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- Einleitung
2. Der Familienname Schömbs / Schembs
(Herkunft, Bedeutung, Verbreitung)
- 2.1 Allgemeine Vorbemerkungen zur Entstehung der Familiennamen
- Die meisten Familiennamen entstanden in einer Zeit, in der die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung weder lesen noch schreiben konnte. Das Leben vollzog sich in einem so kleinen überschaubaren Rahmen, dass ein Rufname zur Unterscheidung ausreichte. [1]
Feste Familiennamen entwickelten sich in Deutschland erst langsam im Mittelalter und zwar zwischen 1300 und 1600. Sie entstanden hauptsächlich aus den großen Gruppen der ehemaligen Rufnamen (z.B. Dietrich, Rüdiger), aus Berufsbezeichnungen (z.B. Müller, Bäcker, Weber, Schneider, Schmied) und Herkunftsbezeichnungen (z.B. Ambach, von der Aue, Darmstadt ). An die Stelle der eigentlichen Berufsbezeichnung traten bei den Berufsübernamen häufig bestimmte Merkmale der einzelnen Handwerke, etwa Werkzeuge oder Erzeugnisse der Handwerke. Beispiele hierfür sind z.B. die Schmiedeübernamen "Funke, Hammer", bei Metzgern "Kalbfuß, Kalbskopf" oder bei Bäckern "Butterweck". Eine weitere große Gruppe geht ebenfalls auf sogenannte Übernamen zurück. Diese standen in Verbindung mit bestimmten Eigenschaften, die oft auf die körperliche Erscheinung des ursprünglichen Namensträgers oder auf charakterliche Eigenarten dieser Person anspielten. Andere Übernahmen entstanden aus der Vorliebe des Namensträgers für bestimmte Kleidungs- oder Lieblingsstücke, die zunächst zu Spitznamen und später zu Familiennamen führten. Besonders bei Spitznamen entwickelten unsere Vorfahren eine große Phantasie und sorgten für kraftvolle und schillernde Namen. Die nachstehende Zusammenstellung einiger interessanter Namen macht dies deutlich:
- Weiskopf, Weishaupt, Schönhaar, Siebenhaar, Hasenkopf, Hasenfratz, Eisenkopf, Roßkopf, Hühnerkopf, Bertzel, Breitkopf, Schönhals, Kurzhals, Krähahn, Saufaus, Schönbein, Kalbfuß, Kuhfuß, Streckfuß, Holzfuß, Schienbein, Seidenfuß, Hasenfuß, Tischbein, Kümmelbein, Schuhriemen, Pfannstiel, Hufnagel, Stoppelbein, Dickhaut, Ziefuß, Fingerhut, Wirsing, Saueressig, Sauerwein, Dotterweich, Eiermann, Süßmilch, Erbsmehl, Butterfaß, Butterweck, Fettbak, Rindfleisch, Roggenbrot, Hartnuß, Weisbrot, Brotback, Haferkorn, Kuchenbäcker, Metzger, Wurst, Butterbrot, Bierschenk, Schluckebier, Müßiggang, Ochs, Ochsenreiter, Schwein, Hundgeburt, Grasmück, Nußbaum, Baumsteiger, Holderbaum, Oberbillig, Steinbrech, Kaltwasser, Rebstock, Ofenloch, Siedetopf, Stubenrauch, Schaumlöffel, Löffelholz, Klotzbücher, Hammerschlag, Hausladen, Frühauf, Gutjahr, Unruh, Edelblut, Liebling, Liebeskind, Schätzlein, Glückselig, Gottselig, Heilig, Gottlöber, Frauenknecht, Bauernfeind.
- Im Laufe der Forschungsarbeit, vor allem beim Durchlesen von Todesanzeigen oder beim Auswerten von Telefonbüchern stieß ich immer wieder auf ähnlich "komische", seltsame, ja geradezu unglaubliche Familiennamen. In dieser Hinsicht gibt es offenbar keine Grenzen. Immer wenn man denkt, man hat jetzt den verrücktesten Familiennamen entdeckt, folgt bei weiterer Durchsicht ein noch unglaublicherer.
Die ursprüngliche an dieser Stelle enthaltene sehr ausführliche Zusammenstellung besonders verrückter Familiennamen wie beispielsweise "Immervoll, Saufklever, Kniebeißer, Kommallein, Seltenreich, Mannbeiß, Lachnit usw." wurde aus Platzgründen wieder aus dem Text genommen.
Dass unserer Vorfahren bei der Vergabe von Familiennamen oft nicht gerade zimperlich mit ihren Mitmenschen umgingen und offenbar selbst nicht gerade schmeichelhafte Namen hinnehmen mussten, zeigte auch folgendes im Internet mit Wappen gefundene und dort beschriebene, besonders drastische Beispiel der Familie "Arschloch". Andererseits legte sich diese bedauernswerte Familie sogar ein "passendes" Familienwappen zu, was zumindest in diesem Fall doch für ein robustes Wesen und ein gesundes Selbstvertrauen spricht.
Der spätere Familienname "Arschloch" war danach einst ein durchaus verwendeter Übername oder Beiname. Aus dem althochdeutschen Wort "ars" gebildet, bezeichnete man damit eine Erhebung. Mundartlicher Gebrauch wie: "Auf den Arsch fallen; Ich trete Dir gleich mal in den Arsch (Drohung); dem bügle ich die Kerbe aus dem Arsch; Himmel Arsch und Zwirn (Fluch); jene plastische Furche, die der Reichsarbeitsdienstkopfbedeckung den Übernamen "Arsch mit Griff" eingetragen hatte.
