, vorn: Hanna Lippmann
Maria Schoembs heiratete am 20.11.1920 Dr. Hans Vier (*07.12.1897 Karlsruhe, +17.12.1980)
Maria Schoembs, die von Beruf Handarbeitslehrerin war,war groß und kräftig. Sie starb 1976 in Niefern-Öschelbronn in einem Antroprosophischen Altersheim.

Kinder: (3)
3.1.....Johanna Vier (*1922 Karlsruhe)
Johanna Vier heiratet am 23.12.1950 Robert Weiler (*1921). Die Familie lebt bei Pforzheim.

Kinder: (4) 
4.1.....Hans Michael Weiler (*1951)
4.2.....Christof Weiler (*1954)
4.3.....Martina Weiler (*1955)

Kinder: (4) 
2.1.....Lea (*1980)
2.2.....Tanja (*1982)

4.4.....Angelika Weiler (*1957)

3.2.....Bernhard Vier (*1924)
Bernhard Vier verheiratete Rosemarie Brandenburg (*10.05.1924, +1996).  Er lebt in der Nähe von Pforzheim.

Kinder: (3) 
3.1.....Ulrike Vier (*1954)
3.2.....Andreas Vier (*1955)
3.3.....Claudia Vier (*1957)

3.3.....Peter Vier (*1930)
Peter Vier heiratete Marie Luise Lange (*23.10.1939, +03.08.1973). Peter Vier heiratete ist in zweiter Ehe verheiratet mit Hannelore Sachers( *1945 Gablonz). Die Familie lebt in Oberweier-Friesenheim.  Peter Vier ist von Beruf Orgelbaumeister und hat eine eigene Orgelbauwerkstatt.

Kinder: (3)
Kinder mit 1. Ehe:
3.1.....Martin Vier (*19656)
3.2.....Christiane Vier (*1967)

Kind mit 2. Ehe:
3.3.....Cordula Vier

5.2.....Friedrich Johannes "Fritz" Schoembs (*02.06.1897 Offenbach, +07.03.1969 Kitzingen)
Friedrich Johannes Schoembs heiratet am 10.04.1922 Susanne Margaretha Xenia Schneider (*06.10.1900 Kramatorskaja, +07.08.1963 Offenbach).
Susanne Margaretha Schoembs war Pianistin und Konzertsängerin, hat den Beruf nach dem Krieg aber nicht mehr ausgeübt.  Fritz Schoembs heiratete später in zweiter Ehe Senta Weth, verwitwete Fischer (*08.01.1915, +02.10.1964).  Senta wohnt heute in hohem Alter in Kitzingen.

Es ist überliefert, dass Fritz Schoembs groß und kräftig war.  Die Familie wohnte in Offenbach-Waldheim in der Birkenwaldstraße 9.

Fritz Schoembs erlernte ebenfalls den Beruf des Druckers und war zusammen mit seinem Bruder Wilhelm in der vom Vater übernommenen Firma tätig.

Nach dem Zusammenbruch der väterlichen Firma 1930 war er in mehreren Druckereien als Betriebsleiter tätig, unter anderem in Bielefeld.

Fritz Schoembs entwickelte ein eigenes Druckverfahren für den Offsetdruck. 1951 gründete er in Offenbach wieder einen eigenen Betrieb. Das Geschäft wurde dann später noch durch ein Verfahren für galvanisierte Druckplatten erweitert.
Das Ende der Firma im Jahr 1973 erlebte Fritz Schoembs nicht mehr. Er starb im Jahr 1969 an einem Herzinfarkt.
fritz hanns friedrich
v.l.: Friedrich "Fritz" Schoembs, Hanns Schoembs, Friedrich Schoembs, Carl Schoembs (Vier Generationen Bild) ca. 1928
Kinder: (2)
2.1....Johannes (Hanns) Schoembs (*21.02.1923 Offenbach, +15.05.1996 Offenbach).
Hanns Schoembs heiratete am 10.02.1948  Traute Seifert (*19.05.1925 Kochendorf, +19.09.1987)
Hanns Schoembs erlernte wie sein Vater den Beruf des Druckers. 1957 stieg er in das 1951 gegründete Geschäft seines Vaters ein.  1972 musste der Betrieb aus den zu eng gewordenen Räumen in Offenbach ausziehen und siedelte nach Diezenbach um.

drei ermer wein
Buchtitel von Traute Schoembs (Schwäbische Erzählungen aus dem Heilbronner Unterland)
Aber schon ein Jahr später, 1973, gab es das Ende für die eingessene Firma, denn Hanns Schoembs musste in diesem Jahr für die Firma Vergleich anmelden.

Die Firma wurde von einem französischen Konzern übernommen, aber nach einigen Jahren dann endgültig geschlossen, da das angewandte Verfahren in Deutschland inzwischen überholt war.

Hanns Schoembs blieb aber auch noch nach dem Ende der Firma als freiberuflicher Berater für Druck- und Verfahrenstechnik im Fach.
Kinder: (3) 
3.1.....Brigitte Schoembs (*1949)
Brigitte Schoembs heiratete am 07.03.1973 in Neu-Isenburg Joachim Leske (*1950 Kiel, +21.12.2015 Altdorf).

Kinder: (1)
1.1.....Susanne Leske (*1981 Nürnberg)
Susanne heiratete Sebastian Franz Josef Salzer (*1979 Neumarkt) am 30.05.2003.

Kinder: (2)
2.1.....Sophie Marie Salzer (*2002 Nürnberg)
2.2.....Maximilian Salzer (*2004 Neumarkt)

3.2.....Martin Schoembs (*1951)
martin schoembs
Martin Schoembs
Martin Schoembs heiratete am 04.04.1972 in NeuIsenburg Monika Anne Cluin (*1952 Offenbach).

Auch Martin Schoembs, der in Nürnberg lebt, blieb als Dipl.- Ingenieur für Drucktechnik in der Druckerbranche.  Als Studiendirektor im pädagogischen Bereich ist er auch in der Beruflichen Schule Nürnberg, Fachbereich Druck und Mediengestaltung, tätig.  Auf dem EDV-Sektor führt er Mac-Systemberatungen und Schulungen durch.

