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- Joh. Heinrich Schömbs (1674-1743)2.3
- Übersicht:

- Johann Heinrich Schömbs wurde im April 1674 als dritter Sohn von Zacharias Schömbs geboren.
Sein Geburtsort ist unbekannt. Das Geburtsjahr errechnet sich aus der Altersangabe "68" im Sterbeeintrag (Katholischen Kirchenbuch Undenheim 20.03.1743).
- Joh. Heinrich Schömbs heiratete am 21.04.1704 in Undenheim Anna Sybilla Dapper.
- Joh. Heinrich Schömbs hat von den 4 Kindern von Zacharias Schömbs bis heute die mit Abstand größte Nachkommenschaft hinterlassen, insbesondere die zahlenmäßig sehr großen Linien in Laubenheim und in Herrnsheim. Diesen beiden großen Linien sind daher eigene Kapitel gewidmet (C, D).
Joh. Heinrich Schömbs war von 1708-1719 St. Albans-Hofmann in Undenheim. Er hat das Hofgut in der Tränkgasse Nr. 4 (früher Hintergasse) also als Nachfolger seines 1707 gestorbenen Vaters übernommen und war dann dort 11 Jahre Hofmann.
Die Familie wohnte in der Alzeyer Straße 6.
1727 wurde er Schultheiß von Undenheim. Er übte das Schultheißenamt bis zu seinem Tod 1743 aus.
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Siegel des Dorfgerichts (16. - 18. Jahrhundert) |
- Das Schultheißenamt war damals das wichtigste und bekannteste Gemeindeamt. Es wurde in der Regel nur den angesehensten Bürgern verliehen. Der Schultheiß war im Dorf der Vertreter der Herrschaft, hatte also die Interessen der Herrschaft zu vertreten, was vor allem auch bedeutete für die Einziehung der Abgaben der Herrschaft zu sorgen. Als Vertreter der Herrschaft hatte der Schultheiß den Hörigen bzw. Untertanen ihre Schuld zu heißen, d.h. er war für die Erfüllung ihrer Pflichten verantwortlich. In dieser Funktion ist er aber nicht zu verwechseln mit dem Bürgermeister, dem die Interessenvertretung der Gemeinde oblag. Der Schultheiß führte im Dorfgericht als oberster Gerichtsbeamter den Vorsitz. Schultheiß wurde er genannt, weil er das Schuldige "heißt", also Verpflichtungen befiehlt. Die mittelalterliche Bezeichnung "Schultheiß" leitete sich aus der "Schuld heischigen" Aufgabe ab.
Neben seiner gerichtlichen Funktion war er in der Regel Vertrauensmann der Herrschaft und gleichzeitig Repräsentant der Dorfgemeinde. Der Schultheiß gehörte dem Ortsgericht als Gerichtsmann bzw. Schöffe an. Im Ortsgericht zu entscheiden waren vor allem über örtliche Händel, Grundstücksstreitereien, Erbschaftsstreiigkeiten usw. Die höhe "Blutgerichtsbarkeit" stand dem Ortsgericht aber nicht zu. Im täglichen Leben überwachte der Schultheiß die Einhaltung des im Dorf geltenden Rechts (Dorfordnung) nahm also auch die Aufgaben der "Ortspolizei" wahr. Dies führte zwangsläufig manchmal zu Interessenkollisionen.Für zusätzlichen Konfliktstoff sorgte damals in Undenheim zudem die schon erwähnte Bevorzugung von Bewerbern für das Schultheißenamt aus dem zahlenmäßig schwächeren und in der Regel auch ärmeren katholischen Bevölkerungsteil. In der Regel wurden den Amtsträgern von der Herrschaft Vergünstigungen eingeräumt, z.B. Befreiung von bestimmten Abgaben und Frondiensten. Auch stand ihnen oft mehr Allmendland zur Verfügung wie den übrigen Bürgern. In Undenheim stand dem "Scholles", wie der Schultheiß in der kurpfälzischen Zeit auch genannt wurde, beispielsweise ein Gemeindeacker (schmaler Streifen längs der Selzwiesen) als Besoldungsgut zur Verfügung. Im Gegensatz zur übrigen Allmende (Gemeinbesitz) wurde er nicht als Weideland, sondern als Ackerland benutzt [1]. Der Schultheiß amtierte in Undenheim im Rathaus und sorgte insbesondere dafür, dass die Anordnungen des in Heidelberg residierenden Kurfürsten von der Pfalz zur Durchführung kamen. Wegen ihrer Schmausereien auf Kosten der Gemeinde waren manche von ihnen als "Diätenschinder" verrufen. So hatten beispielsweise Schultheiß, Büttel und Schütz den sog. "Atzwein" zu beanspruchen. Wegen der übertriebenen Inanspruchnahme dieser Rechte kam es immer wieder zu Streitigkeiten.
Die angesehene und besondere Stellung des Schultheißenamtes ist in Undenheim auch aus der Tatsache ersichtlich, dass für den Schultheißen und die Schöffen in der Kirche seit 1738 eine eigene Bank zur Verfügung stand, die ihren Platz unter der Orgel hatte[2]. Aus Bodenheim, wo das St. Albanskloster Mainz ebenfalls einen Fronhof hatte und das Stift darüber hinaus auch Vogtherr war, ist folgender Amtseid des Schultheißen überliefert[3].
Der vom Probst bestellte Schultheiß musste dem Obergericht, Dingleuten und den Baumeistern geloben:
- "des Gerichts und der Dingleute Heimlichkeit zu verschweigen - sofern dies nicht gegen die Interesse ihrer Obrigkeit verstoße -ihren Schaden zu wahren und selbst keinen zu tun."
- An den Gerichtstagen hatte der Schultheiß zum Zeichen der "Hegung" des Gerichts seinen Stab in die Erde zu stoßen und dazu zu sprechen:
- "Das wolle er von beider Herren wegen jeglichem zu seiner Gerechtigkeit zu verhelfen."
