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- Einleitung
1. Herkunft der Familie
- Die Frage nach dem "Woher", also nach den Wurzeln der Familie, ist naturgemäß eine der interessantesten Fragen der Familienforschung. Irgendwann macht sich sicher jeder einmal Gedanken darüber, wer wohl seine Vorfahren waren, unter welchen Bedingungen und wo sie lebten und ob sie möglicherweise über Jahrhunderte hinweg bestimmte Eigenschaften, z.B. ein ähnliches Wesen oder Aussehen, "vererbt" haben. Derartige Gedanken lagen letztlich auch den Nachforschungen zur Geschichte der Familie, die sich zunächst auf die eigene Familie "Schembs" beschränkten, zugrunde.
Laubenheim in Rheinhessen, heute ein Vorort der Stadt Mainz, war Ausgangspunkt der Nachforschungen zur Familiengeschichte. Die Ermittlung der eigenen direkten Vorfahren und deren Geschwister in Laubenheim stand am Anfang der Forschungsarbeit.
Die Familie Schembs lebte hier schon seit Jahrzehnten. Seit wann genau und wie die hier lebenden Schembs-Familien untereinander verwandt waren, war aber nicht oder nur bruchstückhaft bekannt. Die eigenen Vorfahren waren namentlich bis zum Groß- und Urgroßvater bekannt. Insgesamt lagen aber zur Familie und den Vorfahren nur wenige Überlieferungen vor. Zum einen starben Großvater und Urgroßvater schon relativ früh, was zweifellos zu großen Informationsverlusten führte. Zum anderen hatte wohl zuvor auch noch niemand Interesse an der Erforschung der Familiengeschichte gezeigt.
Die Geschichte der Familie musste daher zu Beginn der Forschungsarbeit im Jahr 1982 Stück für Stück und Vorfahre für Vorfahre mühsam zurückverfolgt werden.
Wie schon erwähnt, war die Familie Schembs schon von alters her in Laubenheim ansässig. Wann genau war sie aber nach Laubenheim gekommen?
In einer Einwohnerliste von Laubenheim aus dem Jahr 1551 [1] war die Familie Schembs ebenso wenig aufgeführt wie in einem Einwohnerverzeichnis von 1670.[2]
Die Familie musste also später nach Laubenheim gekommen sein.
Als Quelle für die weiteren Nachforschungen dienten die katholischen Kirchenbücher von Laubenheim, denn die Familie war katholisch. Bei der Durchsicht der Kirchenbücher stellte sich zunächst heraus, dass der Familienname dort erst nach 1862 in der heutigen Schreibform eingetragen wurde. Vorher lauteten alle Eintragungen auf "Schems". Der Name "Schems" ist dann im Kirchenbuch zurückzuverfolgen bis in das Revolutionsjahr 1793. Mit dem in diesem Jahr am 14.8.1793 im Alter von 50 Jahren in Laubenheim gestorbenen Johann Schems endeten die Eintragungen unsere Familie betreffend im Laubenheimer Kirchenbuch.
Hinweise seit wann Johann Schems in Laubenheim lebte und wo er herstammte gab es keine.
Die systematische Auswertung des Laubenheimer Kirchenbuches ergab aber eindeutig, dass alle nachfolgenden Laubenheimer Familien "Schembs" von jenem Johann Schems abstammten. Er war also der Stammvater aller Laubenheimer "Schembs".
Zugleich konnten nun die Verwandtschaftsverhältnisse der Laubenheimer Schembs-Familien untereinander eindeutig geklärt werden.
Der nächste Schritt galt der Klärung der Frage, wo Johann Schembs lebte, bevor er um etwa 1780 in Laubenheim auftauchte.
Da die Kirchenbücher in Laubenheim keinerlei Hinweise gaben, war dies ein recht schwieriges Unterfangen und es dauerte einige Zeit, bis es gelang.
Der Familienname Schembs kam in Rheinhessen, wie sich anhand der Durchsicht von Telefonbüchern herausstellte, noch einige Male vor und zwar auffallend häufig in Worms und unmittelbarer Umgebung. Schriftliche Anfragen bei Schembs-Familien in Worms blieben leider unbeantwortet. Es stellte sich dann bei weiteren eigenen Nachforschungen im Stadtarchiv Worms aber bald heraus, dass die Spuren der Wormser "Schembs" nach Undenheim/Rheinhessen führten.
Die Durchsicht der dortigen katholischen Kirchenbücher ergab, dass es in Undenheim früher jede Menge Familien mit dem Namen "Schömbs" gab. Der Familienname "Schembs" kam dort aber nicht vor.
Erst bei einer weiteren genaueren Auswertung der Undenheimer Kirchenbücher stellte sich dann heraus, dass die Vorfahren der Wormser "Schembs" tatsächlich aus Undenheim stammten und dort noch unter dem Familiennamen "Schömbs" lebten.
Dies war eine sehr interessante und wichtige Feststellung für die Nachforschungen, denn bisher war immer davon ausgegangen worden, dass die "Schembs" mit den "Schömbs" nichts zu tun hatten, also nicht verwandt waren.