3.3.....Cornelia Schoembs (*1953 Thayingen/Schweiz)
Cornelia Schoembs heiratete am 17.08.1973 in Neu-Isenburg Jean Gallimard (*1946).  Sie lebte mit ihrem Mann in Dijon/Frankreich.  Der Ehemann von Cornelia Schoembs starb am 16.10.1975 in Dijon durch einen Verkehrsunfall.  Cornelia Schoembs lebt heute in Dijon mit ihrem Lebenspartner Christan Poussard (*1954 Dijon/Frankreich).

Kinder: (3): 
3.1.....Valery Gallimard (*1974 Offenbach)
3.2.....Nathalie Poussard (*1981 Dijon)
Nathalie lebt in Lebensgemeinschaft mit Nicolas Baup (*1978).

Kinder: (2)
2.1.....Alexis Baup (*2009)
2.2.....Lucie Baup (*2014)

3.3.....Julie Poussard (*1984 Dijon)
Seit 01.04.2004 Lebensgemeinschaft mit Jean-Sebastièn Gaudot.  Am 28.04.2007  haben sie in Dijon geheiratet.

Kinder: (2)
2.1.....Noelyne Cornelia Béatrice Gaudot (*2011 Dijon Frankreich)
2.2.....Tobias Hans Luc Gaudot (*2014 Dijon Frankreich)

2.2.....Bärbel Schoembs (*1941)
Bärbel Schoembs ist verheiratet mit KlausCamphausen (*1934, Mühlheim/Ruhr).

Bärbel Schoembs wirkt in ihrer Kirchengemeinde als engagierte Organistin.

Kinder: (4) 
4.1.....Thomas Camphausen (*1962, Frankfurt)
Thomas Camphausen heiratete am 1998 in Berlin Cathrin Aßmann (*1976 Schleswig).

Kinder: (5)
5.1.....Philipp Camphausen
5.2.....Tobias Camphausen (*2001 Frankfurt am Main)
5.3.....Elisabeth Camphausen (*2004 Frankfurt am Main)
5.4.....Benjamin Camphausen (*2006 Frankfurt am Main)
5.5.....Hannah Camphausen (*2008 Darmstadt)

4.2.....Ulrich Camphausen (*1966 Frankfurt)
4.3.....Tilmann Camphausen (*1970 Frankfurt)
4.4.....Martin Camphausen (*1973 Frankfurt)
familienbild 1930
Familienbild  ca. 1930
v.l. Hilde Schoembs, Carl Schoembs, Hanns Schoembs,
Friedrich "Fritz" Schoembs, Franziska Schoembs,
Johanna Vier
5.3.....Katharina Schoembs (*02.12.1900, +03.12.1900)
5.4.....Dr. med. Hilde Schoembs (*29.01.1899, +12.08.1984 Offenbach)
Dr. Hilde Schoembs, die unverheiratet war, war Ärztin in Offenbach. Sie war groß und kräftig und wohnte im Villenviertel von Offenbach auf dem Bieberer Berg.  Aus einem Artikel in der "Offenbacher Post" ist zu entnehmen,  dass sie offenbar recht beliebt war. Wegen umfangreicher Behandlungen in ihrer Arztpraxis habe es lange Wartezeiten gegeben. "Sie fragte nicht nur nach den Symptomen der Krankheit, sondern auch nach dem seelischen Wohlbefinden".

5.5....Wilhelm" Karl Schoembs (*17.10.1902, +15.09.1982 Offenbach)
Wilhelm Schoembs übernahm von seinem Vater die Firma in Offenbach, später.war er Vertreter.
Er war groß und schlank.  Wilhelm Schoembs war zweimal verheiratet. In erster Ehe heiratete er 1934 Elli Miehrke (*08.07.1896 Hamburg,+ 13.06.1968 Offenbach).

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1970 Elisabeth "Elli" Lehmann verwitwete Kronlage (*21.02.1915 Dortmund + 24.01.2012 Buseck).
Franziska Ruckel bezeichnet ihre Schwiergertochter 1953 in einem Brief als "Li", offenbar eine Abkürzung von "Elli".
familienbild 1952
Familienbild aus dem Jahr 1952
hinten v.l.: Fritz Schoembs, Wilhelm Schoembs
vorne  v.l.: Hilde Schoembs, Franziska Schoembs, Maria Schoembs
6.2.....Jakob "Hermann"Heinrich Franz Schoembs (*10.03.1858 Offenbach, +20.01.1888 Offenbach)
Hermann Schoembs war Gründer der Zinkdruckplattenfabrik Hermann Schoembs & Co. in Offenbach.
Hermann Schoembs heiratete am 15.04.1884 in Offenbach Anna Brockmann (*31.10.1860 Offenbach, +02.05.1938 Darmstadd).
Nach dem Tod von Hermann Schoembs heiratete Anna am 31.08.1889 in zweiter Ehe Karl Ludwig Wiegand.
Hermann Schoembs war ein erfolgreicher Fechter. Gestorben ist er an einem Lungenleiden.

Im Museum "Haus der Stadtgeschichte" in Offenbach am Main befindet sich seit 2010 unter den Exponaten ein aufwendiger Luxusreisekoffer aus den Jahren um 1880 aus dem Besitz von Hermann Schoembs. Er veranlasste auch den Druck des künstlerisch gestalteten Etiketts, das die Firma "Friedrich Daniel in der Offenbacher Louisenstraße No.18" als Herstellerfirma nennt.

Kinder: (3)
3.1.....Emilie "Berta" Nelly Schoembs (*17.02.1885 Offenbach, +29.06.1973 Darmstadt)
Berta Schoembs heiratete am 25.08.1809  "Otto" Alexander Friedr. Curt Brömme (*14.06.1883 Wiesbaden). Die Ehe wurde 1921 geschieden.

