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Einleitung

6. Familienmitglieder als Opfer der Weltkriege

Etwa 8 Millionen Menschen kamen im Ersten Weltkrieg (1914 - 1918) ums Leben.
Die Zahl der im Krieg gefallenen deutschen Soldaten belief sich auf rund 1,81 Millionen.

Dem Zweiten Weltkrieg (1939 - 1945) fielen rund 34 Millionen Menschen zum Opfer.
Die Zahl der deutschen zivilen Opfer lag bei etwa 500.000, die der Gefallenen und vermissten Soldaten auf deutscher Seite bei etwa 3,63 Millionen.

Auch über Mitglieder unserer Familie brachten die Kriege viel Leid und Verlust an Menschenleben. Die nachstehende Aufstellung über die Opfer des Krieges in unserem Familienverband ist sicher nicht vollständig, zeigt aber, dass fast alle Linien der Familie von den Verlusten betroffen wurden.
soldatenfriedhot
Soldatenfriedhof Frankreich
FR-57560 Abreschviller Arrondissement Sarrebourg
opfer A
opfer B
opfer C
opfer D
Auch schon vor den beiden Weltkriegern kosteten Kriege Mitglieder unserer Familie das Leben wie z.B. das Mahnmal für die Opfer des Feldzugs gegen Frankreich 1870 – 1871 in Worms-Herrnsheim belegt. Unter den Inschriften der gefallenen Soldaten dieses Krieges auf der Rückseite des Mahnmals findet sich u.a. auch der Herrnsheimer "Schembs, Pt., Fahrkr., 2. schw. Fuss. Batt."

memorial A memorial B
Mahnmahl für die gefallenen
"tapferen Krieger des ruhmreichen Feldzugs gegen Frankreich 1870-1871"
Worms-Herrnsheim (mit Pt. Schembs aus Herrnsheim)
gedenktafel
Gedenktafel für die Opfer des II. Weltkrieges Mz-Laubenheim mit Gedenkbildern von Anton Schembs und Wilhelm Schembs
Bei dieser Gelegenheit wird daran erinnert, dass es unter unseren Familienmitgliedern nicht nur Opfer von Weltkriegen gab. Auch indirekt waren Familienmitglieder von Geschehnissen in Zeiten totalitär Herrschaft betroffen, wie der im Hessischen Staatsarchiv festgehaltene Fall von Ott Schömbs zeigt.
Danach wurde Otto Schömbs im März 1933 "wegen des Herüberwerfens von Zigaretten über die Mauer für inhaftierte Kommunisten" im Amtsgerichtsgefängnis Bad Nauheim in Schutzhaft genommen. Neben einigen Fällen von Freitod gab es auch Opfer von Gewaltverbrechen.

Aus Amerika sind 2 derartige Fälle bekannt. Am 09.11.1919 starb in San Francisco Sgt Antone Schoembs in Ausübung seines Polizeidienstes. Sein Name ist auf einer 1988 im Baldwin-Park errichteten Erinnerungs-Gedenkstätte für die gefallenen "Friedensoffiziere" verewigt. Bis heute werden hier alle gefallenen Offiziere auf der Gedenktafel eingraviert.

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Baldwin-Park


Antone Schoembs übte zunächst den Beruf des Buchbinders aus. 1905 ging er zur Polizei. 1919 wurde er in Ausübung seines Dienstes von Autodieben erschossen. Antone Schoembs versuchte die Autodiebe, die gestohlene Lizenzplatten abtransportieren wollten, aufzuhalten. Er sprang auf die Ladefläche des Autos und richtete seine Waffe auf die Diebe. Einer der Diebe verdrehte das Gewehr und gab einen tödlichen Schuss auf Antone Schoembs ab. Die Diebe, William Chastian und Floyd McCleur wurden später gefasst. Die Witwe Anne von Antone erhielt eine Rente von $70.

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Michael Vincent Schembs (+1992)
Aus Philadelphia stammte Michael Vincent Schembs, ein 18 Jahre junger Mann. Er starb am 04.03.1992 durch eine Gewehrkugel. In einem Nachruf wird berichtet, dass Michael ein witziger junger Bursche war, der vor allem den Sport liebte. Er war immer zu Streichen aufgelegt und seine Freunde konnten ihre Basballkappen schon mal eingefroren in der Gefriermaschine finden. Sein Berufswunsch war es einmal zur Küstenwache zu gehen und Polizeioffizier zu werden.









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