Die Änderung der Schreibweise des Familiennamens war also offenbar ausschließlich auf den Ortswechsel zurückzuführen. Dies konnte dann natürlich auch bei unserer Familie der Fall gewesen sein.
Die weiteren Nachforschungen konzentrierten sich daher auf die Frage, ob unsere Vorfahren möglicherweise ebenfalls aus Undenheim stammten.
Wie bereits erwähnt, war unser erster Laubenheimer Vorfahre, Johann Schems, laut Kirchenbuch 1793 mit 50 Jahren verstorben. Er musste daher um 1744 geboren sein. Da derartige Altersangaben früher nicht immer exakt stimmten, mussten deshalb auch die davor und dahinter liegenden Jahre beachtet werden.
In Undenheim waren in den Jahren 1743-1745 mehrere "Schömbs" mit dem Vornamen Johann geboren worden. Eine Verbindung zum Laubenheimer Johann Schems war in den Undenheimer Kirchenbüchern zunächst nicht feststellbar, fand sich dann aber überraschend doch noch in Laubenheim und zwar bei den Kindern von Johann Schems.
Diese waren beim Zuzug der Familie in Laubenheim im heiratsfähigen Alter, so dass vielleicht in Heiratsurkunden mit Herkunftsangaben zu rechnen war.
In den katholischen Kirchenbüchern war dies allerdings nicht der Fall. Aus der fraglichen Zeit um 1800 standen aber als weitere Quelle erstmals auch Standesamtsbücher zur Verfügung.
Diese waren von der damaligen Besatzungsmacht Frankreich durch Napoleon bei uns eingeführt worden.[3] Teilweise erfolgten die Eintragungen in dieser Zeit vollständig in französischer Sprache.[4]
Die Durchsicht der Standesamtsbücher von Laubenheim im Mainzer Stadtarchiv ergab dann tatsächlich den Beweis, dass auch unsere Laubenheimer Vorfahren aus Undenheim stammten und sich dort noch "Schömbs" schrieben.
Zunächst stellte sich überraschenderweise heraus, dass die beiden Söhne von Johann Schems, Andreas und Johann, auf der Heiratsurkunde aus dem Jahr 1803 mit dem Familiennamen "Schömbs" unterschrieben hatten, obgleich der Name in der Urkunde selbst mit "Schembs" eingetragen war.[5]
Der endgültige Beweis, dass die Geschwister und damit auch die Eltern aus Undenheim stammten und eigentlich den Familiennamen "Schömbs" trugen, ergab sich aus zwei weiteren standesamtlichen Urkunden der Kinder von Johann Schems. Sowohl in der Sterbeurkunde von Johann Schembs aus dem Jahr 1805 [6], als auch in der Sterbeurkunde seiner Schwester Catharina Schembs aus dem Jahr 1836 [7] war als Geburtsort "Untenheim" eingetragen. Die Geburtseinträge der Kinder von Johann Schems konnten dann bis auf Andreas Schembs im Undenheimer Kirchenbuch tatsächlich festgestellt werden.[8]
Auch der Geburtseintrag unseres ersten Laubenheimer Vorfahren, Johann Schems, konnte nun im Undenheimer Kirchenbuch ermittelt werden.[9]
Auch war es nun möglich, die weitere direkte Vorfahrenslinie von Johann Schems, der eigentlich "Schömbs" hieß, in Undenheim zu ermitteln.
Zur Klärung der Frage, seit wann die Familie Schömbs in Undenheim lebte, wurden die Kirchenbucheintragungen bis zum Beginn des Kirchenbuches 1707 zurückverfolgt.
Der Familienname "Schömbs" war dort zahlreich vertreten und fand sich viele Jahrzehnte bis zum Jahr 1707, also bis zum Anfang des Buches. Die Familie war also offensichtlich schon vor 1707 in Undenheim.
Das Kirchenbuch von Undenheim konnte aber die Frage, seit wann die Familie "Schömbs" genau in Undenheim ansässig war, nicht beantworten.
Dass es dennoch gelang, die Geschichte der Familie noch etwas weiter zurückzuverfolgen, ist dem glücklichen Zufall zu verdanken, dass es in Undenheim mit Dr. Curschmann einen sehr aktiven Heimatforscher gab, der die Geschichte seines Heimatortes Undenheim recht genau erforscht hatte. Aus dem Schriftverkehr mit ihm und aus seinen zahlreichen Veröffentlichungen über Undenheim ergab sich, dass die Familie Schömbs in Undenheim eine nicht unbedeutende Rolle gespielt hatte und schon mindestens seit 1695 in Undenheim wohnte, denn in diesem Jahr wird sie in einem Einwohnerverzeichnis erstmals erwähnt.[10] Sie konnte aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange in Undenheim gelebt haben. Wann und von wo war sie aber zugezogen?