1437 wird bereits in Frankfurt a.M. im Gerichtsbuch ein "Meister Nikolaus Arsloch" urkundlich erwähnt. In einer anderen Urkunde finden wir 1461 Clese Arsloch, Krämer. Eine weitere Urkunde zeigt 1462 Clas Arsloch et uxor, in dem Werk: "Deutsches Bürgertum im Mittelalter". 1473 wird in
Heilbronn am Neckar "Kunz Küchlin", genannt "Arschloch", aufgezeichnet. Laut Unterlagen hatte sein Sohn diesen Beinamen nicht mehr.
| Familienwappen der Familie Arschloch |
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Wappenbeschreibung: In Gold, ein nacktes, fleischfarbenes Hinterteil in gerader Stellung. Auf dem rot-gold bewulsten Stechhelm, mit rotgoldenen Decken wachsend, ein fleischfarbener Arm, Daumen und Zeigefinger der Hand zu einem Ring geschlossen. |
- "Als derbes Schimpfwort ist "Arschloch" oberdeutsch noch heute sehr üblich. "Arsch" ist seit alters eine abschätzige Bezeichnung für unwerte Menschen. So kommt "hans Arsch von Rippach" schon bei Goethe in "Hanswursts Hochzeit" vor, ist aber älter, da bereits eine Erwähnung in "Trömers Toucement" zu finden ist. Es existieren noch weitere, wunderschöne Urkundeneinträge, von denen hier einige wiedergegeben werden: Albert "arshar" 1444 in Hannover; Bernd Vul-ars 1489 bei Hamburg; durch Dialekt abgewandelt, Johann Pagen-ers 1309 in Soest;, Düvels-ers 1385 in Rostock; Clowen-ers= kratz den Arsch", im 14. Jahrhundert in Lübeck."
Wer nach diesem Abstecher also meint, dass er keinen so schönen Familiennamen von seinen Vorfahren geerbt hat, sollte sich die beschriebene Familie in Erinnerung rufen. Es hätte schlimmer kommen können.
Die Namen wurden hauptsächlich mündlich nach Gehör überliefert. Wenn sich einmal die Notwendigkeit ergab, Familiennamen schriftlich festzuhalten, z.B. in Verträgen, in Gerichtsprotokollen, Einwohnerlisten, Kirchenbüchern usw., wurden die Namen von den wenigen schriftkundigen Personen niedergeschrieben. Diese waren darauf angewiesen, die ihnen mündlich angegebenen Namen in Schriftzeichen zu übertragen. Hierbei kam es natürlich oft zu Missverständnissen, insbesondere wenn mundartliche Eigenheiten auftraten oder wenn es sich um Namen fremder Herkunft handelte. Es konnte daher nicht ausbleiben, dass derselbe Name bei einer späteren Gelegenheit von einem anderen Schriftkundigen anders aufgefasst und niedergeschrieben wurde, so dass schon dadurch häufig die Schreibweise von Familiennamen wechselte. Auch gab es bis zur Einführung von einheitlichen Regeln durch Konrad Duden (1880) noch keine einheitliche Rechtschreibung, so dass auch der jeweilige Zeitgeschmack (z.B. Barock) zu modischen Veränderungen von Namen führte. Die Schreibweise der Familiennamen war daher noch bis in das 18. Jahrhundert Wechseln unterworfen.
Typisch für das Denken im 18. Jahrhundert war auch die übliche Praxis der Vergabe von sogenannten Leitnamen. Besonders beliebt, auch bei der Familie Schömbs bzw. Schembs, war etwa der Vorname "Johann", den fast jedes männliche Kind nach dem Vater vor seinem eigentlichen Namen führte, also "Johann Heinrich" usw. Es sollte gewährleistet sein, dass ein "Johann" die Familientradition des Vatervornamens weiterführt.
- 2.2 Bedeutung und Herkunft des Familiennamens
- Zur Klärung der Bedeutung unseres Familiennamens wurde die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden zu Rate gezogen. Nach einer Auskunft aus dem Jahr 1983[2][3] gehört der Familienname Schembs ebenso wie Schemp, Schempp, Schempf, Schems und Schimpp zu einem alten oberdeutschen Übernamen.
Der Name geht auf das mittelhochdeutsche "schimphaere", "schemphaere", "schimpfaere" zurück, was soviel bedeutet wie "Scherzmacher", "Spaßmacher", gelegentlich aber auch "Prahler" oder "Spötter". Die ursprüngliche Namensform unseres Familiennamens könnte daher vielleicht einmal "Schemph", "Schimph" o.ä.. gelautet haben.
Das mittelhochdeutsche Schemph, Schimph, Schimpf steht auch für "Scherz, Kurzweil, Spiel", insbesondere auch für das frühere ritterliche Kampfspiel. Schimphen bedeutet im Mittelalter soviel wie "scherzen, spielen, zur Kurzweil kämpfen" , aber auch "spotten, über einen spotten, verspotten". Schimpherie bedeutete "Scherz, lustiges Gelage". Ein Schimpfhus war demzufolge ein Haus für Spiel und Unterhaltung. Das mittelalterliche "Schimpf", "schimpfen" hat also mit dem heute abträglichen Begriff des "Schimpfens" nichts zu tun, sondern hatte eigentlich eine eher entgegengesetzte Bedeutung.
Mit dem Übernamen "Schemph, Schimph u.ä." bezeichnete man also früher einen aufgeschlossenen, geselligen, freundlichen, zu Kurzweil, Scherz, gelegentlich aber auch zu Spott und Prahlerei aufgelegten Menschen. Offenbar waren derartige Eigenschaften bei unseren Vorfahren so stark ausgeprägt, dass unser Familienname daraus entstand.