- Einen sehr viel umfangreicheren Eid (in einer heute nur noch schwer verständlichen Sprache) musste der Herrnsheimer Schultheiß 1698 anlässlich eines Huldigungsterms sprechen.[4]
- Er musste schwören:
- "... den Euch anvertrawten Herrnsheimer Schultheisen-Dienst mit behörigen Fleiß, Sorgfalt und Eyfer dergestalten zu versehen, damit alles was zur Handhabung Ewerer guädiger Herrschaft gerechtsame, in dero Flecken Hernsheim und darzue gehöriger Gemarckung ersprieslich, auf das beste beobachten, und die für fallende importierliche Sachen deroselben zeitlichen Kellern allhier, sobald immer möglich angezeiget, wie nicht weniger, dass alle euch zuekommende herrschaftliche Befelch, sie seien von selbicher selbst oder in ihrem Nahmen von ihren Bedienten auf das schleunigste vollzogen und dero allhiesige Gefäll zur rechten Zeit eingesamblet, dieselbe besagten ihren Kellern gegen Schein für sambst eingeliefert werden mögten, sodan auch, dass ihr allebey euch sich anmeldende parhyen in denen für einen zeitlichen Schultheisen zue Hernsheim gehörigen Sachen jederzeit guotwillig anhören und dieselbe ohne underscheidt der persohnen, sie seyen reich oder arm, durch ordentlichen Spruch nach eweren besten verstand von einander entscheiden...".
- Was ein Schultheiß beispielsweise zu tun hatte, zeigt eine Begebenheit aus dem Jahr 1763. In diesem Jahr wurde der damalige Schultheiß Matthäus Schömbs (wahrscheinlich Enkel von Hermann Schömbs) beauftragt, bezüglich des Undenheimer Pfarrers Klage beim Viktariat zu führen. Dem Pfarrer wurde sein Lebenswandel, sein Umgang mit Weibspersonen und seine weltliche Kleidung vorgeworfen. Im Pfarrhof seien drei unehrliche Kinder gezeugt worden.
- Es soll an dieser Stelle nun noch etwas ausführlicher auf das Hofgut von St. Alban eingegangen werden, welches in der Geschichte der Familie Schömbs praktisch ein ganzes Jahrhundert eine so große und entscheidende Rolle gespielt hat.[5]
Zunächst aber noch einige Hinweise zu St. Alban und den Stiftsherren.
- Der Name St. Alban ist auf Priester Albanus zurückzuführen, der um 400 nach Christus in Mainz wirkte und dort in den Wirren der Völkerwanderungszeit den Märtyrertod erlitt. Schon bald nach Albans Tod wurde bei seinem Grab im Bereich des heutigen Mainzer Stadtparks eine Kapelle zu seiner Verehrung gebaut. Rund 400 Jahre später, um 800, wurde an Stelle jener ersten Kapelle eine der größten Kirchenbauten im damals fränkischen Reich errichtet, der ein Benediktinerkloster (St. Alban) angegliedert war. Dieses entwickelte sich bald zu einem bedeutenden kulturellen Mittelpunkt im Reich, in dem zahlreiche bedeutende Reichs- und Kirchenversammlungen stattfanden. Die Gemahlin Karls des Großen, Fastrada, fand hier ebenso ihre letzte Ruhestätte wie durch 200 Jahre die Erzbischöfe von Mainz.
1419 wurde das Kloster in ein geistliches Ritterstift umgewandelt. Das Kloster wurde 1329 und nach dem Wiederaufbau 1552 nochmals zerstört. Die Stiftsherren ließen sich danach in der Stadt nieder, wo ihre Gebäude bei der Belagerung von Mainz 1793 zerstört wurden. 1803 folgte das endgültige Ende der Abtei und seiner 1000 jährigen Geschichte, als durch die Säkularisation das Kloster durch die Franzosen aufgehoben und der Besitz zum Nationaleigentum erklärt und versteigert wurde. Soweit zur Vorgeschichte.
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| Kloster St. Alban, Mainz (1518) |
- Das Kloster hatte schon 1131 Grundbesitz in Undenheim, der sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erheblich mehrte. Auf diese Weise entstand das Hofgut St. Albans in Undenheim. Das Gut hatte aus mehreren Gründen eine Sonderstellung. Zunächst hatte es mit den größten Grundbesitz in Undenheim (189 große Morgen, das sind ca. 517.ooo qm also 51 ha; dazu kam noch 1 1/2 Morgen Hofreite und Garten. Die Besitzungen von St. Alban unterschieden sich auch durch ihre Einzelgrößen deutlich von den anderen Feldern, die durch ständige Erbteilungen usw. stark zersplittert waren und in der Regel nur schmale Streifen von höchstens 1/2 - 1 Morgen bildeten. Das St. Albansgut wurde dagegen schon seit dem Mittelalter stets in Zeitpacht an einen, höchstens zwei bis drei Beständer gegeben, wodurch eine Zersplitterung der großen Flächen vermieden wurde. Als fast die einzigen großen Felder in der Gemarkung fielen sie deshalb zwischen den zahllosen schmalen Streifen besonders auf. Auffallend war auch, dass viele dieser Felder eigene Gewanne bildeten oder am Anfang einer Gewann lagen, so dass sie direkt vom Feldweg aus zugänglich waren, was besonders während der Erntezeit wichtig war. Dr. Curschmann schließt in seiner Veröffentlichung über St. Alban ) aufgrund dieser Bevorzugung, dass es sich um früheres "Königsgut" gehandelt haben muss, welches später in den Besitz des Klosters kam.
- In diesem Zusammenhang wird auch das so genannte "Atzungsrecht" des Pfalzgrafen (Herbergsrecht im St. Albans-Hof) genannt, das als Relikt aus dieser Zeit noch zu Lebzeiten von Joh. Heinrich Schömbs galt.
In den alten Rechtsquellen des Ortes (Weistum) hieß es dazu:[6]
- "wäre es, dass unser gnädiger Herr der Pfalzgraf oder die Seinen herkämen, auf welche Zeit es geschehe, so sollen sie ziehen auf den Hof zu St. Alban, und darin Sie haben Stallung, dass die Gemeinde keinen Krait (Anm.: Kommt von Krähen: die armen Leute sollten derselbst davon keinen Schaden haben) davon habe, und da sollen sie ihrem Herrn geben Heu und Stroh".
- Wegen der übertriebenen Ausnutzung dieses Rechts durch die Amtsleute und Diener des Pfalzgrafen kam es immer wieder zu Beschwerden der Herren von St. Alban.
- Im pfälzischen "Regalienbuch" von 1683 heißt es u.a. bezüglich des St.Albansstifts:
- "hat auch einen Hof allda (Undenheim), an jetzo von 40 Malter verliehen (Anm.: Jahrespacht der Hofleute = 40 Malter Korn) und muß aus demselben einen Hofwagen zur Frohnd, auch sooft die Herrschaftoder Bediente dahin kommen, Logament und Stallung, auch Rauhfutter stellen, und ist der Hofmann allen Gemeindsbeschwerden unterworfen und auf die Überbesserung geschätzt".