Aus der Ortsgeschichte von Undenheim ergab sich, dass viele Mitglieder der Familie Schömbs Hofmänner auf dem St. Albans-Hof in Undenheim waren. Dieser Hof gehörte dem Mainzer Ritterstift St. Alban, einem ehemals sehr bedeutenden und mächtigem Kloster im Mittelalter. Da Pachtvergaben, Rechtsstreitigkeiten usw. in einem sog. Protokollbuch festgehalten wurden, konnten hier möglicherweise auch Angaben über unsere Familie enthalten sein. Wie sich herausstellte befand sich das St.Albans-Protokollbuch im Staatsarchiv in Würzburg. Bei einem Besuch in im Jahr 1985 in Würzburg konnte tatsächlich noch die erste Pachtvergabe an die Familie Schömbs aus dem Jahr 1691 aufgefunden werden.[11]
Hieraus ergab sich der Name des ersten Undenheimer "Schömbs". Es handelte sich um den 1707 in Undenheim verstorbenen Zacharias Schömbs.
In der genannten Urkunde wurde der Familienname mit "Schimpfs" protokolliert. Des Weiteren ergab sich das Zuzugsjahr in Undenheim, nämlich 1691. In dem Eintrag fand sich auch ein Hinweis auf "Stetten" als möglichen Herkunftsort .Dieser bezog sich aber vermutlich nur auf den zweiten dort mit genannten Pächter "Heim". In Stetten, wo es auch nur sehr spärliche Unterlagen gab und im Staatsarchiv Speyer, konnte bei Durchsicht der Kirchenbücher jedenfalls kein Hinweis auf Zacharias Schömbs gefunden werden.[12]
Die Entdeckung der ältesten sicheren urkundlichen Erwähnung unserer Vorfahren im Staatsarchiv Würzburg war der bisher größte und wichtigste Erfolg der Forschungsarbeit, die dadurch neue Motivation erfuhr.
Von wo Zacharias Schömbs 1691 mit seiner Familie kam und ob die ursprüngliche Schreibweise des Namens "Schimpfs" , "Schömbs" oder ähnlich lautete, ist unbekannt, da die Herkunft bis heute nicht ermittelt werden konnte. Die Schreibweise "Schömbs", die sich in Undenheim schon früh verfestigte, wird wohl die sein, mit der Zacharias Schömbs in Undenheim auftauchte, zumindest muss der Name für die Pfarrer, die ihn so "nach Gehör" in die Kirchenbücher aufnahmen, geklungen haben.
Allerdings gab es im Laufe der Zeit schon immer, vor allem nach Ortswechseln, andere Spielarten des Namens. Diese entstanden aus den Zufälligkeiten, die eine Übertragung von Namen nach Gehör mit sich brachten. Selbst im gleichen Ort wechselte die Schreibweise manchmal mehrfach, zum Beispiel nach Pfarrerwechseln.
Infolge der Wirren und Vernichtungen der vorangegangenen Religionskriege, insbesondere des Dreißigjährigen Krieges, die zudem durch Flucht der Menschen innerhalb kurzer Zeit
zu vielen Ortswechseln führten, sind aus der Zeit zwischen 1600 und 1700 nur noch selten verwertbare Aufzeichnungen als Quelle für die Familienforschung vorhanden.
So finden sich aus dieser Zeit kaum Kirchenbücher, oft sind sie zudem lückenhaft.
Die für den Laien kaum noch lesbaren Handschriften der damaligen Zeit stellen ein weiteres erhebliches Problem dar.
Die Forschungsarbeit stößt damit an ihre Grenzen.
Als Quelle für Forschungen vor 1700 diente bislang neben dem St. Albans-Protokollbuch (Staatsarchiv Würzburg) nur die weltweit größte Familiendatenbank der Mormonen "THE CHURCH OF JESUS CHRIST OF LATTER-DAY" in Lake City, USA. Diese weist auch einige Einträge vor 1700 auf. Obgleich nicht alle interessierenden Unterlagen (mikroverfilmte deutsche Kirchenbücher) zugänglich und auswertbar waren, lassen die gewonnenen Erkenntnisse doch einige Schlussfolgerungen und Spekulationen auch im Hinblick auf unsere Familiengeschichte zu.
Zunächst ist augenscheinlich, dass unser Familienname "Schömbs" bzw. "Schimpfs" in Kirchenbüchern Rheinhessens vor 1700 offenbar nicht vorkommt. Dies bestätigt die These, dass die Familie wohl nicht aus der näheren Region stammt, sondern um 1691 offenbar aus einer anderen Gegend nach Undenheim kam.
Was die ersten Namensschreibungen unseres Familiennamens in Rheinhessen betrifft ("Schimpfs", "Schömbs", "Schimbs") hat sich ungeachtet der auch in Rheinhessen festgestellten späteren sonstigen Schreibweisen (zum Beispiel "Schöms, "Schems", "Schemß", "Schoembs", "Schembs", "Schemes") herauskristallisiert, dass der ursprüngliche Familienname wohl am Schluss mit "s" endete, und vermutlich auch mit "p" oder "b" in der Mitte geschrieben wurde.
Dies bedeutet unter anderem, dass zum Beispiel Namen wie "Schimpf" oder "Schempp" als Vorläufer unseres Familiennamens vermutlich nicht in Frage kommen. Man kann dies aber auch nicht völlig ausschließen. Bisher konnte jedenfalls eine direkte Verbindung dieser Namen zu unserer Familien nicht gefunden werden.