Kinder: (1)
1.1.....Otto "Helmut" Werner Brömme (*25.06.1915 Darmstadt)
Helmut Brömme heiratete am 31.01.1948 in Darmstadt Dorothea Eckert (*07,07.1920).

Kinder: (2)
2.1.....Albrecht Brömme (*1953 Darmstadt)
albrecht brömme
Albrecht Broemme, Jahrgang 1953, wuchs in Darmstadt auf, wo er mit 17 Jahren Helfer im Technischen Hilfswerk wurde.Die Möglichkeit, praktisches Helfen zu lernen, faszinierte ihn. Während des Studiums der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt begann er sich für eine Feuerwehrlaufbahn zu interessieren. Der THWler wechselte daher zur Freiwilligen Feuer wehr Darmstadt- Innenstadt und arbeitete neben dem Studium als Volontär bei der Berufsfeuerwehr Darmstadt. Als Diplom-Ingenieur stieg Broemme bei der Berliner Feuerwehr ein. Im Wende jahr 1989 war er dort Stabschef und organisierte die Zusammenführung der Ost- und Westberliner Feuerwehr. Mit 39 Jahren war er Chef der nunmehr größten Feuerwehr Deutschlands mit rund 6.000 freiwilligen und Berufsfeuerwehrleuten. 2006 wurde der Posten des THW-Präsidenten frei und Bundesminister Wolfgang Schäuble berief Albrecht Broemme zum Präsidenten der Bundes anstalt Technisches Hilfswerk. Seitdem ist er verantwortlich für rund 80.000 Haupt- und Ehrenamtliche, die sowohl in Deutschland als auch im Ausland im Katastrophenschutz sowie bei humanitären Projekten eingesetzt werden - eine Aufgabe, die ihn schon 30 Jahre zuvor als THW-Helfer fasziniert hatte.

Kinder: (2)
2.1.....Kira Brömme (*1991)
2.2.....Luis Brömme (*1994)

2.2.....Dagmar Brömme

3.2....Anna Elisabeth "Lilly" Frieda Schoembs (*13.02.1886 Offenbach, +10.04.1981 Darmstadt)
Lilly Schoembs heiratete am 04.01.1909 "Richard" Otto Heinz.  (06.10.1878 Neuhaus/Rennweg, +25.04.1918)
Lilly lebte wie ihre Schwester in Darmstadt.

Kinder: (1) 
1.1.....Richard "Rudolf" August Hermann Heinz (*27.04.1910 Neuhaus am Rennweg)
Rudolf Heinz heiratete am 04.01.1965 Inge Margarete Keutel verwitwete Händel (*29.06.1921 Peine, +26.10.2004 Darmstadt).

3.3.....Emilie Schoembs (*31.08.1887, +23.03.1888 Offenbach)

6.3.....Anna Margareta "Maria" Emilie Schoembs (*29.10.1859, +06.12.1876 Offenbach
Maria Schoembs starb im Alter von 17 Jahren an einem Lungenleiden.

6.4.....Anna Katharina Friederika "Frieda" Schoembs (*26.01.1860 Offenbach, +15.11.1938)
Frieda Schoembs heiratete am 17.05.1882 Johannes Lippmann (*14.01.1858 Offenbach, +08.02.1935 Darmst.).
Laut Überlieferung war Frieda Schoembs von großer Gestalt.  Der Ehemann von Frieda Schoembs, Professor Johannes Lippmann, war Figuren und Landschaftsmaler in Lichtenberg/Odenwald.

Ein 1894 entstandenes Bild von ihm (Marktplatz Offenbach am Main) ist im Offenbacher Stadtmuseum ausgestellt.
Auf diesem Bild hat er etliche Mitglieder der Familie Schoembs, Ruckel und Lippmann als Marktplatzbesucher zeichnerisch verewigt.
marktplatz offenbach 1894
Professor Johannes Lippmann:
Marktplatz Offenbach am Main (1894)
Kinder: (3)
3.1.....Karl Friedrich Lippmann (*27.10.1883 Offenbach, 30.05.1956 Offenbach)
Karl Friedrich Lippmann war wie sein Vater Figuren und Landschaftsmaler.  Am 28.02.1908 heiratete er Martina Ruch (*01.01.1885 Kitzbühl/Österreich, +10.03.1972 Mossaustal).  Martina Ruch wurde als Tochter des k.u.k.-Postmeisters Martin Ruch geboren. Auch sie war Künstlerin. Sie lebte zunächst in Innsbruck, später in München, wo sie unter anderem Entwürfe für die Modeindustrie erarbeitete. Später war sie eine angesehene Porträt- und Blumenmalerin in Michelstadt.  Nach der Scheidung von seiner ersten Frau heiratete Karl Friedrich Lippmann am 08.02.1941 in zweiter Ehe Berta Böhrer (*28.11.1895 in Ulm, +05.02.1980 Offenbach).

Kinder: (4)
4.1.....Eva Lippmann (*1910 Offenbach)
Eva Lippmann heiratete am 15.11.1930 in Frankfurt Hans Breidenstein (*15.08.1895, +01.08.1989 Frankfurt).

4.2.....Mila Lippmann (*16.03.1912 Offenbach, +1999 Innsbruck/Österreich)
Mila Lippmann war verheiratet mit Herbert Pawloski (*1910, +1996 Innsbruck/Österreich).

Kinder: (3)
3.1.....Carin Pawloski (1939)
3.1.....Hella Pawloski (1940)
3.1.....Olaf Pawloski (1943 Innsbruck)

4.3..... Martin Lippmann (*1915, +1940 Gefallen 2. Weltkrieg)
Martin Lippmann war unverheiratet.

4.4.. ..Peter Lippmann (*1920 Ofenbach)
Peter Lippmann heiratete am 25.09.1947 in Mossau Luise Schmucker (*20.03.1925, +11.12.1991 Mossau).