- Damit ist ein nicht unerheblicher Teil der Pflichten und Sorgen unserer Vorfahren als St. Albans-Hofmänner genannt. Im Herbst hatten die St.Albans-Hofmänner wie von alters her Fahrten nach Mainz zu machen.
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Hofgut St. Alban in Undenheim (im Hintergrund die Zehntscheuer) |
- Das Kernstück des St. Albansgutes bildete der Hof in der Tränkgasse Nr. 4 mit seinen beiden großen Scheuern (eine davon war die Zehntscheuer) und die unmittelbar dahinter liegenden 30 Morgen Feld. Daneben existierte noch ein Werksgut des Stifts in Undenheim. Zu dem Gut gehörte auch ein Teil des Dorfgrabens. Die St. Albans-Hofmänner waren zur Unterhaltung dieses der Allgemeinheit dienenden Grabens verpflichtet. Desgleichen oblag ihnen die Unterhaltung des Falltores an der Alzeyer Pforte, einer von mehreren Pforten, die zur mittelalterlichen Dorfbefestigung gehörten. Eine weitere Pflicht war das Läuten der großen Glocke bei Aufziehen eines Wetters.
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| Innenhof des Hofgutes St. Alban Undenheim (1999) |
- Im Jahr 1700 war es zu einer zahlreiche Punkte umfassenden Vereinbarung mit der Kurpfalz gekommen. Danach sollten die St. Albans-Hofleute vom Einzugsgeld befreit sein, desgleichen vom "Beedgeld" und "Beedhafer", sowie, wenn sie keine kurpfälzischen Leibeigenen waren, vom "Fastnachtshuhn". Der Hof sollte wie ein freies Rittergut behandelt werden.
Trotzdem kam es auch in den Jahren danach immer wieder zu Beschwerden über Forderungen, so z.B. 1702 als vom Heerfaut die Stellung eines verdeckten Heerwagens gefordert wurde. Für den Schützen wurden 4 Malter Korn gefordert und mussten gegeben werden. Hofmann von St. Alban zu sein war also trotz gewisser Befreiungen stets auch mit Risiken verbunden und mit Belastungen verknüpft. Auch musste man sich in Hof und Gebäulichkeiten mit den Zehntbeamten- und -knechten teilen.
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Der "Zehnte" war ursprünglich eine reine Kirchensteuer. Er wurde schon in der Bibel genannt. Im Laufe der Zeit wurde er aber insoweit zweckentfremdet, als er oft in den Besitz weltlicher Herren kam; in Undenheim war dies allerdings nicht der Fall. Der große Zehnte war vornehmlich von Getreide und Wein zu entrichten, während der kleine Zehnte von Kraut und Rüben und als Blutzehnt vom Jungvieh zu geben war.
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Grenzstein St. Alban aus der Gemarkung Bodenheim (bei Vermessungsarbeiten gefunden) |
- Mit der Vereinnahmung des Zehnten war immer ein enormer Aufwand verbunden. So wurde zunächst vom Wachtmeister während der Erntezeit die ganze Gemarkung umritten. Mehrere Zehntwächter und Zehntträger rückten ebenso wie ein Fuhrwerk mit mehreren Mann Besatzung an, um mit dem Einfahren zu beginnen. Gelegentlich half auch der Hofmann von St. Alban. Er erhielt dafür l0 Albus-Weispfennig pro Wagen. Das Einfahren dauerte etwa 4 Wochen und erbrachte knapp 10.000 Garben, die dann in einzelnen Haufen so aufgesetzt wurden, dass jeweils von 10 Garben eine, die nicht zu klein sein durfte, als Zehntgarbe liegen bleiben musste. Zehntwächter und -träger gingen herum und passten auf. Von September bis März wurde dann ausgedroschen. Das Getreide wurde dann mit dem Fuhrwerk nach Mainz zum Verkauf gebracht.
Beim Zehnten kam es immer wieder zu Betrugsversuchen und Diebstahl von Zehntgarben. Da die Zehntgarben in einer Scheuer des St. Albanshofs gelagert wurden, war die Verlockung zu Unkorrektheiten natürlich gerade für die St. Albans-Hofmänner groß. Auch St. Albans-Hofmänner waren deshalb von Strafmaßnahmen wegen Zehntbetruges und Untreue betroffen. Zehntstreitigkeiten waren eine ständige Quelle von Prozessen.
Aus dem Jahr 1661 ist sogar eine Massenschlägerei auf dem Albanshof überliefert, zu der es infolge von Streitigkeiten zwischen dem Hofmann und dem für den Ausdrusch der Zehntfrüchte verantwortlichen Wachtmeister kam. Für den Hofmann hatte dies zur Folge, dass sein Bub vom Schultheiß in Arrest genommen und seine Frau in die Betzenkammer geführt wurde. Daraus ist zu ersehen, dass bei Streitigkeiten mitunter recht rigoros vorgegangen wurde.
Aber auch Johann Heinrich Schömbs und einige andere Mitglieder der Familie waren offenbar durchaus von recht rustikaler Natur und nicht alle feine Leute. Laut Walter Schwamb ist überliefert, dass Pfarrer Häffner Schultheiß Heinrich Schömbs als "einen unhöflichen und groben Menschen" charakterisierte.
Zwei Familien aus der Schultheißenfamilie Schömbs beschäftigten das Dorfgericht mit Untersuchungen wegen schweren Beschuldigungen, übelsten Beschimpfungen und Schlägereien, sowohl innerhalb der Familie, wie auch gegenüber anderen. Auch ein Hofmanns-Sohn der Soldat geworden war, erfreute sich keines besonders guten Leumunds. Pfarrer Falkenstein nannte ihn einen "infamen, unverschämten und boshaften Lügner". Es war also durchaus einiges Konfliktpotential in der Familie. Dies war im Hinblick auf die Ausübung des Schultheißenamtes durch Schömbs-Familienmitglieder natürlich besonders problematisch.
Wie Undenheim selbst, wurde der St. Albans-Hof sowohl während des 30-jährigen Krieges als auch während der Pfalzverwüstung (1689) weitgehend zerstört. Der an gleicher Stelle wiederaufgebaute Gutshof in seiner heutigen Form dürfte daher aus der Zeit zwischen 1700 und 1800 stammen.
