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Theodor Schömbs (1684-1733)2.4

Übersicht:
Theodor Stammbaum

Theodor Schömbs wurde 1684 geboren. Sein Geburtsort ist unbekannt. Das Geburtsjahr errechnet sich aus der Altersangabe "49" im Sterbeeintrag (Katholischen Kirchenbuch Gabsheim 15.05.1718).

Theodor Schömbs war das vierte Kind von Zacharias Schömbs.
Er heiratete am 19.06.1714 in Gabsheim Maria Barbara Ludwig. Zeugen waren Johann Adam Heiser und Philipp Zacharias aus Undenheim. Nach dem Tod von Theodor Schömbs verheiratete sich Maria Barbara Ludwig am 26.01.1734 in zweiter Ehe mit Johann Nikolaus Breivogel aus Gabsheim.

- Gabsheimer Linie -
Kinder: (7)
Andreas Schömbs (*22.07.1715 Gabsheim, +02.01.1767 Kastel)2.4.1
Taufpate war Andreas Ludwig.
Andreas Schembs (in Kastel wurde der Familienname mit "e" in der Mitte eingetragen) heiratete am 15.04.1742 in Mainz-Kastel die Witwe Anna Klara Lauffer. Im Heiratseintrag im Katholischen Kirchenbuch von Kastel ist er als "Bäcker" aus Gabsheim eingetragen. Zeugen waren Ulrich Reinhard und Joh. Fr. Hunkshagen. Am 12.06.1764 heiratete er in Mainz-Kastel in zweiter Ehe Katharina Reiß aus Seligenstadt. Nach dem Tod von Andreas Schembs verheiratete sich seine zweite Frau Katharina  am 12.06.1764 in Kastel in zweiter Ehe mit Mathias Steiner.

Kinder: (2)
Anna Maria Schembs (*22.05.1765 Mainz-Kastel)2.4.1/1
Taufpatin war Anna Maria Reiß.

Johann Heinrich Schembs (*02.03.1767 Mainz-Kastel)2.4.1/2
Taufpate war Joh. Heinrich Klotz.

Johann Mathias Schömbs (*06.09.1717, +1717 Gabsheim)2.4.2
Taufpate war Joh. Mathias Schömbs.

Maria Elisabeth Schömbs (*31.07.1719, +18.03.1723 Gabsheim)2.4.3
Magdalena Schömbs (*26.08.1722 Gabsheim)2.4.4
Taufpatin war Magdalena Schömbs, Tochter von Philipp Schömbs, Undenheim.

Maria Susanna Schömbs (*23.12.1724 Gabsheim)2.4.5
Taufpatin war Maria Susanna Hoen.
Maria Susanna Schömbs heiratete am 10.05.1746 in Gabsheim Philipp Wagner.

Anna Catharina Schömbs (*22.09.1727 Gabsheim)2.4.6
Anna Catharina Schömbs heiratete am 15.05.1753 in Gabsheim Johannes Hilsdorff.

Johann Adam Schömbs (*24.02.1731 Gabsheim)2.4.7
Taufpate war Johann Adam Krait.
Johann Adam Schömbs heiratete am 30.09.1753 in Gabsheim die Witwe
Juliane Ludovica Adolph aus Alzey.
Johann Adam Schömbs wanderte mit seiner Familie 1766 nach Ungarn aus.
Im Verzeichnis der "Auswanderer nach Südosteuropa im 18. Jahrhundert" von
Stefan Stader, 1978, ist er als "Schems, Joh. Adam, Gabsheim" mit dem Ansiedlungsziel
"1766, Banat" aufgeführt.

1766 Auswanderer nach Ungarn
U.S. Flag

Auswanderer nach Ungarn und Südosteuropa/Siebenbürgen wurden in der Folge (nach den ersten Ansiedlern) pauschal als "Donauschwaben" bezeichnet, obwohl die Mehrheit der Siedler, wie auch Johann Adam Schömbs, aus anderen Teilen West- und Südwestdeutschland stammten.
Hauptauswanderungsgrund waren die schlechten wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse. Besonders in Zeiten von Hungersnöten entschlossen sich viele zur Auswanderung. Der Höhepunkt der Ungarnauswanderungen lag zwischen 1764 und 1771, ebenfalls vor dem Hintergrund in diesen Jahren besonders schlimmer Hungersnöte, nach langen harten Wintern und Ernteausfällen. Im Gegensatz zu Deutschland waren die Gebiete im Osten Europas dünn besiedelt, so dass vor allem Adel und König in diesen Ländern die Wiederbesiedlung und Neuerschließung der menschenleeren Landschaften betrieben. Den Auswanderern wurde persönliche Freiheit und ausreichend Grund und Boden versprochen. Einige Jahre wurden sie auch von Abgaben und Leistung von Frondiensten befreit.
Angeworben wurde vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands durch losgeschickte Werber. Meist wanderte man nicht alleine aus einem Ort aus, sondern es schlossen sich mehrere Familien zusammen. Dies war auch bei Johann Adam Schems der Fall. Aus dem Standardwerk von Kallbrunner: Quellen zur Deutschen Siedlungsgeschichte in Südosteuropa, S. 64 geht hervor, dass Johann Adam Schömbs zusammen mit drei  weiteren Gabsheimern, nämlich "Simon, Conrad Hart und Christoph Thill" ausgewandert ist. Der Herkunftsort Gabsheim wird als "aus dem Talbergischen" bezeichnet.

Die Reise ging zunächst an die Donau. Hauptsächlich von Ulm aus fuhr man dann in Booten donauabwärts nach Wien. Dort erfolgte die "Registrierung" der Auswanderer und die Aushändigung des "Kolonistenpasses". Von Wien aus ging die Weiterreise dann ebenfalls mit dem Schiff bis zum Ziel.

Vermutlich ließ sich Johann Adam Schems nicht in einer schon bestehenden Ortschaft nieder, sondern in einer der 1766 entstandenen Neusiedlungen im Banat. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Spuren von der Familie wurden in dieser Region nicht gefunden. Es ist daher gut möglich, dass er kurzfristig sein Ziel änderte oder relativ früh aus dieser Region wieder mit neuem Ziel wegzog.

Dazu passt eine jüngst gemachte Feststellung, dass es in Russland (Kaukasus) schon sehr lange Russlanddeutsche mit der Schreibweise "Schems" gab. Diese siedelten jetzt wieder nach Deutschland um. Vielleicht handelt es sich dabei um die Nachfahren von Johann Adam Schömbs.

Kinder: (2)
Katharina Schömbs (*16.08.1761 Gabsheim)2.4.7/1
Taufpatin war Katharina Hilsdorff.

Johannes Schömbs (*10.07.1763 Gabsheim)2.4.7/2
Taufpate war Johannes Breyvogel.













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