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Einleitung

3. Vererbung, Aussehen, Wesen

Familienforschung führt früher oder später auch dazu, dass man innerhalb des Familienverbandes nach Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten Ausschau hält.
Gibt es vom Aussehen und Wesen her Hinweise auf eine gemeinsame Abstammung?
Oder hat in den rund 300 Jahren gemeinsamer Familiengeschichte, die wir hier betrachten, die regionale "Vermischung", von Zuckmeyer über einen noch längeren Zeitraum als "Völkermühle" beschrieben, alle Ähnlichkeiten abgeschliffen?

In der engeren Verwandtschaft ist ein Vergleich recht einfach durchzuführen und oft sehr eindeutig. Es heißt dann "der ist dem Vater und dem Großvater wie aus dem Gesicht geschnitten" oder in Rheinhessen kurz : "der geschissene Vatter" oder "die geschissene Mutter". Sieht das Kind dem Vater, der Vater dem Onkel, der Enkel dem Großvater usw. ähnlich? Zieht sich die krumme Nase oder das kleine Ohr des Urgroßvaters bis zu den Urenkeln? Hat sich Charakter, Talent, Geschäftssinn, Eitelkeit, Stolz und ähnliches innerhalb der Familie vererbt?
Hat sich mehr die Linie des Vaters oder mehr die der Mutter durchgesetzt? Kommt beim Enkel mehr die Großmutter oder mehr der Großvater raus?

Was haben wir, die leiblichen Nachfolger von Zacharias Schömbs nach mehr als 300 Jahren noch gemeinsam? Hat sich etwas Gemeinsames, Wiederholendes bei den Forschungen herausgestellt? Zugegeben, die Suche nach dem Erbgut von Zacharias Schömbs ist gewagt, schlagen doch die mütterlichen Linien oft sehr stark durch. Zu ernsthaft sollte der Versuch deshalb nicht betrachtet werden.

Eindeutig und klar ist zunächst die "Blutsverwandtschaft" zu Zacharias Schömbs.
Wir alle, die wir den Namen "Schömbs" in seiner Ursprungsform bzw. als "Schoembs" oder "Schembs" tragen, sind "Verwandte" und direkte Nachkommen von Zacharias Schömbs! Dies steht zweifelsfrei fest und verbindet uns als Angehörige des gleichen Familienstamms und als Nachfolger von Zacharias Schömbs.

Die zweite eindeutige Verbindung ergibt sich durch den "gemeinsamen Familiennamen". Auch dieser geht bei uns allen als Erbstück direkt auf Zacharias Schömbs zurück.
Kleinere Abweichungen in der Schreibweise wie "Schoembs" oder "Schembs" resultieren aus Zufällen (Schreiben nach Gehör), ändern aber nichts an der eindeutig nachgewiesenen direkten "Schömbs-Vorfahrenslinie".

Weitaus schwieriger ist der Versuch, aufgrund der Forschungsergebnisse innerhalb der vielen weit verstreuten Linien den sich wiederholenden "roten Faden" zu finden.
Ähnlichkeiten der Schömbs-Nachfahren, zum Beispiel im Aussehen oder Wesen, die sich durch den Einfluss auch der mütterlichen Seiten vielleicht zwar nicht in jeder Generation wiederholen, aber doch immer wieder mal durchscheinen.

Da heute in der Regel Bildmaterial von mindestens 3 - 4 Generationen einer Familie zur Verfügung steht, kann durch Vergleichen der Bilder durchaus festgestellt werden, ob innerhalb der Familie und der nahen Verwandtschaft gewisse Ähnlichkeiten und "Wiederholungen" väterlicherseits oder mütterlicherseits vorliegen.

Besonders interessant ist dabei natürlich der Vergleich mit Bildern entfernter Linien.

Nach dem von mir gesichteten Material und zum Teil auch nach dem persönlichen Kennenlernen von Familienmitgliedern verschiedener, weit auseinander liegender Linien, scheint es tatsächlich einige Parallelen zu den Fähigkeiten zu geben, die schon die ersten Schömbs in Undenheim über viele Jahrzehnte auszeichneten, nämlich Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Pflichtgefühl.
Ich würde danach den "Schömbs-Typ" so charakterisieren.

Im allgemeinen ist der "Schömbs" eher großgewachsen und schlank.
Der Kopf ist meist oval bis kantig.
Das Gesicht ist hager, das Kinn eher spitz und kantig als rund, die Ohren sind fleischig und eher etwas groß als klein, zum Teil mit Neigung zu etwas abstehenden Ohrmuscheln.
Das Haar ist meist fest und kräftig, gelegentlich zeigt sich die Neigung zu einer Stirnglatze.

Die Stimme ist eher hell und hoch, als dunkel und tief.

Vom Wesen her ist der "Schömbs" eher zurückhaltend und ruhig.
Sein Humor ist eher leise und hintersinnig, als derb und laut.
Der "Schömbs" scheint insgesamt mit einem überdurchschnittlichen Maß an Tatkraft, einem sehr ausgeprägten Pflichtbewußtsein, einer guten Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Durchsetzungskraft ausgestattet zu sein. Dennoch ist er im Grundwesen bescheiden.
Etliche "Studierte" innerhalb der Familie, schon zu einer Zeit, als dies eher die große Ausnahme war, scheinen auch hier ein überdurchschnittliches Leistungspotential zu belegen.
Trotz des Stolzes über Erreichtes ist Eitelkeit und Überheblichkeit eher selten anzutreffen.

Ein besonders auffälliges Merkmal sind künstlerische und musische Züge innerhalb der Familie. Sie ziehen sich über viele Generationen und Linien.

Über die Sterblichkeit wurde bisher noch keine genaue Statistik geführt, sie scheint aber im Normalbereich zu liegen.

Nicht verschwiegen sei zum Schluss auch eine aufgefallene beachtliche Freitodrate.


Sowie Geschwister in ihrem Naturell oftmals höchst unterschiedlich sind, ist dies natürlich innerhalb der Generationen und Familien, ähnlich der Fall, insbesondere wenn man den oft sehr starken mütterlichen Einfluss berücksichtigt. Man trifft daher auch auf Familienmitglieder, bei denen andere Merkmale stärker ausgeprägt sind.

Einige der aufgezählte Merkmale und Eigenschaften scheinen für den "Schömbs" am ehesten "typisch" und "charakteristisch" zu sein; sie könnten daher vielleicht den gesuchten "roten Faden" der "Schömbs-Vererbung" darstellen. Vielleicht ist aber hier auch nur der Wunsch Vater des Gedankens.









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