Bei Bauarbeiten im Hof des St. Albansguthofs wurde vor kurzem ein Mauerstein mit der Jahreszahl 1616 gefunden und an einer Wandseite des Gebäudes eingesetzt. Vermutlich stammt der Stein direkt vom Hof und ist wohl eines der ältesten steinernen Denkmale von Undenheim.
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| Mauerstein im Hof aus dem Jahr 1616 |
1817, mit dem Einsetzen des Brandkatasters hatte der Gutshof mit 2.000 Gulden die höchste Versicherungssumme eines Hauses in Undenheim.
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Wohnhaus von Heinrich Schömbs seit 1732 in der Alzeyer Straße Nr. 6, Undenheim
In dem Haus wohnte später sein Sohn Johann und danach sein Neffe Johann, und dessen Sohn bis in die frühen 1800er Jahre. |
- Das endgültige Ende für den Klosterbesitz kam 1803. In diesem Jahr wurde der Gutshof in Mainz versteigert. Nach mündlicher Überlieferung sollen die Bauern von Undenheim im weißen Bierhaus in der Rosengasse, Ecke Klarastraße in Mainz eingekehrt sein. Der Wirt, Bierbrauer Paul Bernhard, soll ihnen zu essen und trinken vorgesetzt haben. In dieser Zeit habe er sich in das Versteigerungslokal begeben und ohne Gegengebot für wenig Geld das Undenheimer Gut erworben. Der Hof war dann bis 1957 im Besitz der Familie Bernhard. 1957 wurde er von dem Undenheimer Landwirt Julius Schwamb erworben, der noch heute Besitzer des Hofes ist.
Auch Joh. Heinrich Schömbs hatte in seinem Leben mit einigen Jahren extremer Witterungsverhältnisse zu tun. 1708 auf 1709 war der kälteste Winter des Jahrhunderts. Es wird berichtet, dass Tausende Menschen elend zugrunde gingen, die Vögel fielen tot aus der Luft, das Wild erfror, der Wein gefror in den Fässern, fast keine Reben blieben erhalten und auf Jahre hinaus war der Weinbau vernichtet. Viele Menschen wanderten in dieser Zeit größter Not nach Amerika aus. Bei Mainz konnte man durch lange Wochen mit vierspännigen Wagen über den Rhein fahren. Aus den Jahren 1718 und 1724 wird von einer außerordentlich großen Hitze in den Sommern berichtet.
1732 erstellte Schultheiß Heinrich Schömbs unter Mitwirkung von sechs Schöffen (u.a. Johann Mathäus Schömbs) ein aktuelles Verzeichnis der zinspflichtigen Güter in der Gemarkung. Die Aufstellung enthält nähere Angaben zu den von den zinspflichtigen Gütern zu zahlenden Zinsen. Neben Heinrich Schömbs erscheinen in der vollständigen Aufstellung auch etliche Schömbs-Familienmitglieder, z.B. Theodor Schömbs, Philipp Schömbs, Johann Mathäus Schömbs und noch einige andere, u.a. ist auch Heinrich Schömbs selbst mit erfasst.
Von besonderer Wichtigkeit ist die Urkunde für unsere Familiengeschichte auch noch deshalb, weil es sich bei der Unterschrift von Heinrich Schömbs (geboren 1674) unter der Urkunde um die älteste überlieferte Unterschrift eines der Söhne von Zacharias Schömbs handelt, also brachte die Familie 1692 als sie nach Undenheim kam,wohl tatsächlich bereits den Namen "Schömbs" mit dieser Schreibweise mit.
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Renovation der der Kollektur Odernheim zinspflichtigen Güter in der der Gemarkung durch Schultheiß Heinrich Schömbs und sechs genannte Schöffen (1732) Hess. Staatsarchiv Darmstadt C2, 413/3 (Auszug aus der Originalurkunde) |
- Der für heutige Verhältnisse schwer lesbare Text lautet:
Undt daß vorbeschriebene Zinßen, undt da vor
Ein gegebene Unterpfändter mitt Ihrn Jetzigen
Inhaber beforchenten neben Läger undt anstößer,
durch unß Schultheiß undt gerichten des Orths
Undenheim Oberambts Alzey zu Endt mitt
Eygener Handt gemelt. Warhafftig wie vorher
Eingetragen, beschrieben. Ein solches Thun wir
Bey unseren Theuren gerichts Eydten bekennen.
Dessen den zu warhaffter undt mehrer Urkundt
haben wir diese neu verfertigte Renovation
mitt Unserem gewöhn(lichen) Gerichts Insigill /: doch in
all Weg ohne Schaden :/ hiemitt confirmiret.
Geschehen Undenheim den 18 ten October 1732
Heinrich Schömbß schultheiß
Jost Peter……………………deß gerichts
Wendel…………………….. Deß gerichts
………………….deß gerichts
Johan Mathes Schömbß deß gerichts
………………….deß gerichts
benedict Schloß …….. deß gerichts
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| Sterbeeintrag Joh. Heinrich Schömbs, Kath. Kirchenbuch Undenheim 1743 |
- Joh. Heinrich Schömbs lebte im Zeitalter der Aufklärung. Die Moral und das Benehmen dieser Zeit reichte von hohem sittlichem Niveau und vollendeter Höflichkeit bis zur gröbsten Rohheit. Bäder waren ein seltener Luxus, Wohlgerüche wurden dazu benutzt, den Eigengeruch und schmutzige Wäsche zu verdrängen. Männer konnten zum Dienst in der Armee gepresst werden. Weniger als einer von 1.000 Bauern konnte lesen und schreiben. Die Ernährung war schlecht, die Hygiene primitiv und man hatte kaum irgendwelche Vorstellungen über Krankheitsursachen.
- Auch Joh. Heinrich Schömbs erlebte in diesem Jahrhundert noch etliche Kriege wie z.B. den Spanischen Erbfolgekrieg 1701-1714, den Polnischen Erbfolgekrieg 1733-1735 und den Österreichischen Erbfolgekrieg 1740-1748. Und dennoch, es war auch die Zeit von Künstlern hohen Ranges wie Bach und Händel, die auf bessere Zeiten hoffen ließ.