Kinder: (3)
3.1.....Friedrich Martin Lippmann
(*1948 Erbach)
1972 heiratete er in erster Ehe Anita Berres, 1976 heiratete er in zweiter Ehe Dagmar Jauer (*1952 Senftenberg).
Friedrich Martin Lippmann betreibt in Mossautal die Privatbierbrauerei Schmucker.

Kinder: (3)
3.1.....Nina Lippmann (*1976 Erbach)
3.2.....Felix Lippmann (*1978 Erbach)
3.3.....Maya Lippmann (*1981 Erbach)

3.2.....Peter Lippmann (*1951 Erbach)
Eheschließung mit Oda Anderson (Österreich).

3.3.....Michael Lippmann (*1958 Erbach)
Er war in erster Ehe verheiratet mit Regina Pölitz, In zweiter Ehe heiratete er Claudia Frinth.

Kinder: (3)
3.1.....Ines Lippmann (*1981)
3.2.....Janis Lippmann (*1983)
3.3.....Lisa Lippmann (aus zweiter Ehe)

3.2.....Ludwig Lippmann (*04.06.1886 Offenbach, +25.12.1960 Worms)
Ludwig Lippmann heiratete am 19.02.1923 Katharina Will.  Nach der Scheidung 1929 zog er 1931 nach Worms und heiratete dort 1960 seine Arbeitskollegin Marie Freudenberger.

3.3.....Johanna "Hanna" Lippmann (*01.03.1897, +31.12.1971)
Johanna Lippmann heiratete am 27.10.1917 in Lichtenberg Friedrich "Fritz" Stock, (*09.11.1894, +04.03.1949 Offenbach).

Kinder: (2)
2.1.....Hans Stock (*09.11.1918, +09.04.1943 Ukraine)
2.2.....Gisela Stock (*19.04.1920, +19.04.1979 Erlangen)
Gisela Stock heiratete am 19.05.1943 Albert Zimmermann.  Aus der nach dem Krieg geschiedenen Ehe ging  hervor:

Kinder: (1)
1.1.....Heidi Zimmermann (+2000 Nürnberg), unverheiratet

Kinder: (1)
1.1.....Stephanie Zimmermann

6.5....."Emilie" Emma Henriette Ferdinande Schoembs (*13.04.1862, +20.03.1934 Offenbach)
Emilie Schoembs heiratete am 22.02.1892 in Offenbach Robert Hartmann (*21.07.1856 Lichtenau)
Es wird berichtet, dass Emilie groß und kräftig war.  Sie war von Beruf Wirtin.  Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor.

6.6.....Auguste Schoembs (*25.05.1863, +27.09.1863 Offenbach)

12.3....Valentin Schoembs (*ca. 1833 Offenbach, +Russland)
12.4....Gottfried Robert Schoembs (*12.08.1834 Offenbach, +01.07.1903 Wien)
In der Familien-Chronik von Franziska Schoembs geb. Ruckel aus dem Jahr 1954 ist über Gottfried Schoembs zu lesen:
"Ein Sohn Gottfried wanderte nach Wien aus und errichtete dort ein großes Bankhaus. Es soll ihm sehr gut gegangen sein."

Sein Name ist außerdem in dem Buch von Peter Assion, "Von Hessen in die Neue Welt" 1087, S. 7, aufgeführt. Dort ist ein von Gottfried Schömbs aus Offenbach gestaltetes und mit seinem Namen gekennzeichnetes Albumblatt abgedruckt, welches er für den nach Amerika ausgewanderten Freund Julius Dauber aus der Pfalz gestaltet hatte. Solche Verse, in denen Treue und Erinnerung an die Ausreisenden gelobt wurden, gab es damals meist nur bei Personen mit einem gewissen Wohlstand und höheren Bildungsniveau.
Der Text zu dem nachstehend abgebildeten Albumblatt lautet:
"Vergiß mein nicht,
Sie zeigt Dir stets - mit dem Glück verbunden - nur wonnereiche Stunden
Und wird Dir einst die Nachricht zugesandt,
daß zu den Vätern ich versammelt wäre,
So trink und sprich: Ich hab ihn auch gekannt
Mach hier ein Kreuz _und gib mir eine Zähre (Anm.:Träne)
Nimm meinen Abschiedsgruß zum Pfande
daß niemals Dich mein Herz vergißt,
und es mit zartgewebtem Bande
Dich liebevoll getreu umschließt.

Gottfried Schömbs,
Offenbach, 24. Januar 1853
album blatt 1853
Album Blatt 1853, gestaltet von Gottfried Schömbs, Offenbach, für seinen guten Freund Julius Dauber vor dessen Emigration
Lange Zeit waren das die einzigen Fakten über das Leben von Gottfried Schömbs.

Nachdem der Aufenthalt von ihm in Offenbach am Main durch das Albumblatt gesichert mit Januar 1853 belegt ist, gibt es für das Jahr 1854 jetzt einen Hinweis darauf, dass er nach England reiste und sich dort einige Jahre aufhielt.

1854 Auswanderer nach England, dann um 1869 nach Österreich.
Die Geschichte von Gottfried wird hier erzählt.
Austrian Flag


Mit dem Datum vom 16. Juli 1854 befindet sich unter den Reisenden, die in Dover, England mit dem Schiff "Princess Mary" aus Calais in Frankreich ankamen, ein "Schombs" aus Deutschland. Link: Schombs - England, Alien Arrivals, 1810-1811, 1826-1869 - Ancestry.co.uk

Klicken Sie List of Aliens, um das Original-Buch mit den Listen der in Dover ankommenden Ausländer zu sehen.