Von Otto Schembs, Frankfurt, wurde eine andere Variante zur Deutung des Familiennamens "Schembs" in den Raum gestellt.[4] Danach soll unser Familienname auf den in Rheinhessen und auch in der Pfalz schlechthin für ein "Original" stehenden Spitznamen "Schambes" zurückgehen. Auch in einem Brief von Franziska Schoembs (Offenbacher Linie) aus dem Jahr 1953 an Jaques Schoembs, Heidelberg wird die gleiche Vermutung angesprochen.
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| Wirtschaft "Zum Schambes" in Mainz |
- Der Ursprung für diesen Spitznamen reicht in die Franzosenzeit Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Während dieser Zeit erfreute sich der französische Vorname "Jean Baptiste" in Mainz und ganz Rheinhessen großer Beliebtheit und war weit verbreitet. Beim "Schambes" handelt es sich um die rheinhessische Dialektform dieses Französischen Vornamens.[5] Die große Verbreitung des Namens führte dazu, dass der "Schambes" mit der Zeit zum Begriff für ein Mainzer Original wurde und in vielen Witzen, Büttenreden und im Stadttheater aufgeführten Fastnachtspossen auftauchte, z.B. 1975 "Schambes, de Prinz von Mainz".[6]
In der Altstadt von Mainz (Augustinerstraße) gibt es auch eine Wirtschaft "Zum Schambes".
Die Verwendung der Anrede "Schambes" war im Alltag durchaus gebräuchlich. Sie wurde auch im Schriftverkehr benutzt, wie das nachstehende Beispiel eines Neujahrsgrußes aus dem Jahr 1918 belegt.
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Weihnachtskarte aus dem Jahr 1918
mit der Anrede "Lieber Schambes" |
- Auch aus Koblenz ist aus dieser Zeit eine ähnliche Spielerei mit dem französischen Vornamen "Jean" bekannt. Aus dem "Jean" machte der Volksmund dort den "Schängel". "Schängel" war die volkstümliche Bezeichnung für die Gassenjungen. Dem "Schängel" wurde in Koblenz mit dem Schängelbrunnen sogar ein Denkmal gesetzt.
Der Name. "Schömbs" bzw. "Schembs" muss nach der eingangs beschriebenen Erklärung aber schon lange vor der Franzosenzeit entstanden sein, so dass eine Verbindung unseres Familiennamens zu dem "Schambes" eindeutig ausgeschlossen werden kann.
Hier liegt sicher nur eine reizvolle Wortähnlichkeit ohne Bezug zu unserem Namen vor.
Wer in seiner Jugend fleißiger Karl May-Leser war und die Bände gelesen hat, die in Arabien spielen (z.B. Durchs wilde Kurdistan), hat dort - sicher unbemerkt - an etlichen Stellen auch den Namen "Schems" ("El Schems") gelesen. Es handelt sich um einen arabischen Vornamen, den Karl May mehrfach in seinen Werken verwendet hat.
Von einem ararbischen Autor "Muhammed Schems ed-Din Hafis, geboren 1326, Schiras" stammt das Buch "Der Diwan".
Auch in einem Artikel über "Die Geschichte des Kaffees" kommt der Name vor.
"....1554 eröffneten die beiden Kaufleute Hakim von Aleppo und Schems von Damaskus das erste Kaffeehaus auf europäischen Boden, in Konstantinopel..."
Die vorstehenden Erläuterungen zur Bedeutung und Herkunft unseres Familiennamens erfordern seit 2020 eine neue Betrachtung.
Im Radioprogramm des Südwestfunks (SWR1) konnten sich Hörer schon seit einiger Zeit unter dem Stichwort „Ihr Name im Radio “über den Ursprung und die Bedeutung ihres Familiennamens informieren lassen. Auch Reinhold Schembs hatte sich dafür „beworben“. Er bekam am 20.05.2020 Gelegenheit mit dem Onomastik-Professor Jürgen Udolph über die Herkunft des Familiennamens zu sprechen.
Zur Herkunft des Familiennamens verwies Prof. Udolph auf eine Quelle aus dem Jahr 1938, in der er den für ihn entscheidenden Hinweis fand. Die Quelle auf die sich seine Auskunft bezog war eine Veröffentlichung von Johannes Frey (1938): Heiligenverehrung und Familiennamen in Rheinhessen. Auf Seite 22 heißt es dort: „Vielerorts wird Johannes Baptist trivialisiert zu Schambes. Man könnte darum versucht sein, die Familiennamen Schömbs 1650 in Undenheim, 1807 in Hessloch, Schömingen und Schömig 1752 in Planig und Schemes 1700 in Pfaffen-Schwabenheim hierher zu rechnen. Sie gehen aber auf „Sconibert“ zurück, Schönbart 1494 “.
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Heiligenverehrung und Familiennamen zum Vergrößern klicken |
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Textauszug, Seite 22 zum Vergrößern klicken |
- Zur Entstehung und Bedeutung des Namens „Schönbart“ bzw. „Schembart“ gibt es in den einschlägigen Werken und Wörterbüchern (z.B. Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm, 1893, Brockhaus, Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Mathias Knobloch, 1932, usw.) zahlreiche Erklärungen.
Fest steht, dass die ursprüngliche Schreibweise und Bedeutung sehr weit zurückreicht und wohl zwischen 1300 und 1500 liegt.