- Aufzählung einiger berühmter Zeitgenossen von Joh. Heinrich Schömbs:
- 1663 - 1727 Dr. Eisenbarth
- 1670 - 1733 August der Starke
- 1672 - 1725 Peter der Große
- 1685 - 1750 Johann Sebastian Bach
- 1685- 1750 Georg Friedrich Händel
- Kinder: (11)
- Johann(es) Schömbs sen. (*17.03.1706, +21.05.1766 Undenheim)2.3.1
- Johann Schömbs senjor heiratete am 24.06.1727 in Undenheim Appolonia Görtgen (*1712, +24.10.1785 Undenheim) aus Weinolsheim. Zeugen waren Philipp Schömbs und Joh. Peter Escher.
Johannes Schömbs senior war Gemeindsmann und gemeiner Vorsteher.
Im Katholischen Kirchenbuch von Undenheim ist für Johann Schömbs senjor zwar am 26.10.1762 eine zweite Ehe mit der Witwe Ursula Fessenfeld geborene Neukirch (*Oberbrechen) eingetragen. Diese ist laut Familienbuch Undenheim von Walter Schwamb aber Johannes Schömbs junior zuzordnen. Zur besseren Unterscheidung wurde Johannes Schömbs junior 1762 der Ältere genannt, was aber letztlich doch verwirrte.
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| Heiratseintrag Johann Schömbs sen., Kath. Kirchenbuch Undenheim, 1727 |
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| Heiratseintrag Johann Schömbs sen., Kath. Kirchenbuch Undenheim, 1763 |
- Johann Schömbs senjor wohnte zunächst in der Tränkegasse 6, später in der Kirchstraße Nr. 23 in Undenheim. Das Anwesen in der Kirchstraße hatte er von seinem Vater Johann Heinrich Schömbs geerbt. Es ging später an den Schwiegersohn von Johann Schömbs senjor, Johann Eberhard, über. Dieser war mit Katharina Schömbs, der Tochter von Johann Schömbs senjor verheiratet. Johann Eberhard heiratete nach dem Tod von Katharina Schömbs (1781) wieder. Katharinas Bruder, Johann Schömbs, fungierte 1786 als Taufpate bei der Geburt von Johannes Eberhard, einem Sohn aus der zweiten Ehe von Johann Eberhard. In der Geburtsurkunde wird er als Johann Schömbs aus Laubenheim genannt.
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| Sterbeeintrag Johann Schömbs sen. KB Undenheim 1766 |
- Kinder: (10)
- Anna Elisabeth Schömbs (*Undenheim)2.3.1/1
- Anna Schömbs (*27.09.1728, +26.01.1729 Undenheim)2.3.1/2
- Taufpatin war Anna Schömbs, Ehefrau von Mathäus Schömbs.
- Anna Katharina Schömbs (*01.05.1730, +30.09.1781 Undenheim)2.3.1/3
- Taufpatin war Anna Katharina Schömbs, Tochter von Heinrich Schömbs.
Anna Katharina Schömbs heiratete am 19.06.1770 Johannes Eberhard (*1733 Gau Weinheim, +31.07.1813 Undenheim) aus Niederweinheim. Der Vater von Johannes Eberhard war Schultheiß in Nieder-Weinheim. Taufzeuge war Balthasar Münzenberger.
Anna Katharina Schömbs wohnte mit ihrem Mann bis zu ihrem Tod 1781 im Elterhaus in der Kirchstraße Nr. 23 in Undenheim. Nach dem Tod von Anna Katharina Schömbs heiratete ihr Ehemann Johannes Eberhard noch einmal und war in zweiter Ehe mit Maria Gertrud Baldner verheiratet. Mit ihr hatte er nochmal 3 Kinder (Anna Maria, Maria Magdalena und Johannes)
- Kinder: (1)
- 1.1....Appolonia Eberhard (*02.09.1772 Undenheim)
- Taufpatin war Appolonia Schömbs.
- Johann Wilhelm Schömbs (*15.11.1733, +10.09.1739 Undenheim)2.3.1/4
- Taufpate war Johann Wilhelm Görtgen, Weinolsheim.
- Johann Matthias Schömbs (*09.01.1736 Undenheim, +23.08.1768 Undenheim)2.3.1/5
- Taufpate war Johann Mathäus Schömbs, Wahlheimer Hof.
Johann Matthias Schömbs starb durch einen Unglücksfall in der Scheune.
- Johann Valentin Schömbs (*22.03.1739, +03.11.1739 Undenheim)2.3.1/6
- Johann Georg Schömbs (*06.05.1742, +10.01.1743 Undenheim)2.3.1/7
- Taufpate war Johann Georg Schömbs, Sohn von Heinrich Schömbs.
- - Laubenheimer Linie -
- Johannes Schömbs (*14.10.1744 Undenheim, +14.08.1793 Laubenheim)2.3.1/8
- Taufpate war Johann Schömbs, Sohn von Schultheiß Mathäus Schömbs und seiner Frau Anna.
- Johann Schömbs heiratete am 22.01.1769 in Ober-Olm Gertrud Hermes (1739-1799). Das Ehepaar lebte bis circa 1775 in Undenheim. Es hatte insgesamt 4 Kinder, von denen 3 in Undenheim auf die Welt kamen. Das vierte Kind, Andreas, kam am 31.08.1777 in Nierstein, offenbar einer vorübergehenden Zwischenstation bis zur Umsiedlung nach Laubenheim, zur Welt.
Johannes Schömbs ist der Gründer der Laubenheimer Linie, der wegen ihres großen Umfangs und Bedeutung, aber auch wegen der abweichenden Schreibweise "Schembs" wie bei den Herrnsheimer Schembs ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
- Kapitel D "DIE LAUBENHEIMER SCHEMBS".
- Johann Schömbs muß etwa um 1780 nach Laubenheim gekommen sein. 1786 tritt er in Undenheim, seinem alten Heimatort noch einmal als Taufpate bei seinem Schwager Johann Eberhard in Erscheinung und wird in der Urkunde als "Johann Schömbs aus Laubenheim" bezeichnet. Der Familienname von Johann Schömbs wurde sowohl in Ober-Olm, wo er heiratete, als auch in Laubenheim mit "Schems" bzw. "Schembs" eingetragen. Die Namensschreibung "Schembs" wurde in Laubenheim bis in die heutige Zeit beibehalten.
- Die weitere Nachfahrenslinie von Johann Schömbs und seinen vier Söhnen in Laubenheim ist in Kapitel D "DIE LAUBENHEIMER SCHEMBS" dargestellt.