Es ist nicht sicher, ob sich dieser Eintrag auf Gottfried Schömbs bezieht, denn die Informationen sind sehr knapp. Aber vier Jahre später wurde eine Einbürgerungsurkunde mit Nummer 2801 zum 1. Dezember 1858 für Gottfried Schömbs, geboren um 1836 und eingewandert aus Hessen-Darmstadt ausgefertigt. Ein Nachweis dafür existiert in den "National Archives" von England. Link: The National Archives | The Catalogue | Full Details | HO 1/87/2801

Bei einem "England Census" - durchgeführt am 7. April 1861 - wird der Aufenthalt von "Godfrey R. Schoembs, geboren um 1836, 25 Jahre alt, Geburtsland Deutschland, in der Grafschaft Middlesex" registriert. Link: Gottfried Schoembs - 1861 England Census - Ancestry.co.uk

Klicken Sie Census, um das Original der Census-Seite von 1861 zu sehen.

Die Schreibweise seines Vor- und Familiennamen wird in diesem Dokument mit Godfrey R. Schoembs angegeben. Erstmals gibt es darin auch einen konkreten Hinweis auf die Berufstätigkeit von Gottfried Schoembs. Er bezeichnet sich als Leder-Händler und Exporteur. Zum Zeitpunkt des Zensus lebte er unverheiratet mit einem Hausmädchen und einem Diener in der Queens Road 43 im Bezirk St. John in St. Marylebone, Middlesex, das im 18. Jahrhundert ein unbedeutendes Dorf am Rande Londons war und heute ein Stadtviertel im Bereich der City of Westminster ist. Diese Adresse gehörte zur Kirchengemeinde "All Saints Church". Beim 10 Jahre später durchgeführten "England Census" 1871 findet sich kein Eintrag mehr zur Person von Gottfried/Godfrey R. Schoembs.
stadtplan london 1868
Stadtplan von London 1868 -- St. John's District ist mit einem Rechteck markiert
london - queens road
London -- Queens Road und "All Saints Church" sind mit Pfeilen markiert
Gesichert ist, dass sich Gottfried Schoembs bis 1867 in England aufgehalten hat, da sich in den "National Archives" eine Akte über ein Gerichtsverfahren eines Kanzleigerichts aus dem Jahr 1867 befindet. Link: The National Archives | The Catalogue | Full Details | C 16/423/H230

Im Fall Nr. 1867 H 230, "Heydemann gegen Legg", ist Gottfried Schoembs neben Edward Heydemann und Zacharias Wilhelm Goldstnecker als Kläger benannt.
Bei Edward Heydemann - aus Preussen stammend und ebenfalls Lederhändler - handelt es sich vermutlich um einen Geschäftspartner von Gottfried Schoembs. Auffallend ist, dass das Einbürgerungszertifikat von Edward Heydemann mit Nr. 2802 ebenfalls am 1. Dezember 1858 ausgefertigt wurde. Das Zertifikat von Gottfried Schoembs (siehe oben) trägt die Nummer 2801.
Zu Zacharias Wilhelm Goldstnecker konnte nur in Erfahrung gebracht werden, dass er aus Preussen stammte.
Bei dem Beklagten des Verfahrens Cyrus Legg handelte es sich um einen 57 Jahre alten "wool stapler" (Wollhändler) im Ruhestand. Was Gegenstand des Prozesses ist nicht erwähnt.

Klicken Sie Summary, um die Informationen des Chancery Courts zu sehen.

Kürzlich entdeckte Dokumente belegen, dass Gottfried Schoembs auch in den Jahren von 1867 bis 1873 noch in London gelebt hat.
Im "Supplement to The London Gazette" vom 27th of February, 1866, wird er auf Seite 1464 erwähnt: "Schoembs Godfrey, 22, Harp-lane, E.C., Merchant."
Es handelt es sich dabei um eine gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung von Banken über Firmen, Geschäftsinhaber bzw. Teilhaberschaften. Weitere Einträge gibt es mit Datum vom 25. Februar für die Jahre 1868, 1870 und 1873 mit wechselnden Adressen.

Beleg für die bereits erwähnten Geschäftsbeziehungen zu Heydemann und Goldstücker und ebenso für Gottfried Schoembs' Aufenthalt in London im Jahr 1869, ist auch eine Notiz aus "The London Gazette, April, 9, 1869" worin es heißt:

"Notice is hereby given, that the Partnership heretofore subsisting and carried on by the undersigned, Edouard Heydemann, Gottfried Schoembs, Zacharias Wilhelm Goldstücker, and Julius Ernst Oppenheim, as Leather Merchants, at no. 70, Great Tower-street, in the city of London, under style or firm of Heydemann, Schoembs and Co., has this day been dissolved by mutual consent. The business will in future be conducted by the said Edouard Heydemann and Zacharias Wilhelm Goldstücker, under style or firm of Heydemann, Goldstücker, and Company, and they will pay and receive all the debts owing by and due to late firm. – Dated this 5th day of April 1869
E. Heydemann. G. Schoembs.
Z.W. Goldstücker. Julius Ernst Oppenheim."


Übersetzung:
Es wird hiermit zur Kentnnis gegeben, dass die Partnerschaft zwischen Edouard Heydemann, Gottfried Schoembs, Zacharias Wilhelm Goldstücker und Julius Ernst Oppenheim, als Lederhändler unter Nr. 70, Great Tower-street in London unter dem Namen Heydemann, Schoembs und Co. heute einvernehmlich aufgelöst wurde. Das Geschäft wird in Zukunft geführt von besagten Edouard Heydemann und Zacharias Wilhelm Goldstücker unter der Bezeichnung Goldstücker und Company, und sie werden alle Zahlungsverpflichtungen der früheren Firma übenehmen. Datiert 5. April 1869
E. Heydemann. G. Schoembs.
Z.W. Goldstücker. Julius Ernst Oppenheim."

In verschiedenen englischsprachigen Publikationen ergeben sich Hinweise auf eine weitere berufliche Tätigkeit von Gottfried Schoembs. Demnach hatte er in der Zeit von 1865 bis 1868 eine Führungsposition im Bankgewerbe inne. In einer Ausgabe des "The Economist – Commercial History and Review of 1865" vom 10. März 1865 wird Gottfried Schoembs – alias Godfrey Schoembs – als einer von neun "Directors" der "London and South-South Western Bank Limited" erwähnt, die ihren Hauptsitz in 29, Lombard Street, E.C. im Zentrum von London hatte.