„Schönbart“ bzw. „Schenbart“ „Schembart“, danach in weiteren Varianten wie schonpert, schömpart, scheinpart (16. Jh.). geht danach auf das mhd. „schem(e) bart, (verlarvte, maskierte Erscheinung“,zurück und bedeutete Gesichtsmaske oder Larve), Schemen (‘Maskenbart’), frühhd. schemper (15. Jh.), Später folgte eine Angleichung an bekanntere Wörter. Infolgedessen erfolgte die volksetymologische Umdeutung zu schöne part (15. Jh.), mnd. Sconebart, Schönbart m.
Letztlich lässt sich festhalten, dass der als Familienname schon 1494 bezeugte Name „Schönbart“ auf den uralten Begriff für Maske, Larve, eventuell Maske mit integriertem schönen Kinnbart, zurückgeht. Die frühere mittelalterliche Schreibweise „schem (e) bart wurde an die Neuzeit angepasst und zu „schönbart“. Untrennbar mit dem Ursprung des Namens verbunden ist das frühere Maskentreiben, welches schon aus dem Mittelalter überliefert ist. Besonders und bis in die heutige Zeit ist der Brauch in Nürnberg erhalten. Dort gibt es das sogenannte „Schönbartlaufen“ bzw. „Schembartlaufen“ seit 1449 und war ursprünglich der Metzgerzunft vorbehalten. Der Brauch wird in Nürnberg noch heute gepflegt.
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Nürnberger Schembart-Gesellschaft zum Vergrößern klicken |
- Was bedeutet diese neue Deutung des Namensursprungs für unseren Familiennamen Schömbs bzw. Schembs? Man wird wohl zwei mögliche Erklärungen in Betracht ziehen müssen.
Geht man bis zum weit zurückliegenden mittelalterlichen Ursprung des Begriffs für „Maske, Larve mit Bart“ zurück, könnten unsere Vorfahren ihren Namen unmittelbar durch das vielleicht besonders ausgeprägte aktive Tragen einer solchen Maske oder Larve“ verdanken.
Zu späterer Zeit, also nach der Umdeutung in Schembart-Schönbart, könnte der Name aber tatsächlich für einen Zeitgenossen mit schönem Bart verwendet worden sein, also entsprechend der deutschen Bedeutung für dieses Wort (Mann mit schönem Bart).
Beides ist gut denkbar.
Die bisherige Erklärung des Familiennamens, der auf das mittelalterliche „Schempp, Schimpf“, zurückzuführen sein soll, was im Mittelalter so viel wie „Scherz, Spiel, Spott“ bedeutete, lässt auf jeden Fall aber auch die deutliche „Verwandtschaft“ zur neuen Erklärung erkennen. In beiden Fällen sind gleiche bzw. ähnliche Eigenschaften und Aktivitäten der Namensträger Grundlage der Erklärungen.
„Spiel, Tanz und Spaß“ sind Merkmale, die zweifellos auch mit dem „Schönbartlaufen“, Maskenlaufen und fastnachtlichen Treiben in Verbindung zu bringen sind. Eine enge „Verwandtschaft“ dieser beiden Erklärungen ist daher stark zu vermuten.
In der Veröffentlichung von Johannes Frey, in der er das Vorkommen der Familiennamen in einzelnen rheinhessischen Orten anführt, fällt in Bezug auf die Familie Schömbs in Undenheim die Jahreszahl 1650 auf. Es ist nicht ersichtlich, wie er auf diese Jahreszahl kam. Möglicherweise handelt es sich dabei um einen Fehler oder er hatte dafür eine unbekannte Quelle. Alle bisher durchgeführten Nachforschungen konnten jedenfalls keinen Hinweis darauf erbringen, dass die Familie schon vor 1691/1692 in Undenheim war. Wenn die Jahreszahl 1650 stimmen würde, hätte sich die Familie schon 40 Jahre in Undenheim aufgehalten und der Urvater Zacharias Schömbs war möglicherweise dort 1645 sogar geboren worden. In der Zeit um 1640, also noch zu Zeiten des 30 jährigen Kriegs war Undenheim wohl komplett unbewohnt. Erst 1650 kamen erste Heimkehrer zurück nach Undenheim wie das reformierte Kirchenbuch von Undenheim aufweist. Mitglieder der katholischen Schömbs-Familie sind darin nicht erfasst und auch nicht anderweitig bekannt. In den beiden ersten Jahrzehnten nach 1650 gab es eine sehr starke Bevölkerungsfluktuation. Manche kamen neu in die Pfalz um sich in dem entvölkerten Land anzusiedeln, zogen aber oft auch wieder weiter. Aber auch in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts gab es keine Ruhe. 1665/1666 hausten die Lothringer im Land; die Bevölkerung musste fliehen. Zudem raffte die Pest in Undenheim 61 Bewohner dahin. Mitte der 1670er Jahre verheerten französische Truppen die Pfalz. Wieder waren die Einwohner von Undenheim auf der Flucht. Noch 1680 lagen Äcker, Wiesen und Weinberge in Undenheim wüst. Noch schlimmer kam es dann im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689-1695. Im reformierten Kirchenbuch fehlen aus dieser Zeit völlig die Eintragungen. Wieder flüchteten die Undenheimer Einwohner vor den Verwüstungen, meist ins Rechtsrheinische, zum Teil auch an den Niederrhein, von wo in den vorangegangenen Jahrzehnten zahlreiche Siedler in die Pfalz gekommen waren.
Infolge der Kriegshandlungen in diesen unruhigen Zeiten gibt es nur wenige Aufzeichnungen zur Bevölkerung. Zerstörungen und Plünderungen besorgten den Rest.