Anders verhält es sich bei den eingangs genannten Namensformen aus der Anfangszeit der Familie in Rheinhessen. Diese zeigen Parallelen zu den später aufgeführten Namensfindungen zwischen 1650 und 1800 im Nordrhein-Westfälischen (Rheinland, Westfalen).
Eine Abstammung unserer Familie aus dieser Region ist daher vorstellbar. Gleichwohl konnte auch hier bisher keine direkte Verbindung zu unserer Familie belegt werden.[13]
Auffallend ist auf jeden Fall, dass zwischen 1600 und 1700 Namensgleichheiten bzw. Ähnlichkeiten mit unserem Familiennamen offenbar überhaupt nur in dieser Region vorkommen.
Da sonst im gesamten übrigen Bundesgebiet keine vergleichbaren Namensnennungen feststellbar waren, könnte dies ein Hinweis dafür sein, dass unsere Vorfahren vielleicht ursprünglich aus dieser Region stammen. Dazu würden auch die zeitlichen Daten des Auftretens der Familie im rheinhessischen Undenheim (ca. 1690) passen.
Die Familie Schömbs war schon immer katholisch, jedenfalls seit sie in Rheinhessen auftauchte.
Dies war aber vermutlich nicht immer so. Die Auswertung der Einträge hat ergeben, dass es zwischen 1600 und 1700 sowohl katholische, als auch evangelische Familien in Westfalen bzw. Rheinland gab. Die nachstehenden Aufstellungen verdeutlichen dies:
- Evangelische Religonszugehörigekeit:
- "Schems" in Soest/Westfalen (1665)
"Schimpfs" in Soest/Westfalen (1696, 1697, 1701, 1703, 1707, 1726,1728,1730)
"Schemes" in Soest/Westfalen (1719)
Es ist wahrscheinlich, dass es sich trotz der verschiedenen Schreibweisen um Familienmitglieder der gleichen Familie handelt.
Auswärtige Heiraten weiblicher evangelischer Familienmitglieder führten in folgende Orte:
(d.h. der Familienname ging hier durch die Einheirat verloren):
"Schembs" in Puderbach/Rheinland (1713)
"Schimpfs" in Minden/Westfalen (1818)
- Katholische Religonszugehörigekeit:
- "Schimps" in Krefeld (1748)
"Schimbs" in Krefeld (1753, 1756, 1760, 170, 1782, 1784, 1786,1791, 1796)
"Schems" in Krefeld (1759)
"Schimbs" in Dormagen (1859)
Auch hier kann es sich trotz der verschiedenen Schreibweisen durchaus um Angehörige der gleichen Familie handelt.
Interessant und auffällig ist, dass es heute im Westen Deutschlands (Krefeld, Düsseldorf, Duisburg, Essen) immer noch eine relativ große Anzahl von Familien mit Familiennamen "Schims" gibt.
Wenn die vorstehenden Thesen stimmen, könnte es sich bei diesen Familien um Nachfahren der aufgeführten Familien mit der Schreibweise "Schimbs", "Schimps" und "Schimpfs" und damit möglicherweise auch um Verwandte unserer Familie handeln. Eine präzise Festlegung bzw. ein Ausschließen der Verwandtschaft kann allerdings erst nach einer aufwendigen Rückverfolgung in den Kirchenbüchern erfolgen. Dies ist momentan aus zeitlichen Gründen nicht möglich, zumal die entsprechende Suche vor Ort in Krefeld und Umgebung erfolgen müsste.
- Katholische Religionszugehörigkeit gab es auch in folgenden weiteren Orten dieser Region:
- "Schems" in Lobberich/Westfalen (1678)
"Schemes" in Neukirchen-Grevenbroich/Rheinland (1751, 1753, 1754)
"Schems" in Dottel/Rheinland (1759, 1764)
"Schems" in Selm/Westfalen (1764)
"Schemes" in Büdlich/Rheinland (1766)
Auswärtige Heiraten weiblicher katholischer Familienmitgliedern führten in folgende Orte:
(d.h. auch hier ging der Familienname durch die Einheirat verloren)
"Schembs" in Ascheberg/Westfalen (1680)
"Schems" in Boesensell/Westfalen (1748)
"Schemb" in Wiedenbrück/Westfalen (1682)
"Schems" in Wiedenbruenck/Westfalen (1749)
"Schems" in Ahlen/Westfalen (1763)
"Schems" in Kornelimünster/Rheinland (1767)
"Schems" in Höhningen-Grevenbroich/Rheinland (1797)
"Schems" in Bergsteinfurth (1817)
- Insgesamt ist ein deutliches Übergewicht der "Katholiken" mit dem Schwerpunkt "Krefeld" festzustellen.
Im Wappengeneralindex (DWR Nr. 3506) gibt es Hinweise, dass es die o.g. Familiennamen in Nordrhein-Westfalen möglicherweise auf den Namen "Schem" zurückgehen könnten, denn dort ist dieser Name unter Herzebrock, Kreis Wiedenbrück, also genau in der oben genannten Region aufgeführt. Aus "Schem" könnte also dort "Schems" bzw. "Schimbs" geworden sein.