Ebenfalls als einer von jetzt sechs Direktoren der Bank ist Gottfried Schoembs für das Jahr 1867 in "The Joint Stock Companies' Directory" von Charles Barker & Sons, London, zu finden. Die Anzeige benennt damals 410 Anteilseigner und betreibt 31 Zweigstellen.

Auch das im März 1868 publizierte Verzeichnis "The London Banks, Credit, Discount, and Finance companies", das über Direktoren, Manager, Kapital, Dividenden u.a informiert weist "Godfrey Schoembs" als Direktor der Bank aus. Aufgeführt werden zu dieser Zeit 26 Zweigstellen der Bank. Als Hauptsitz wird die Adresse 29, Lombard Street E.C. genannt. Die Zahl der Anteilseigner wird mit 400 angegeben.

Über diese Bank finden sich Informationen in "A Handbook of London bankers" von F.G. Hilton Price aus dem Jahr 1876 und auch im historischen Überblick der "Barclays Bank" in London. Danach wurde die "London & South-Western Bank Limited" in London am 1. November 1862 gegründet. Ihr Hauptsitz war in 27, Regent Street, in der City of London. Die Bank hatte viele Zweigstellen in den Vorstädten. Zwischen 1917 und 1918 vereinigte sich die "London and South-Western Bank Ltd" mit der 1864 gegründeten "London and Provincial Bank". Unter dem neuen Namen "The London Provincial and South-Western Bank" agierte sie nur kurze Zeit. Noch im Jahr 1918 ging sie in der "Barclays Bank" auf.

In allen diesen Aufzeichnungen findet sich hinter dem Namen von Gottfried Schoembs die Abkürzung "Esq." Der veraltete, englische Begriff "Esquire" ist ein Höflichkeitstitel, der nicht zur Anrede benutzt, sondern in offiziellen Dokumenten oder bei formeller Korrespondenz dem Namen angehängt wurde. Er entspricht im Deutschen dem "Hochwohlgeborenen".

Wie lange Gottfried Schoembs die Direktorentätigkeit bei der "London and South Western Bank Limited" ausgeübt hat, ist nicht bekannt. Nach 1873 verliert sich seine Spur in England.

Weitere Recherchen ergaben, dass Gottfried Schoembs später tatsächlich nach Wien gegangen ist. Es ist nicht bekannt, unter welchen Umständen Gottfried Schoembs nach Österreich kam. 1870 wird er erstmals in dem Wiener Adressbuch "Adolph Lehmann's allgemeiner Wohnungsanzeiger nebst Handels- u. Gewerbe-Adressbuch für die k.k. Reichshaupt- u. Residenzstadt Wien u. Umgebung" erwähnt. Die Einträge – die Schreibweise wechselt zwischen Schömbs und Schoembs – lauten:

"Namensverzeichnis 3. Sämmtliche Einwohner von Wien nebst Umgebung Schömbs Gottfried Ges. d. F. Schoembs & Waltz Warencmsns. u. Agenturgesch., II. Gr. Mohreng. 25"
http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/pageview/30052

"Branchenverzeichnis 5. Handels- und Gewerbe-Adreßbuch. Nachweis der Geschäfts- und Gewerbetreibenden, nach Geschäften und Gewerbe geordnet. Schömbs & Waltz, Warencommissions- u. Agenturgesch., Grünanger 5"
http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/pageview/30243

Gottfried Schömbs betrieb als zeichnungsberechtigter Gesellschafter von 1870 bis 1882 mit einem Partner namens Anton Waltz ein "Warencommissions- und Agenturgeschäft". 1871 wird ein Ferdinand Waltz als dritter Gesellschafter genannt. Die Firma existierte viele Jahre im II. Wiener Bezirk unter der Adresse "Große Mohrengasse 25". Vermutlich trennte Gottfried Schömbs sich im Jahr 1882 von dieser Firma, denn 1883 ist er nur noch als Privatperson im Einwohner-Verzeichnis erwähnt. Seine Partner firmieren noch bis zum Jahr 1889 unter der alten Geschäftsadresse, jetzt allerdings als "Firma Waltz & Co."
Von 1870 bis 1897 zog Gottfried Schömbs innerhalb Wiens mehrmals um. Von 1897 an lebte er bis in Döbling, im heutigen 19. Wiener Bezirk im Nordwesten der Stadt am Rande des Wienerwaldes, wo er auch starb. Der Ort mit seinen Wienerwaldvillen gilt heute als Nobelbezirk und verfügt über bedeutenden Weinbau. Gottfried Schoembs' Adresse wird mit "Wien 19, Hohe Warte 13" angegeben.

Karoline
Karoline Schoembs geb. Gauß
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Gottfried Schoembs heiratete nach einer kurzen Verlobungszeit am 08. August 1869 in Wien Karoline “Lina“ Gauß (*31.03.1848 Wien,+29.09.1917 Wien). Vermutlich lernten sie sich anlässlich einer der zahlreichen Besuche kennen, die Gottfried Schoembs von 1857 bis zum Frühjahr 1869 in Wien machte. Karoline Gauß war die ältere von zwei Töchtern von Karl Gauß (1816 – 1891). Er war Gesellschafter der Firma „Gebrüder Gauß“ in Wien, die er zusammen mit seinem Bruder Josef Gauß (1818–1888) führte. Die Brüder Gauß betrieben seit den frühen 1840er Jahren ein „Commissions- und Export-Geschäft in Manufacturwaren“ im Textilhandel und möglicherweise unterhielt Gottfried Schoembs geschäftliche Verbindungen zur Firma Gauß. Karl und Josef Gauß waren in den Folgejahren im Wiener Gemeinderat ebenso tätig, wie in diversen Aufsichtsräten Wiener Aktiengesellschaften und zählten zur Führungsriege der „privaten österreichischen Nationalbank“ und der „Centralbank für Handel, Industrie und Gewerbe“.