- Anna Elisabetha Schömbs (*24.09.1748 , +13.04.1749 Undenheim)2.3.1/9
- Taufpatin war Anna Elisabetha Geist, Weinolsheim.
- Johann Peter Schömbs (*12.10.1750 Undenheim, +29.10.1812 Frettenheim)2.3.1/10
- Taufpate war Peter Lenz, Weinolsheim. Johann Peter war verheiratet mit Agnes Becker (*Gau Odernheim) 04.01.1783.
- Johannes Balthasar Schömbs (*01.12.1754 Undenheim)2.3.1/11
- Taufpate war Balthasar Münzenberger.
- Anna Catharina Schömbs (*ca.1706, Undenheim)2.3.2
- Anna Katharina tritt 1726 als Taufpatin bei Anna Katharina Held in Erscheinung.
Die Eltern von Anna Katharina Held stammten aus Vallendar.
- Anna Maria Schömbs (*11.11.1707 Undenheim)2.3.3
- Taufpatin war Anna Maria Dapper, Wahlheimer Hof, Ehefrau von Joh. Peter Dapper.
- Johann Peter Schömbs (*12.05.1708, +22.01.1717 Undenheim)2.3.4
- Taufpate war Johann Peter Dapper, Wahlheimer Hof.
- - Wahlheimer Linie -
- Joh. Mathäus Schömbs (*18.02.1711 Undenheim, +12.07.1780 Wahlheimer Hof)2.3.5
- Taufpate war Johann Mathäus Schömbs, Sohn von Hermann Schömbs. Johann Mathäus Schömbs ist der Gründer der "Wahlheimer Linie" der Familie.
- Joh. Mathäus Schömbs heiratete am 15.11.1729 in Undenheim Maria Ottilia Palmes (*1710, +17.09.1773 Wahlheimer Hof) of Wahlheimer Hof.
- Maria Otilia Palmes war eine von drei Töchter des Müllers Martin Palmes und seiner Ehefrau Catharina. Der Vater von Otilia Palmes betrieb die Mühle auf dem Wahlheimer Hof. Nach der Einheiratung arbeitete Joh. Mathäus Schömbs zunächst als Müllerbursche in der Mühle des Schwiegervaters. Später übernahm er mit seiner Frau die Mühle.
- Der Wahlheimer Hof mit seiner Mühle ist eine kleine Ansiedlung, die zwischen Undenheim, Köngernheim und Hahnheim liegt. Das Hofgut, welches 8 Wohnhäuser, die Mühle und das eigentliche Hofgut umfasst, wird "Wahlheimer Hofer Hof" genannt. Es ist heute ein eigenständiger Ortsteil der Gemeinde Hahnheim.
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| Zeichnung Wahlheimer Hof (ganz links Wirtschaftsgebäude mit der alten Mühle) |
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| Siedlung Wahlheimer Hof |
- Der Wahlheimer Hof hat eine uralte Geschichte. Er war eine bedeutende Niederlassung des Zisterzienserklosters Eberbach (Rheingau). Erbaut wurde das Klostergebäude "Wahlheimer Hof" schon um 1227. Zum Kloster gehörten alle auch heute noch vorhandenen Gebäude, das Abthaus in der Mitte des Wahlheimer Hofs, die Zehntscheunen und die frühere Mühle mit den Walmdächern. Die Mühle des Wahlheimer Hofs war eine der vielen ehemaligen Mühlen am Ufer der Selz. Es war eine alte Wassermühle. Sie galt in der weiteren Umgebung als eine der besten Mühlen. Gemahlen wurde insbesondere Getreide, Schrot und Kleie, was von den Müllerburschen auch ausgefahren werden musste. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Mühle von dem letzten Mühlenbesitzer August Ebling, der die Mühle 1900 erworben hatte, zur Schrotmühle umgebaut.
- Heute ist der Wahlheimer Hof und die Mühle im Besitz der Familie Ruzycki, die dort Weinbau und ein Weinlabor betreibt. Das alte Mühlengebäude dient nach Umbau heute als Wohnhaus, wobei verschiedene Elemente der alten Mühle wie z.B. die Mühlsteine usw. in und um das Gebäude integriert wurden. Eindrucksvoll ist vor allem die Integrierung des alten Flusslaufes der Selz. Die Selz führte früher zur Nutzung der Wasserkraft durch das Mühlengebäude. Im Fußboden des Wohnzimmers der Familie Ruzycki ist eine große Glasplatte eingelassen. Unter dieser Glasplatte fließt die Selz unter dem Gebäude durch. Zur Demonstration ist dort eine Beleuchtung installiert, die unter dem Wohnzimmer den Blick auf die Selz eröffnet.
In einem Nebengebäude betrieb bis zu seinem Tod im Jahr 1998 der Landwirt Albert Dückert ein "Kuhstallmuseum", in dem die Geschichte des Hofes lebendig wurde. Albert Dückert war sehr heimatverbunden und hat sehr engagiert die Erforschung der Geschichte des Wahlheimer Hofes betrieben. Er hat entscheidenden Anteil an der Herausgabe der Festschrift der Kirchengemeinde Hahnheim, Selzen und Köngernheim aus Anlass des Gemeindefestes auf dem Wahlheimer Hof 1983.
- Interessant ist die Namensschreibung in Wahlheim. Der Wahlheimer Hof war damals zusammen mit Sörgenloch eine Filiale von Zornheim. Der damalige Pfarrer trug den Familiennamen mit " Schimbs" im Kirchenbuch ein.
- Kinder: (12)
- Johann Schömbs (*27.02.1731, +01.05.1732 Wahlheimer Hof)2.3.5/1
- Taufpate war Johann Schömbs aus Undenheim
- Heinrich Schömbs (*07.10.1733 Wahlheimer Hof, +01.12.1810 Undenheim) 2.3.5/2
- Taufpate war Heinrich Schömbs, Undenheim (Bruder des Vaters).
Heinrich Schömbs war in Undenheim Gastwirt (1789) und Gemeindevorsteher (1784–1790). Er heiratete am 17.06.1760 in Oppenheim Anna Maria Friederich (*1736 Dienheim,+14.10.1810 Undenheim). Der Vater von Anna Maria Friedrich, Jakob Friederich, war Gerichtsmann in Dienheim.
- Kinder: (15)
- 15.1.. Johann Jakob Balthasar Schömbs (*26.04.1761 Undenheim)
- Taufpate war Johann Jacob Friedrich, Dienheim, und Balthasar Münzenberger.