In der sehr ausführlichen Ortsgeschichte von Undenheim von Walter Schwamb sind alle bekannten Undenheimer Einwohner aufgelistet, auch die Namen der „Ureinwohner“ erscheinen dort. Die Schömbs sind vor 1691 nicht erwähnt. Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass die Familie tatsächlich schon 1650 in Undenheim gewesen sein soll.
Bei der Angabe 1650 ist daher eher ein Fehler anzunehmen.
- 2.3 Unterschiedliche Schreibweisen des Familiennamens
- Zu Beginn der Forschungsarbeit fanden sich zahlreiche unterschiedliche Namensbelege für die Familie, wobei die Schreibweise "Schembs" bzw. "Schömbs" eindeutig dominierte.
Der Familienname in der genannten Form beschränkte sich dabei vorwiegend auf den südwestdeutschen Raum mit dem Schwerpunkt in Rheinhessen (Umkreis Mainz bzw. Worms).
Unzweifelhaft haben aber auch die Vorfahren der zahlenmäßig wesentlich wenigeren, heute außerhalb dieser Region festzustellenden Familien Schembs bzw. Schömbs-Familien, ihre Wurzeln in Rheinhessen und gehen alle auf Zacharias Schömbs als "Stammvater" zurück.
Aus Mainz stammt die wohl älteste Namensnennung. Dort wird 1330 in einer Mainzer Urkunde vom 15.9.1330 ein "Emerchone dictus Schempe" als Ratsmitglied erwähnt.[7]
Eine ähnliche Schreibweise findet sich ebenfalls in einer Mainzer Urkunde aus dem Jahr 1691. Neben dem erwiesenermaßen zu unserer Familie gehörenden Zacharias Schimpfs ist dort ein "Vicarii Schemp" dokumentiert.[8]
Aus dem gleichen Jahr 1691 gibt es aus Lampertheim einen ähnlich klingenden Namensbeleg von "Paul Schemb". Schemb fungierte in Lampertheim als Taufzeuge bei der evangelischen Taufe von Paul Clotz. Der Vater des Täuflings, Johann Peter Clotz, stammte aus Worms, die Mutter Anna Salome Beyer aus Lampertheim.[9]
Ob in den genannten Fällen tatsächlich ein Bezug zu unserer Familie und unserem Familiennamen besteht, ist unbekannt. Zumindest besteht Namensähnlichkeit. Alles Weitere ist aber reine Spekulation und völlig ungewiss.
In Mainz selbst ließen sich jedenfalls bei Durchsicht alter Bürgerlisten keine Belege für eine Verbindung zu unserer Familie finden.
Anders verhält es sich bei dem in der nachstehenden Aufstellung enthaltenen Namensbeleg "Schemes" in Zusammenhang mit "Kassel".
Hier spricht einiges für eine Zugehörigkeit zur Familie Schömbs / Schembs. Zum einen ist in Zusammenhang mit Kassel einmal "Schemes" und einmal "Schems" belegt.[10]
Zum anderen ist unserer Familiennamen in Rheinhessen zumindest in einem Falle ebenfalls als "Schemes" urkundlich erwähnt.[11] Hier steht eindeutig fest, dass es sich dabei um Mitglieder unserer Familie handelte (Zacharias Schömbs und Hermann Schömbs).
Nach einer Auskunft des Undenheimer Heimatforschers Dr. Curschmann vom 04.11.1987 hat er in Undenheim folgende Namensschreibungen festgestellt:
| Einwohnerverzeichnis 1695, vom reformierten Pfarrer erstellt: |
Schems |
| Untertanenverzeichnis des kurzpfälzischen Oberamts Alzey 1698 |
Schemes |
| Evang. Pfarrprotokoll Undenheim 1695 ff.: (Vertrag von 1715) |
Schems, Hermann |
| Katholische Kirchenbücher Undenheim (zwischen 1754 und 1781) |
Schems |
| Kath. Kirchenbücher Undenheim (in den Jahren davor und danach) |
Schömbs |
- Zum Zeitpunkt des Beginns der Forschung fanden sich folgende älteren Namensbelege:
| Kassel |
Anton Schemes und Tochter Wilhelmine Friederike 1742 |
| Carlshafen/Weser |
Anton Schems, Hausfourier aus Kassel, gestorben am 18.12.1757 im Alter von 98 Jahren |
| Darmstadt |
Johann Georg Schemes, Kammerfurier (Hofdiener) zu Darmstadt (1770) |
| Gabsheim |
Johann Adam Schems, 1766 nach Ungarn ausgewandert |
| Offenbach |
Hans Schömbs, 1943 Ahnentafel durch Otto Reichert |
| Undenheim |
Zacharias Schömbs, 1707 in Undenheim mit 62 Jahren gestorben (identisch mit Zacharias Schimpfs bzw. Zacharias Schemes, siehe oben) |
| Wo-Herrnsheim |
Henrich Schembs, Küfermeister, Sohn des Henrich Schembs aus Undenheim (Heirat am 28.1.1738 mit Catharina Elisabeth Holtzemer)
Gertrud Schembs, Tochter des Henrich Schembs, Herrnsheim (Heirat am 7.8.1785 mit Johann Peter Schmitt)
Andreas Schembs, Witwer, Bäcker in Herrnsheim (Heirat am 8.4.1777 mit Anna Maria Götz) |
- Desweiteren sind aus Herrnsheim folgende Namensnennungen bekannt:[12]
- Schemß
Kristoph jun., 26 J., Ackersmann
Karl, 56 J., Ackersmann
Valtin, 59 J., Taglöhner
Kristoph, 44 J., Taglöhner
Mathes, 35 J., Ackersmann
Philipp, 56 J., Ackersmann
Katharina, 57 J., Witwe
Jacob, 24 J.