Karoline Gauß war Theater-Schauspielerin und agierte als „Lina Baßmann“ oder auch „Caroline Baßmann“. Vermutlich wählte sie den Künstlernamen, um bei einem möglichen Scheitern den Ruf der Familie nicht zu beeinträchtigen.
Ihr Debüt feierte sie 1866 am Theater in Brünn (Brno, CZ), zu dem die Presse ihr bescheinigt, sich als eine „ungemein und vielversprechende Schauspielerin“ erwiesen zu haben. Sie besässe „nicht bloß eine sehr empfehlenswerte äußere Erscheinung, ein sehr biegsames Sprachorgan, sondern ihre graziöse Haltung und Bewegung zeigt die Dame von guter Erziehung…“
Nach ihrem Debüt hatte sie Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen wie Köln, Leipzig und Stettin, sowie Angebote von Theatern in Berlin und Prag. Karoline Schoembs wurde vorwiegend in Rollen der jugendlichen, tragischen Liebhaberin besetzt. In den Theater-Publikationen erhielt sie viel positive Beachtung, was nicht zuletzt auch ihr Äußeres betraf. Dazu wurde in der Zeitschrift „Die Deutsche Schaubühne“ 1868 geschrieben: „Caroline Baßmann ist eine Blondine von schöner Gestalt, ebenmäßig gebaut, hochbusig, von schlanker Taille und edel…“
Nach der Heirat mit Gottfried Schoembs absolvierte sie 1870 noch ein Engagement in Stettin. Danach zog sie sich anscheinend von der Bühne zurück, denn es gibt keine Hinweise auf eine weitere schauspielerische Tätigkeit. Über das weitere Leben des Paares in Wien ist nichts bekannt.

gottlieb grab
Das Grab von Gottfried Schoembs (*1834), seiner Frau Karoline und den Familien Romako undm Gulz
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Allerdings findet sich auf dem Friedhof von Döbling bei Wien, Hartäckerstraße 65, das Grab von Gottfried und Karoline Schoembs. Die Internetseite des Friedhofs liefert dazu Daten. Link: www.friedhoefewien.at und Link: Döbling Cemetery - Wikipedia

Danach starb Gottfried Schoembs mit 68 Jahren am 01.07.1903. Als Todesursache nennt das Sterbebuch der Kirchengemeinde „chronische Leberentzündung“. Er wurde am 03.07.1903 auf dem Friedhof im Grab Nr. 9, Gruppe 27 beigesetzt. Karoline Schoembs wurde 69 Jahre alt und starb am 29. September 1917. Das Sterbebuch der Kirchengemeinde gibt als Todesursache "bösartige Neubildung an der Brust" an. Sie wurde am 2. Oktober 1917 im Familiengrab beigesetzt. In dieser Grabstelle haben fünf weitere Personen ihre letzte Ruhe gefunden, darunter Oberst Otto Romako und Dorothea Romako geb. Bauer, Tochter von Karolines Schwester Helene Bauer geb. Gauss.
Über die übrigen drei Bestatteten Elizabeth Gulz, Gustav Gulz, Liselotte Gulz und deren Beziehung zu Gottfried and Karoline Schoembs ist nichts bekannt.

12.5....Karl Schoembs (*ca. 1835 Offenbach, +Russland)
Karl bzw. Carlo Schömbs war laut Überlieferung ein erfolgreicher Fabrikant in Moskau. Einerseits ist überliefert, dass er in Russland gestorben sein soll. Andererseits gibt es auch Hinweise, dass er im Alter nach Deutschland zurückkehrte, ob möglicherweise nur vorübergehend ist nicht bekannt. Jedenfalls soll er im Alter seine ledige Schwester Anna vorübergehend zu sich genommen haben und sie später in einem Altenheim in Wittstock / Brandenburg bei Berlin eingekauft haben wo sie 1931 starb.

In den USA hat Jim Schembs mit Norbert Schoembs einen vermeintlichen Nachfahren der Moskauer Schoembs aufgespürt. Es konnte zwar keine volle Klarheit gewonnen werden, aber nach den vorliegenden Indizien hatte Karl Schömbs in Russland offenbar einen Sohn, möglicherweise namens Eduard, vermutlich geboren zwischen 1860 und 1880. Dieser hatte ebenfalls einen Sohn, den 1909 in Moskau geborenen Eduard Schömbs, der später in Berlin lebte. Dessen Söhne, Norbert und Udo Schömbs wanderten beide in den 1960er Jahren in die USA aus. Die Rekonstruktion stellt sich danach wie folgt dar:

Kinder: (1)
1.1.....Eduard? "Karl"? Schoembs (*vermutlich zwischen 1860 und 1880 Moskau Russland)
Der als Vater von Eduard Schömbs vermutete "Karl" Schömbs siedelte vermutlich in den 1920er Jahren nach Berlin über. Erstmals 1922 erscheint "Karl" Schömbs im Berliner Adreßbuch in der Menzelstraße 23.24 zunächst als "Agent" später als Kaufmann und Buchhalter. 1943 enden die Eintragungen.

Kinder: (1)
1.1.....Eduard Karl Heinrich Schömbs (*1909 Moskau)
Eduard Schömbs heiratete am 05.09.1936 in Berlin-Steglitz Elfriede Emma Hartwig aus Berlin-Steglitz (*02.09.1909 Berlin-Steglitz). Von 1939 bis 1943 wird Eduard Schömbs als Feldwebel bzw. als Oberfeldwebel in den Berliner Adreßbüchern erwähnt.
eduard mit wehrmacht eduard mit kind
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Kinder: (2)
2.1.....Norbert Schoembs (*01.02.1938 Berlin,+13.03.2009 Palm Coast FL)

norbert schoembs
Norbert Schoembs (*1938)
Kinder: (2)
2.1.....Michael Schoembs (*1969)
Michael und seine Frau Melissa haben zwei Töchter. Sie leben in Orlando, Florida.