Eine Verbindung zu unseren Vorfahren muss damit aber nicht unbedingt zusammenhängen, es ist sogar davon auszugehen, dass dies vermutlich eher nicht der Fall sein dürfte.
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Auszug aus dem Hof-Stands-
und Staatskalender 1760 |
- Eine weitere interessante Spur fand sich im "Hof-Stands-und Staatskalender 1760" des Fürstlichen Hofstiffts Würtzburg und Hertzogthum Francken. Dort war u.a. ein "Johann Valentin Schoembs" aus "Wintzenhofen" (heute Winzenhofen in Baden-Württemberg) aufgeführt. Das Auftauchen eines Familienmitgliedes in dieser Region und zu dieser Zeit passte nicht zu den bisherigen Erkenntnissen über die Wohnorte der Familie.
Nachforschungen nach der Herkunft von Johann Valentin Schoembs ergaben aber inzwischen, dass es sich dabei um den 1718 in Undenheim geborenen Sohn von Johann Philipp Schömbs handelte.
Er wurde Geistlicher und trat in Herrnsheim, dem späteren Wohnort seines Bruders Andreas Schömbs, 1756 als Trauzeuge bei dessen Hochzeit sowie bei der Geburt dessen Sohnes Valentin als Taufpate in Erscheinung. Wie aus dem nachstehenden Auszug aus dem Herrnsheimer Kirchenbuch hervorgeht, ist dort eindeutig Wintzenhofen als Herkunftsort von Johann Valentin Schömbs genannt. Johann Valentin Schömbs befand sich offenbar nur für einige Zeit an diesem Ort, z.B. im Zusammenhang mit seiner Ausbildung oder Tätigkeit als Geistlicher, bevor er später in seiner Heimat Rheinhessen als Pfarrer wirkte.
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Geburtseintrag von Johann Valentin Schembs (Katholisches Kirchenbuch Herrnsheim 1759)
(siehe dort auch Hinweis auf den Taufpaten Johann Valentin Schömbs (Onkel des Täuflings)
und auf dessen damaligen Wohnort Wintzenhofen im Fränkischen) |
- Unabhängig davon gibt es in Baden-Württemberg jede Menge Familien mit dem Familiennamen Schimpf, Schempp u.ä. und auch von Zacharias Schömbs ist in der vorliegenden ersten Urkunde ja auch eine Schreibweise mit Schimpfs beurkundet. Es könnten also von daher durchaus auch Spuren in diese Region führen, denen gegebenenfalls noch nachzugehen wäre. Über den Namen "Schimpf" finden sich z.B. auch im Wappengeneralindex unter der Nr. 4434 und 4435 Einträge in Verbindung mit dem Ort Tübingen.
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| Schempp-Namensnennungen Musterungsliste 1521-1603 |
- Eine interessante Namensnennung findet sich auch in einer Württhembergischen Musterungsliste des Amtes Balingen von 1521 bis 1603. Dort trägt einer der Gemusterten fast unverändert den Namen unseres ältesten bekannten Vorfahren, nämlich "Zacharias Schempp". Grundsätzlich ist eine Verbindung der Schempp zu unserer Familie nicht auszuschließen. Unser erster und ältester bekannter Vorfahre Zacharias Schömbs wurde allerdings erst viel später geboren.
Nicht ganz eindeutig ist die Zuordnung des Familiennamens "Schemes".
Der Name "Schemes" ist zum Beispiel auch aus Kassel bzw. Carlshafen/Weser überliefert (1742 bzw. 1752). Gleichzeitig ist im Zusammenhang mit "Kassel" aber auch "Schems" überliefert.
Hier könnte also ebenfalls eine Verbindung zu unserer Familie bestehen.
Der Familienname "Schemes" wurde allerdings auch in anderen Regionen (z.B. 1704, 1733, 1747 im elsässischen "Waldhambach", 1774, 1876 in "Hannover") gefunden.
Hierzu könnte ein Hinweis aus der Herrnsheimer Linie passen, wonach die Familie auch aus Frankreich (Elsaß) stammen könnte. Der Name soll heute noch im Elsaß vorkommen. Man soll dort sogar in der Wirtschaft einen "Schems" bestellen können (sektartiges Getränk).
Eine Durchsicht von Telefonbüchern aus dem Elsaß konnte das Vorkommen des Namens "Schembs" in dieser Region aber nicht bestätigen. Auch Befragungen von Elsässern hierzu führten zu keinem Ergebnis.
Im Elsaß gab es aber zum Beispiel schon im Mittelalter den Familienname "f" , bei dem eine Verbindung zu unserer Familie denkbar ist.
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Quelle: Almanach
"La France ecclésiastique: almanach du clergé" |
- Im Lichte der zwischenzeitlichen Entdeckung eines alten Ortsnamens "Schembs" im Elsaß ergibt der Hinweis auf eine mögliche Herkunft aus diesem Gebiet nun im nachhinein vielleicht doch einen Sinn. Auch diese Spur könnte ein Ansatzpunkt für weitere Nachforschungen sein.
Wie aus den nachstehenden Quellen hervorgeht, gab es im Oberelsaß in der Region Mühlhausen offenbar früher tatsächlich einen Ort mit dem Namen "Schembs".