- 15.2.. Maria Ottilia Schömbs (*02.02.1763 Undenheim, +26.03.1795 Gimbsheim)
- Taufpatin war Maria Ottilia Schömbs.
Maria Ottilia Schömbs heiratete am 25.01.1791 in Undenheim Peter Spira (+24.06.1815 Gernsheim). Peter Spira war Lehrer in Gernsheim. Trauzeugen waren der Vater der Braut und Georg Wirth, Lehrer.
- Kinder: (3)
- 3.1.....Agnes Spira
- Agnes heiratete am 16.07.1782 in Gimbsheim.
- 3.2.....Franz Johann Dominic Spira (*07.11.1791 Gimbsheim, +25.11.1859 Gimbsheim)
- Franz heiratete am 19.08.1815 in Gimbsheim Maria Josepha Walter (*23.02.1779 Gimbsheim, +28.02.1850 Gimbsheim).
- Kinder: (1)
- 1.1.....Elisabetha Spira (*20.05.1817 Gimbsheim, +24.03.1882 Gimbsheim)
- Elisabetha heiratete am 03.03.1840 in Gimbsheim Johann Martin Weyrich (*02.08.1813 Gimbsheim, +30.11.1893 Gimbsheim).
- Kinder: (1)
- 1.1.....Eva Katharina Weyrich (*24.12.1840 Gimbsheim, +03.01.1906 Gimbsheim)
- Am 25.11.1862 in Gimbsheim heiratete Eva Katharina Johannes Mahlerwein III (*14.06.1836, +01.07.1887 Gimbsheim).
- Kinder: (3)
- 3.1.....Maria Sophie Mahlerwein (*19.04.1878 Gimbsheim, +08.12.1959 Freiendiez)
- Maria Sophie heiratete am 29.10.1908 in Freiendiez August Schmidt (*15.01.1871 Freiendiez, +27.02.1939 Freiendiez).
- Kinder: (3)
- 3.1.....August Julius Karl Schmidt (*18.08.1909 Freiendiez, +03.12.1978 Aull)
- Am 06.09.1936 in Freiendiez heiratete August Erna Auguste Lina Lind (*15.10.1914).
- Kinder: (1)
- 1.1.....Uta Minna Schmidt (*06.07.1938 Diez-Freiendiez)
- Uta heiratete Herr Walter.
- Kinder: (1)
- 1.1.....Stephan Walter (*1960 Limburg/Lahn)
- Stephan Walter heiratete am 17.05.1986 in Freiendiez Monika Beate Ströder (*1957 Frankfurt/Main).
- Kinder: (3)
- 3.1.....Isabel Christine Walter (*1989 Limburg/Lahn)
- 3.2.....Maya Sophie Walter (*2001 Limburg/Lahn)
- 3.3.....Julian Walter (*2005 Limburg/Lahn)
- 3.2.....Karl Schmidt (*20.09.1914 Freiendiez, +11.03.1986 Hennethal)
- Karl heiratete Else Enders
- Kinder: (2)
- 2.1.....Beate Schmidt (*1954 Hennethal)
- Beate heiratete Manfred Schwenk
- Kinder: (2)
- 2.1.....Carina Schwenk
- 2.2.....Tatjana Schwenk
- 2.2.....Gabriele Schmidt (*1960 Hennethal)
- 3.3.....Adolf Schmidt (*15.03.1919 Freiendiez, +17.12.1983 Freiendiez)
- Adolf und Irmgard Gunkel heiratete.
- Kinder: (1)
- 1.1.....Volker Schmidt (*1962)
- 3.2.....Johann Mahlerwein (*~1881 Gimbsheim, +in Amerika?)
- 3.3.....Drittes Kind Mahlerwein
- Kinder: (2)
- 2.1.....Hans Mahlerwein (+~1942)
- 2.2.....Maria Mahlerwein (+27.02.1945 Mainz)
- 3.3.....Peter Spira (*04.07.1793 Gimbsheim)
- Peter heiratete Anna Margareta Lelarge (*1806 Köln)
- Kinder: (x)
- x.x.....Sohn Spira
- Kinder: (x)
- x.x.....Gertrude Spira (*27.05.1874 Andernach)
- Kinder: (x)
- x.x.....Tochter Spira (?)
- Tochter Spira heiratete Herr Knorrp.
- Kinder: (x)
- x.x.....Trudemarie Knorrp (*1939 Köln)
- 15.3.. Franz Schömbs (*14.11.1764, +21.06.1776 Undenheim)
- Taufpate war Franziscus Gesinn, Dienheim.
- 15.4.. Mathäus Schömbs (*23.04.1766 Undenheim)
- Taufpate war Mathias Keller.
Mathäus Schömbs heiratete am 28.11.1797 Klara Müller (*1777 Nieder-Olm, +16.06.1849 Undenheim).
- Kinder: (8)
- 8.1.....Elisabetha Schömbs (*17.07.1798 Undenheim)
- Elisabetha Schömbs heiratete am 17.04.1830 in Nackenheim den Witwer Stephan Junker.
- Kinder: (3)
- 3.1.....Adam Junker (*1834)
- Adam heiratete am 13.06.1858 in Nackenheim Gertrud Grisheimer.
- 3.2.....Elisabetha Junker (*1836)
- Elisabetha heiratete am 08.08.1858 in Nackenheim Paul Herdt.
- 3.3.....Franz Junker (*1839)
- Franz Junker heiratete am 19.01.1864 in Nackenheim Barbara Zimmermann.
- 8.2.....Heinrich Schömbs (*25.09.1798 Undenheim)
- Taufpate war Heinrich Schömbs.
- 8.3.....Peter Schömbs (*02.05.1801 Undenheim)
- Im Familienbuch Undenheim von Peter Schwamb ist vermerkt das Peter Schömbs 1849 nach Amerika auswanderte.
- 8.4.....Maria Christina Schömbs (*06.09.1803, +21.06.1872 Undenheim)
- Kinder: (1)
- 1.1.....Johannes Schömbs (*10.07.1827 Alsheim)
- 8.5.....Maria Therese Schömbs (*18.01.1806 Undenheim, +07.10.1882 Undenheim)
- Taufpate war J. Heller.
Therese Schömbs heiratete am 11.12.1828 in Undenheim Simon Schreiber (*28.08.1802 Bodenheim, +17.02.1865 Undenheim).