Kinder: (2)
2.1.....Blaze Schoembs
2.2.....Kaylee Schoembs

2.2.....Stephen Schoembs (*1973)
Stephen lebt in Palm Coast FL.
2.2.....Udo Otto Erich Schoembs (*1941 Berlin)
Udos Frau heißt Erika. Udo ist auch in die USA ausgewandert.

Kinder: (3)
3.1.....Peter Schoembs (*1972)
3.2.....Heidi Schoembs (*1974)
3.3.....Christopher Schoembs (*1977) 

12.6....Jakob Schömbs (*31.08.1837 Friesenheim, +27.03.1888 Offenbach)
jakob schoembs 1837
Jakob Schömbs mit 42 Jahren (1880)
Jakob Schömbs war wie sein Vater und seine Brüder Lithograph.
Er war verheiratet mit Maria A. (Charlotte) Chambosse (*25.02.1845 Offenbach, +17.02.1916 Bad Soden).

Jakob war Kunstmaler und Schüler des damals bedeutenden und berühmten Malers Karl von Piloty. Den Lebensunterhalt verdiente er sich überwiegend aus dem Erlös der Lithographie.
jakob lithographic
Lithographie von Jakob Schömbs
(um 1875)
Es ist überliefert, dass Jakob damals vor allem "Haussegen" auf Stein malte und diese dann auf Papier und Seide druckte. Später betätigte er sich mit der inzwischen erfundenen Fotografie, wobei er die lichtempfindliche Schicht aus Eiweiß und Silbernitrat im Keller mittels verschiedener Chemikalien selbst herstellte. Die ständige Einwirkung dieser giftigen Stoffe führten zu seinem frühen Tod mit 50 Jahren.
Kinder: (6)
6.1.....Wilhelmine Marie Josephine "Fina" Schoembs (*17.06.1866 Offenbach, +07.01.1958 Bad Soden)
Fina Schoembs war nicht verheiratet. Sie kam 1806 mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Bad Soden. Sie lebte dort zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Louise und ihrer Mutter, die sie bis zu ihrem Tode 1916 pflegte. Fina Schoembs wurde fast 92 Jahre alt. Einem Bericht in der Bad Sodener Heimatzeitung von 1956 aus Anlass des 90. Geburtstagstags von Fina Schoembs ist zu entnehmen, dass sie trotz des hohen Alters geistig und körperlich noch sehr rege war und sich ihre Mahlzeiten selbst zubereitete.  Sie war damals die älteste Einwohnerin von Bad Soden und wurde an ihrem Geburtstag vom Bürgermeister und vom Landrat geehrt.

6.2.....Dr. Philipp August Jacob "Jaques" Schoembs (*05.10.1867 Offenbach, +29.04.1958 Heidelberg
Jaques Schoembs heiratete am 16.07.1904 in Riesenburg/Westpreußen Lisa Diehl (*26.05.1886 Riesenburg, +08.07.1965 Rheine).  Lisa war damals erst 17 Jahre alt.
jaques 28 jahren jaques 90 jahren
Dr. Jaques Schoembs, 28 J. (1895) Altersbild mit 90 Jahren, 1957
Nach dem frühen Tod seines Vaters fühlte sich Jaques bereits im Alter von 20 Jahren für seine Mutter und 5 Geschwister auch materiell verantwortlich. Aus Geldmangel hatte er daher nicht die Möglichkeit, eine Oberschule zu besuchen.
Später erwarb er aber dann nebenberuflich sein Zeugnis der Reife, studierte in Heidelberg und Berlin Philologie und Philosophie und promovierte in Straßburg.

Jaques Schoembs war sehr vielseitig und literarisch begabt.
Von 1901 bis 1903 war er als Privatlehrer in einer Kaffeeplantage in Guatemala tätig. Während dieser Zeit schrieb er eine Grammatik der Mayasprache "Aztekische Schriftsprache, Grammatik mit Lautlehre" sowie zwei Romane "Die neue Familie, ein Roman in zwei Bänden" und "Ohne Schuld verschuldet".

zertifikat de guatemala
Zertifikat der "Secretaria Relationes Exteriores de la Republica de Guatemala (Ausländerbehörde von Guatelmala), 1903
Bei seiner Rückreise von Guatemala nach Deutschland war Jacques Passagier auf dem Schiff "S.S. Olympia" von Puerto Cortes, Honduras nach New Orleans, Louisiana, USA. Obwohl es eine Spekulation ist, könnte er möglicherweise auf seiner Reise durch die Vereinigten Staaten seine Brüder Carlo und Freddie in New York besucht haben. Aus dem "Manifest of Alien Immigrants" (Passagierliste ausländischer Einwanderer) geht hervor, dass sein Bestimmungsort in den Vereinigten Staaten New York City war. Ebenso interessant ist es, einige der anderen Informationen zu lesen, die die U.S. Regierung in dieser Zeit über die Einwanderer sammelte. Zusätzlich zu den üblicherweise erhobenen Daten zu Alter, Nationalität, Familienstand etc. wurde gefragt, wie viel Geld er mit ins Land brachte; ob er ein Ticket zum Zielort (New York City) hatte; ob er zuvor schon einmal in den Vereinigten Staaten gewesen war; ob er jemals im Gefängnis oder im Armenhaus war oder in den Vereinigten Staaten von Wohlfahrtseinrichtungen unterstützt wird; ob er in den Vereinigten Staaten unter Vertrag arbeitet; Gesundheit, körperliche Verfassung und ob gelähmt oder missgestaltet.

Nach Lehrertätigkeiten in Danzig, Nordhausen und Marienwerder wurde er Oberstudiendirektor an einem Lyzeum in Berlin-Oberschöneweide.
Auch im hohen Alter machte Jaques noch zahlreiche Reisen, insbesondere nach Libyen und Italien, wo er seine Italienisch-kenntnisse vertiefte. Auch lernte er noch Arabisch und Russisch.

Kriegshilfe
Verleihungsurkunde Verdienstkreuz für Kriegshilfe (1918)

Kinder: (2)















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