1849 wanderte Mathias Schömbs, ein Bauer mit 7 Kindern, aus Herrnsheim nach Amerika aus
In Worms hat sich ebenso wie in Laubenheim die Schreibweise "Schembs" durchgesetzt
- Wie eingangs schon erwähnt gab es aus dem Jahr 1760 ("Hof-Stands-und Staatskalender 1760"des Fürstlichen Hofstiffts Würtzburg und Hertzogthum Francken) einen Eintrag auf den Namen Johann Valentin Schoembs "Wintzenhofen" (heute Winzenhofen in Baden-Württemberg).
Nachforschungen nach der Herkunft von Johann Valentin Schoembs ergaben, dass es sich dabei um den 1718 geborenen Sohn von Johann Philipp Schömbs handelte. Johann Valentin Schömbs wurde Geistlicher und trat in Herrnsheim, dem späteren Wohnort seines Bruders Andreas Schömbs 1756 als Trauzeuge bei dessen Hochzeit sowie bei der Geburt dessen Sohnes Valentin als Taufpate in Erscheinung.
- Zusammenfassend ließen sich in Deutschland folgende Schreibweisen des Familiennamens feststellen:
| Schemes |
Schimbs |
Schempe |
| Schemß |
Schimpfs |
Schemp |
| Schems |
Schömbs |
Schemb |
| Schembs |
Schoembs |
Schempp |
| Bei Schempe, Schemp, Schemb, Schempp Zugehörigkeit zu unserer Familie zweifelhaft bzw. unbekannt |
- Bis heute erhalten hat sich die Schreibweise "Schömbs, Schoembs und Schembs".
Diese Namen sind immer noch vorwiegend im südwestdeutschen Raum um Mainz und Worms anzutreffen. Nähere Angaben zur Verbreitung des Namens in Deutschland siehe unter Kapitel 2.4.
Wie eingangs erwähnt, liegen mit "Schimpfs", "Schems", "Schemes", "Schömbs" ganz unterschiedliche Schreibweisen aus der Zeit um 1700 vor. Durchgesetzt hat sich in den Kirchenbüchern und später auch in den Standesamtsbüchern aber letztlich "Schömbs" bzw. als Einzelfall "Schoembs", in einzelnen Orten (Herrnsheim und Laubenheim) auch "Schembs"
In Amerika gibt es mit "Schambs", "Schombs" und sogar "James" weitere Namensvarianten. Aber auch diese Namen gehen allesamt eindeutig auf unsere Familie zurück.
Überraschenderweise fand sich schon vor einiger Zeit auch noch ein Familienzweig der sich "Schems", schreibt, so wie eigentlich bisher nur in alten Kirchenbüchern gefunden, also ohne "b".
Wie Nachforschungen ergaben, handelt es sich bei der betreffenden Familie um "Russlanddeutsche". Die Familie siedelte vor ein paar Jahren nach Deutschland um und lebt heute in Bad Sachsa.
Ein Kontakt mit Elfriede Schems (geboren 1924) ergab, dass sie mit 5 Kindern nach Deutschland kam. Mit Sohn Helmut und Enkel Wladimir bestand ebenfalls Telefonkontakt. Alle sprechen das typische Russland-Deutsch, verstehen aber gut die deutsche Sprache.
Laut Elfriede Schems lebten sowohl ihre Eltern, als auch schon ihre Großeltern in Russland.
Anfang der Zwanziger Jahre war die Familie kurz in Deutschland, wo Elfriede Schems 1924 zur Welt kam. Die Familie ging aber schon 1927 wieder nach Russland zurück und lebte dort im Kaukasus, später nach Vertreibung durch Lenin im Kasachstan. Der Vater von Elfriede war Vorarbeiter auf einer landwirtschaftlichen Kolchose.
Über die Herkunft der Vorfahren (auf jeden Fall aber deutschstämmig) gibt es innerhalb der Familie keine Überlieferungen. Die Einwanderung nach Russland scheint weit zurückzuliegen.
Über die Herkunft kann daher nur spekuliert werden.
Bei der Familien handelt es sich vielleicht um Nachfahren des 1766 mit dem Ziel Ungarn ausgewanderten Johann Adam Schems aus Gabsheim. Vielleicht änderte er sein Ziel oder die Familie wanderte später nach Russland weiter.
Vielleicht handelt es sich aber sogar um Nachfahren von Auswanderern aus dem Rheinland (heutiges Nordrhein-Westfalen). Dort ist der Familienname "Schems" bereits im Jahr 1665 (Soest) belegt. Eine Rückverfolgung nach Russland wird aufgrund der Gegebenheiten wohl heute nicht mehr möglich sein.
Zumindest 1997 lebte in Bürstadt ebenfalls ein Träger des Namens "Schems" nämlich "Reinhold Schems". Dessen Spur hat sich allerdings leider verloren. Es ist zu vermuten, dass die Herkunft in die gleiche Richtung geht.
Die Schreibweise "Schems" fand sich auch auf einer brasilianischen Webseite (BRAZILGENWEB). In einer mit 1826 datierten Immigranten-Liste sind sowohl der Familienname "Schems", als auch die Schreibweisen "Schömbs" und "Schöms" aufgeführt. Wie weitere Nachforschungen von Jim Schembs ergaben, lebte ein Brasilien-Auswanderer aus unserer Familie Thomas Schömbs in Brasilien dort unter dem Familiennamen "Schemes". Es bestehen Kontakte mit den Nachfahren von Thomas Schömbs.