Eine weitere neue Spur erscheint besonders rätselhaft. Es handelt sich um die Namensnennung eines "Martin Schembs". Der Name wird im Historisch Statistischen Handbuch der Erzdiözese Salzburg, Band 1, 1862. genannt. Dort wird unter Hinweis auf das Jahr 1523 ein Seelsorger "Martin Schembs" in der Pfarrei Gmain erwähnt. Auch hier sind grundsätzlich Verbindungen zu unseren Vorfahren nicht ganz ausgeschlossen. Allerdings erscheint die Schreibweise "Schembs" zu dieser Zeit eigentlich kaum vorstellbar, vor allem wenn man an die angenommene ursprünglichen Schreibweise "Schempp o.ä." denkt.
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| Auszug aus dem Historisch Statistischen Handbuch der Erzdiözese Salzburg Band 1, 1862 |
- Eine weitere Spekulation zur Herkunft geht in Richtung Worms und Umgebung, was ebenfalls einer künftigen Abklärung bedarf. Zum einen gab es 1691 im Zusammenhang mit Worms eine Namensnennung Paul Schemb. Schemb fungierte in Lampertheim als Taufzeuge bei der evangelischen Taufe von Paul Clotz. Der Vater des Täuflings, Johann Peter Clotz, stammte aus Worms, die Mutter Anna Salome Beyer aus Lampertheim.
Eine zweite Spur, die ebenfalls noch näher abzuklären ist, betrifft Worms-Leiselheim. Dort wurde am 19.01.1741 Johannes Schembs geboren. Er starb am 21.01.1811 in Herrnsheim. Johann Schembs war verheiratet mit Barbara Oemich aus Herrnsheim. Der Vater von Johannes Schembs, der mit Anna Barbara Herz verheiratet war, war Josef Schembs. Nach dem Geburtsjahr von Johannes Schembs muss sein Vater ungefähr zwischen 1720 und 1730 geboren sein. Bisher konnte er aber weder in Herrnsheim noch in Undenheim ausfindig gemacht werden.
Die Aufklärung der Frage, ob unsere Vorfahren um 1690 vielleicht aber doch aus dem Raum Westfalen / Rheinland nach Rheinhessen einwanderten, verbleibt als reizvolles abschließendes Forschungsprojekt für die Zukunft. Die hierfür nötige Zeit wird, wenn überhaupt, aber sicher erst als Pensionär aufzubringen sein.
Zwar aus jüngerer Zeit, aber familienhistorisch natürlich sehr interessant und erwähnenswert, sind zwei Spuren, die von Mitgliedern der Familie an ihren früheren Wohnorten hinterlassen wurden. Es sind jeweils heute noch existierend Straßennamen, die den Namen "Schömbs" tragen.
Interessanterweise gehen sie beide auf aus Hahnheim/Rheinhessen stammende Schömbs-Familien zurück.
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| Franz und Rosel Schembs, Laubenheim in der Schömbs-Straße in Urberach (Aufnahme 1988) |
- So gibt es im hessischen Urberach (Stadtteil von Rödermark im Landkreis Offenbach) eine Schömbsstraße.
Sie wurde nach der dort lange Jahre tätigen Schulleiterfamilie Martin Schömbs (1819-1901) und
dessen Sohn Adam Schömbs (1852-1929) benannt.
Siehe hierzu auch Abdruck Pressenotiz nächste Seite sowie Abdruck der Verleihungsurkunde (Text zu Adam Schömbs Ziffer 2.3.6./8 B Undenheimer Linie).
Adam Schömbs wurde im hessischen Urberach geboren, wohin 1847 sein in Hahnheim/Rheinhessen geborener Vater Martin als junger Lehrer gezogen war, um dort seine erste Stelle anzutreten.
Die weitere Vorfahrenslinie kann dann bis zu Zacharias Schömbs in Undenheim zurückverfolgt werden (siehe Kapitel über die "Undenheimer Schömbs").
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Artikel in der örtlichen Presse über die Schömbs-Straße in Urberach Klick zur Vergrößerung |
Reinhold Schembs mit Tochter Christine (1997) in der Philipp-Schömbs-Straße in Hahnheim |
Artikel in der Allgemeinen Zeitung Mainz " Landskrone" über Philipp Schömbs (1999) |
- Eine Schömbsstraße existiert auch in Hahnheim/Rheinhessen. Die Straße ist nach Philipp Schömbs, Landwirt und Metzgermeister, benannt.
Er war lange Jahre Bürgermeister von Hahnheim.
Sein Wirken wurde am 22 Juli 1999 in einem Artikel in der Zeitung Landskrone gewürdigt
(siehe Pressenotiz über).
Eine interessante Spur befand sich bis zum Jahr 2008 auch in Darmstadt-Eberstadt auf der Mathildenhöhe, einem beliebten lokalen Ausflugsziel der Darmstädter, mit herrlicher Weitsicht in die Umgebung.
Dort wurde 1936 ein Unterstand und Ruheort für die Ausflügler und Wanderer errichtet.
Dieser anstelle des ehemaligen so genannten "Marientempels" bzw. "Neuen Marientempels" am neuen Standort in unmittelbarer Nachbarschaft errichtete "Naturtempel", wurde in Erinnerung an den verdienstvollen Darmstädter Architekten Karl Schembs "Karl-Schembs-Tempel" genannt (siehe nachstehenden Zeitungsausschnitt aus dem Darmstädter Tageblatt).
Der Standort des "Karl-Schembs-Tempels" lag oberhalb des Seminars Marienhöhe versteckt im ehemaligen "Wald- und Landschaftspark Marienhöhe, welcher schon um die Jahrhundertwende, noch zu Zeiten von Großherzog Ludwig III. von Hessen, angelegt wurde. Im zweiten Weltkrieg war der "Tempel" zugemauert und diente als Beobachtungsstand. Erst nach dem Krieg wurde er zurückgebaut und erhielt wieder sein eigentliches Aussehen.
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das "Darmstädter Tagblatt" Klick zur Vergrößerung |
Karl Schembs-Tempel auf der Mathildenhöhe in Darmstadt |
"Darmstädter Echo" Klick zur Vergrößerung |
- Im Jahr 2007 gab es in Darmstadt erstmals Diskussionen über den Abriss des Unterstandes
(siehe über Zeitungsausschnitte vom Juli bzw. August 2007 aus dem Darmstädter Echo).
2008 kam dann auch das tatsächliche Aus für den "Schembs-Tempel".
Das für das Waldgebiet zuständige Forstamt Darmstadt entschied nach langer Überlegungen und Diskussionen im Jahr 2008 den 1936 errichteten "Schembs-Tempel" abzutragen. Im Dezember desselben Jahres wurde die Entscheidung umgesetzt. An Stelle des abgetragenen "Schembs-Tempels" wurde der nach Originalansichten des "alten Marientempels" rekonstruierte "Neue Marientempel" an diesem Standort errichtet.
Die Einweihung des "Neuen Marientempels" erfolgte im Mai 2009 im Rahmen eines "Waldfestes".
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Klick zur Vergrößerung |
Errichtung des "Neuen Marientempels" im Dezember 2008 Klick zur Vergrößerung |
- Ein besonderes Ereignis war im Jahr 2011 die Entdeckung des Grabsteins (Fragment) des 1666 geborenen Hermann Schömbs, der der erste Schömbs-Schultheiß in Undenheim war.
Dieses älteste steinerne Zeugnis unserer Familie stammt aus dem Jahr 1718.
Es wurde zwar schon 1954 im Schulkeller von Undenheim gefunden, aber erst vor einiger Zeit zusammen mit anderen Fundstücken der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute steht der Grabstein zusammen mit anderen steinernen Zeugnissen der Gemeinde in der "Kulturscheune" von Undenheim, die auch als Ortsmuseum genutzt wird.
Eine Dokumentation der ausgestellten Stücke wird zur Zeit von Walter Schwamb aus Köngernheim vorbereitet. Walter Schwamb setzt damit die Tradition des Undenheimer Heimatforschers Dr. Curschmann fort. Er hat auch die von Dr. Curschmann begonnene Arbeit einer exakten Auflistung der Undenheimer Familien aus dem Katholischen Kirchenbuch fortgesetzt und aufgezeichnet. Eine Herausgabe in Buchform soll baldmöglichst erfolgen.
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Grabstein von Hermann Schömbs (1666-1718) Klick zur Vergrößerung |
- Die Inschrift des Grabsteins lautet:
- S)CHULT(heiss
Ge)RICHTSM:MAN.VN(d
BL)UT.SchEFFEN, VUND
S)TEIN.SETZER.SEIN
A)LTER. 52 JAHR. ZU
VNDENHEIM
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Weitere Exponate aus dem Ortsmuseum
(Fratzenstein, Grenzsteine St. Alban) Klick zur Vergrößerung |
- Auch außerhalb Europas, im fernen Indien und in Lateinamerika sind Spuren von Familienmitgliedern bis in die heutige Zeit verfolgbar. So gibt es in Westbengalen/Indien eine nach dem Astrophysiker Dr. Rolf Schoembs (siehe Kap. B, 2.1.1/2) benannte Schule (Vidyashram) für Santal Dorfkinder. Die Kinder lernen dort ihre Muttersprache Santali und danach das Bengalische. Die Schule ist Teil eines alternativen Entwicklungshilfeprojektes des Schriftstellers Martin Kämpchen, der sich seit vielen Jahren in Stammesdörfern der Region (Ghosaldanga in der Nähe von Santiniketan) mit finanzieller Unterstützung hauptsächlich aus Deutschland und Österreich und mit Hilfe der einheimischen Dorfbevölkerung um wirtschaftliche, kulturelle, gesundheitliche und intellektuelle Entwicklung der Menschen in den Dörfern bemüht. Dr. Rolf Schoembs hatte einen Teil seines Geldes zur Verwendung im Rahmen des Projekts testamentarisch an Martin Kämpchen vermacht. Als Dank und zur Erinnerung an den Förderer wurde die so entstandene Schule nach ihm benannt.