Auch von Johann Georg Schömbs (* 1801 Hahnheim), verheiratet mit Theresia Horn wissen wir, dass im Jahr 1846 eine Auswanderung nach Brasilien bzw. nach Algerien geplant war. Wie Jim Schembs in Amerika im Jahr 2008 herausgefunden hat, wanderte Johann Georg Schömbs mit seiner Familie aber später tatsächlich nach Amerika aus.
Wie eingangs erwähnt, ergaben sich Abweichungen von dem ursprünglichen Familiennamen in der Regel eher aus Zufälligkeiten. Es sind aber auch Fälle bewusst abweichender Namensschreibungen bekannt, etwa nach Streitigkeiten innerhalb von Familien, zum Beispiel über Erbschaftsangelegenheiten. Einzelne Familienmitglieder legten sich danach bewusst eine andere Schreibweise des Familiennamens zu, um sich von der unliebsamen "Verwandtschaft", abzugrenzen bzw. zu unterscheiden. Heute wäre eine Änderung des Familiennamens aus solchen Gründen allerdings kaum realisierbar.
Völlig andere Gründe hatten Namensänderungen bei einem Teil der ausgewanderten Familienangehörigen. In Amerika wurden deutsche Familiennamen häufig "amerikanisiert".
Dies geschah zum einen aus praktischen Gründen, zum anderen bedingt durch einen gewissen Druck auf "deutschstämmige", während der Weltkriege, was vereinzelt zu stärkerer Anpassung führte.
Wie die Nachforschungen von Jim Schembs in Amerika ergaben, gab und gibt es in den USA neben den bis heute festzustellenden ursprünglichen Namensformen "Schömbs/Schoembs und Schembs" auch noch die Schreibweisen "Schambs, Schombs, James" und in Brasilien "Schemes".
In Amerika gab es aber auch noch ganz andere, eher kuriose Gründe für Namensveränderungen, wie die folgende Anekdote über "George Lawrence Fiegenschuh" (der Vater von ihm war 1840 aus dem Elsass nach Amerika ausgewandert ) zeigt.
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Foto ca. 1890: Figenshu George L., barber, 2216 Market Street
Die Beschriftung auf der Markise lautet: G.L. FIGENSHU. HAIR CUTTER |
- Fiegenschuh arbeitete als Friseur im Friseurgeschäft von Peter Schembs in Philadelphia (siehe
Laubenheimer Linie D). Später übernahm er den Friseurladen von Peter Schembs.
Das Geschäft befand sich in einem sehr schmalen Haus. Als Fiegenschuh das Geschäft übernahm
und eine Markise mit seinem Namen über dem Eingang anbringen wollte, stellte er fest, dass sein
langer Name wegen des schmalen Zuschnitts des Hauses nicht auf die Markise passte. Deshalb verkürzte er kurzerhand seinen Namen und ließ einfach 3 Buchstaben weg
(" Fi(e)gens(c)hu(h)") Die Familie schreibt sich seitdem so wie der Schriftzug auf der Markise
" F i g e n s h u ".
- 2.4 Auftreten und Verbreitung des Namens in Deutschland
- Die regionale Verbreitung der Familien "Schömbs, Schoembs und Schembs" wurde 1995 erstmals genauer anhand der deutschen regionalen Telefonbücher[13] wie folgt ermittelt:
Die Auswertung machte den Kernbereich Rheinland-Pfalz (Rheinhessen) sowie die "Auswanderung" hauptsächlich in die unmittelbar angrenzenden Bundesländern deutlich.
Auch zeigt sich, dass der ursprüngliche Name "Schömbs" etwas weiter verbreitet ist als die abweichende Schreibweise "Schembs".
| BUNDESLAND |
Telefonbuchbereich |
Einträge Schömbs |
Einträge Schoembs |
Einträge Schembs |
| Rheinland-Pfalz |
63, 80 |
28 |
|
44 |
| Hessen |
58, 59, 60, 61, 62, 64, 77 |
20 |
2 |
13 |
| Baden-Württemberg |
76, 78, 83, 86, 89, 90 |
13 |
|
|
| Bayern |
94, 99, 100 |
3 |
2 |
5 |
| Nordrhein-Westfalen |
36 |
3 |
|
|
| Berlin |
1 |
3 |
3 |
|
| Niedersachsen |
13, 20 |
2 |
1 |
|
| Schleswig-Holstein |
3 |
1 |
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| G e s a m t Einträge Schömbs (143) |
73 |
8 |
62 |
| Bei festgestellten insgesamt 143 Einträgen konnte man zum damaligen Zeitpunkt unter Zugrundelegung von ungefähr 2-3 Personen pro Haushalt von ungefähr 300 bis 400 Namensträgern in Deutschland ausgehen. |
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Karte Rheinland-Pfalz (mit Kerngebiet der Familie "Rheinhessen") |
Karte Rheinhessen-Pfalz (mit den wichtigsten Familienstandorten Undenheim, Laubenheim und Herrnsheim) |
- Eine neue Erhebung im Jahr 2007 (Auswertung Einträge Deutsches Telefonbuch -Stand Oktober 2007-) zeigt folgende Veränderungen bzw. folgenden aktuellen Stand, wobei der Schwerpunkt der Namensnennungen unverändert im "Kerngebiet" der Familie im Südwesten Deutschlands liegt:
Aus den insgesamt 155 Telefonbucheinträgen lässt sich die Zahl der Namensträger in Deutschland weiterhin auf ungefähr 300 bis 400 Personen schätzen.
Telefonbucheinträge Schömbs/Schoembs, Schembs Deutschland - Verteilung auf Landkreise - (155)
Rheinland-Pfalz: (82)
Mainz-Bingen (26), Mainz (13), Alzey-Worms (11), Bad-Kreuznach (5), Donnersberg (5), Kaiserslautern (1), Worms (21)
Hessen: (29)
Bergstraße (9), Frankfurt (4), Lahn-Dill (4), Darmstadt (2), Darmstadt-Dieburg (3), Groß-Gerau (1), Main-Taunus (1), Hochtaunus (1), Wetterau (1), Wiesbaden (2), Odenwald (1)
Baden-Württemberg: (14)
Heidenheim (4), Heidenheim Krs. (1), Biberach (1), Tübingen (1), Böblingen (1), Esslingen (1), Ludwigsburg (1), Karlsruhe (1), Nürnberg (1), Kitzingen (1), Mannheim (1)
Bayern: (11)
Oberallgäu (1), München (3), Passau (1), Fürth (2), Regensburg (1), Berchtesgadener Land (1), Nürnberg (2), Arnsbach (1)
Berlin: (4)
Berlin (4)
Niedersachsen (3)
Schaumburg (1), Emsland (1), Emden (1)
Nordrhein-Westfalen: (1)
Krefeld (1)
Schleswig-Holstein: (1)
Kiel (1)
Hamburg: (1)
Hamburg (1)
Unklare: (9)
Insgesamt 155 Einträge
- Die Aufteilung der einzelnen Schreibweisen auf die Bundesländer ist auch aus den nachfolgenden Diagrammansichten sowie der anschließenden Gesamtansicht Deutschland ersichtlich:
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- Karte Deutschland Telefonbucheinträge Schömbs/Schoembs/Schembs (155) (Verteilung auf die Bundesländer)
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- Auch ein Blick in das Ausland, speziell in die USA, ist ganz interessant, denn dank der intensiven Familienforschungsarbeit von Jim Schembs in Amerika, wissen wir heute, dass die Zahl der Namensträger in den USA viel höher ist als ursprünglich angenommen.
Die aktuelle Auswertung der Telefonbücher (Stand 2007) in den USA stellt dies eindrucksvoll unter Beweis, denn dort finden sich beachtliche 97(!) Einträge von Namensträgern unserer Familie.
Unter Einbeziehung der zugehörigen Familienmitglieder dürfte sich die Zahl der Namensträger in Amerika daher heute auf etwa 200-300 Namensträgern belaufen.
Zur Aufteilung der einzelnen Schreibweisen auf die Bundesstaaten der USA siehe Diagrammansichten und Karte der USA unter Punkt 5.: "Auswanderungen von Mitgliedern der Familie Schömbs / Schembs nach Amerika".
In anderen Ländern der Erde gibt es nur vereinzelt Namensträger, etwa in den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich, Russland und Brasilien.
- Verbreitung der Nachfahren von Zacharias Schömbs in der ganzen Welt:
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- Nach Auswertung der Telefonbucheintragungen (nur Deutschland und USA) kann man heute wohl noch von ca. insgesamt 500 – 600 Namensträger in der Welt ausgehen.
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- ANMERKUNGEN:
- [1] Laubenheimer Einwohnerliste aus dem Jahr 1551 "Die Einwohner des Kurmainzischen Amtes Olm 1551-1554 "Paulus von Durtzweyller, Hanns von Castel, Gerhart von Hexheim"
- [2] Auskunft der Gesellschaft für Deutsche Sprache, Wiesbaden, vom 09.08.1983
- [3] siehe auch Brechenmacher, Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen sowie Heintze-Cascorbi, Die.deutschen Familiennamen zur Bedeutung des Familiennamens Schemp(p), Schempf bzw. Schimp(p)f
- [4] Brief von Otto Schembs (1901-1972), Frankfurt, aus dem Jahr 1965 an William Wayne Schembs, USA, zitiert in "Study of all the Schembs immigrants to America, their lives, and their descendants" von J.D. Schembs,USA
- [5] siehe Kart Schramm, Mainzer Wörterbuch, Erläuterung des Dialektworts "Schambes". Auch in der "Rheinhessischen Volkskunde" von Wilhelm Hoffmann, S. 167, ist der "Schambes" als Übersetzung von Johann Baptist erwähnt.
- [6] siehe Roesgen-Gierlichs, Das Mainzer Volksbuch, S. 175
- [7] wie Auskunft der Gesellschaft für Deutsche Sprache, Wiesbaden, vom 09.08.1983 und Brechenmacher, Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen sowie Heintze-Cascorbi, Die.deutschen Familiennamen zur Bedeutung des Familiennamens Schemp(p) , Schempf bzw. Schimp(p)f. Die genannte Urkunde ist dort jeweils erwähnt.
- [8] siehe Kap. B "Die Undenheimer Schömbs, Zff.1 Protokollbuch St. Alban, 1691, Pachtvergabe an Zacharias Schimpfs,
- [9] Auskunft Evangelische Lukasgemeinde Lampertheim vom 17.10.1984
- [10] wie Anmerkung 2. Erwähnung von Schemes bzw. Schems in Kassel
- [11] Untertanenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamtes Alzey aus dem Jahr 1698
- [12] Otto Bardong, Herrnsheim 771-1971 (Ortschronik)
- [13] Adress- und Telefonauskunft Deutschland "Dinfo" CD Stand 1995
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