In Lateinamerika (Guatemala) kann man die Spuren von Dr. Jaques Schoembs (siehe Kap. B, 2.3.6/6), einem Lehrer, verfolgen. Er lebte seit 1901 einige Jahre als Privatlehrer in Guatemala und hinterließ dort neben einigen Romanen, ein bis heute erhaltenes Werk über die Grammatik der Mayasprache "Aztekische Schriftsprache, Grammatik mit Lautlehre".
Angelockt durch das Stichwort "Schöms-Währung", entdecke ich bei der Spurensuche im Internet im Jahr 2009 einen Artikel über den Schwarzwaldort Schömberg. Berichtet wurde dort über eine mehrtägige Ferienaktion für Kinder, die im Rahmen des Ferienprogramms eine eigene Stadt "Schömsala" gegründet hatten und "Stadt" spielten.
Es gab dort eine eigene Schömsala-Zeitung und ein Schömsala-Lied, dass wie folgt begann: "Hier geht's ab wie wir es sagen, wir sind die Chefs an allen Tagen". Auch gab es eine eigene Währung. 15 Schöms gab es für eine Stunde Arbeit, davon gingen fünf Schöms an Steuern ab, um Einrichtungen wie Rathaus oder Bauhof zu finanzieren. Wer ein Wahlplakat entfernte, erhielt eine Strafe von 50 Schöms.
So hat unser Vorfahrensname in dieser fiktiven Stadt eine ganz besondere Verwendung und Bedeutung erfahren.
In Polen gab es während des 2. Weltkrieges sogar einen echten Ort "Schems".
1939 trat die bisherige polnische Landgemeinde Podzamek Golubski mit den Dorfgemeinden Galczewo, Kujawa, Lisewo, Nowawies, Ostrowite, Podzamek Golubski, Skepsk und Sokoligora (sicher unfreiwillig) zum Deutschen Reich. Die Dorfgemeinden wurden anschließend umbenannt. Aus "Skepsk" wurde zunächst "Skemsk" und später "Schems". Nach Einführung der Deutschen Gemeindeordnung in den eingegliederten
Ostgebieten gehörte der Ort zum Amtsbezirk Schloss Golau.
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- "Schems im Kellergewölbe"
Diese ungewöhnliche Überschrift über einem Fastnachtsartikel in der Allgemeinen Zeitung Mainz fiel mir im März 2011 in die Augen und ich war natürlich neugierig, was sich hinter diesen Zeilen, die auf unseren Familiennamen hindeuteten, verbarg.
Bei Durchsicht des Artikels stellten sie sich als eine typisch rheinhessische Spielerei mit dem rheinhessischen Dialekt in einem Fastnachtsvortrag heraus. Darin erzählte der Vortragende (in Anlehnung an James –Schems- Bond) von seiner schweren Laufbahn als "Geheimagent. Er sei früher "Schems" genannt worden, weil er immer gefragt wurde: "Schems de dich nit fer doi Eltern" (auf hochdeutsch: Schämst du dich nicht für deine Eltern). Der hintergründige Humor und Text ist sicher nur bei "korrekter" Wiedergabe im rheinhessischen Dialekt verständlich.
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- ANMERKUNGEN:
- [1] Laubenheimer Einwohnerliste aus dem Jahr 1551 "Die Einwohner des Kurmainzischen Amtes Olm 1551-1554
- [2] Einwohnerverzeichnis Laubenheim von 1670, Laubenheimer Ortschronik, S. 85
- [3] Ab 1801 galt in den linksrheinischen Gebieten, die an Frankreich gefallen waren, der "Code civil" Napoleons, ein
"Zivilgesetzbuch" in dem auch das Personenrecht geregelt war. Staat und Kirche wurden getrennt, die obligatorische Zivilehe
eingeführt. Es standen daher ab diesem Zeitpunkt auch zivile Personenstandsurkunden zur Verfügung.
- [4] Beispiel siehe Kap. D "Die Laubenheimer Schembs", 2.3 Sterbeurkunde Johann Schembs aus dem Jahr 1805
- [5] siehe Kap. D "Die Laubenheimer Schembs", Zff. 2.3/2.4 Heiratsurkunde Johann und Andreas Schembs aus dem Jahr 1803
- [6] wie Anm. 4
- [7] siehe Kap. D "Die Laubenheimer Schembs", Zff. 2.2 Sterbeurkunde Catharina Schembs aus dem Jahr 1836
- [8] Kath. Kirchenbuch Undenheim, 1769, 1772, 1774
- [9] Kath. Kirchenbuch Undenheim, 1744
- [10] Dieter Curschmann, Geschichte von Schule und Kirche in Undenheim - Festschrift -, dort zitiert Einwohnerliste von 1695 mit Erwähnung der Familie Schömbs
- [11] siehe Kap. B "Die Undenheimer Schömbs, Zff.1 Protokollbuch St. Alban, 1691, Pachtvergabe an Zacharias Schimpfs
- [12] Stetten vor dem Donnersberg 835-1985
- [13] Roots Projekt "Study of all the Schembs Immigrants to America, their Lives, and their Descendants" von J.D Schembs,USA, -Anhang hierzu-
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