- Kinder: (5)
- 5.1.....Margarete Schreiber (*08.05.1829 Undenheim, + 12.05.1829 Undenheim)
- 5.2.....Peter Schreiber (*14.08.1830 Undenheim, +29.08.1830 Undenheim)
- 5.3.....Johannes Schreiber (*15.12.1831 Undenheim)
- Johannes Schreiber war verheiratet mit Anna Burkhard (*Mainz).
- 5.4.....Margarete Schreiber (*12.1834 Undenheim)
- 5.5.....Jakob Schreiber I. (*24.12.1836 Undenheim, +18.09.1917 Undenheim)
- Jakob Schreiber I. heiratete am 14.01.1875 in Undenheim Dorothea Werle (*13.03.1844 Köngernheim, +05.10.1910 Undenheim).
- Kinder: (3)
- 3.1.....Theresia Schreiber (*1876)
- 3.2.....Jakob Schreiber (*1878)
- 3.3.....Maria Dorothea Schreiber (*1880)
- 8.6.....Anna Margarete Schömbs (*05.04.1809 Undenheim)
- Anna Margarete Schömbs heiratete am 28.11.1832 in Undenheim Philipp Andreas Michel (*07.05.1795, +15.04.1876 Undenheim).
- Kinder: (2)
- 2.1.....Adam Michel (*29.08.1834 Undenheim)
- Adam war von Beruf Bäcker. Er heiratete Christine Best aus Köngernheim.
- 2.2.....Katharina Michel (*21.04.1839, +31.08.1872 Undenheim)
- Katharina Michel heiratete Ebling aus Schornsheim
- 8.7.....Mathias Schömbs (*22.02.1812 Undenheim, +24.05.1818 Undenheim)
- Taufpate war J. Heller.
- 8.8.... Johannes Schömbs (*27.01.1815 Undenheim, +03.05.1884 Milwaukee WI)
- Taufpate war Johannes Müller, Nieder-Olm. Der Sterbeeintrag von Johannes in Milwaukee, Wisconsin identifiziert Mathäus Schömbs und Klara Müller als seine Eltern.
- Kinder: (4)
- 4.1.....Margaretha Schoembs (*~1849 Wisconsin)
- 4.2.....Therese Margaretha Schoembs (*Dec 1849 Wisconsin, +nach 1905)
- 4.3.....Wilhelmine M. Schoembs (*15.02.1854 Wisconsin)
- 4.4.....Elizabeth Schoembs (*~1863 Milwaukee WI, +nach 1930)
- 15.5.. Maria Susanna Theresia Schömbs (*07.08.1767 Undenheim).
- Taufpatin war Maria Susanna Theresia Zetti.
- 15.6.. Anna Maria Schömbs (*30.10.1768 Undenheim)
- Taufpatin war Anna Maria Zimmermann, Oppenheim. Anna Maria Schömbs heiratete am 30.12.1802 in Gimbsheim Johann Falger.
- 15.7...Elisabeth Schömbs (*25.01.1770 Undenheim)
- Taufpatin war Elisabeth Friedrich, verheiratet mit Johannes Lahr.
Elisabetha Schömbs wollte zunächst 1789 Hilarius Deginter aus Frettenheim heiraten. Der Verlobte starb aber vor der Hochzeit, ebenso wie das 1789 geboren gemeinsame Kind Ottilia
Möglicherweise heiratete sie am 31.07.1796 einen Bruder von Hilarius, Ernst Deginter. Die Anmerkungen und Zuordnungen sind auch im Familienbuch Undenheim widersprüchlich, da die Daten sowohl Elisabeth Schömbs (*1770) als auch Elisabeth Schömbs (*1750) zugeordnet sind.
- Kinder: (2)
- Aus die Verbindung mit Hilarius Deginter:
- 2.1.....Ottilia Schömbs (*17.08.1789 Undenheim)
- Aus erster Ehe mit Wolfgang ?Ernst Deginther?:
- 2.2.....Anna Maria Deginther (* 09.05.1795 Spiesheim)
- In zweiter Ehe war Elisabeth Schömbs dann in Frettenheim mit Johannes Stahl verheiratet. Auch hier ist die Zuordnung unklar. Es könnte sich auch um Elisabeth Schömbs (*1754) handeln.
- 15.8...Dorothea Schömbs (*18.08.1771, +18.08.1771 Undenheim)
- Taufpatin war Dorothea Kämmerer, Ehefrau von Johann Kämmerer.
- 15.9...Maria Eva Schömbs (*23.02.1773, +08.05.1775 Undenheim)
- Taufpatin war Maria Eva Diehl, Wörrstadt.
- 15.10..Johann Peter Schömbs (*28.10.1774, +18.01.1852 Undenheim)
- Taufpate war Johann Peter Schömbs.
Johann Peter Schömbs heiratete am 26.08.1805 Eva Katharina Berger (*02.12.1782, +18.01.1852 Undenheim). Peter war Schneider von Beruf. Die Familie wohnte zunächst in der Tränkegasse 48, später in der Sorchengasse 61.
- Kinder: (8)
- 8.1.....Peter Schömbs (*01.07.1796, +1806 Undenheim)
- Taufpate war Peter Ernetti, Frettenheim.
- 8.2.....Lorenz Schömbs (*13.10.1805 Undenheim, +17.10.1807 Undenheim)
- 8.3.....Maria Eva Schömbs (*1808 Undenheim)
- Maria Eva Schömbs heiratete am 27.04.1830 in Undenheim Georg Friedrich Brand.
- 8.4.....Elisabetha Schömbs (*02.07.1809 Undenheim)
- 8.5.....Johann Schömbs (*21.07.1811 Undenheim, +27.01.1848 Undenheim)
- 8.6.....Peter Schömbs (*04.08.1812 Undenheim, +05.12.1827 Undenheim)
- 8.7.....Ignaz Schömbs (*01.05.1814 Undenheim, +02.02.1864)
- Ignaz Schömbs heiratete am 26.02.1843 in Hechtsheim Elisabetha Müller (*09.03.1814, +1872 Mainz).
- Kinder: (3)
- 3.1.....Helene Schömbs (*03.05.1837, +17.12.1837 Hechtsheim)
- 3.2.....Jacob Schömbs (*17.03.1839 Hechtsheim)
- 3.3.....Melchior Schömbs (+17.07.1845 Hechtsheim)
- 8.8..... Franz Schömbs (*01.04.1819 Undenheim)
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Ausschnitt aus "Der Erzähler, Unterhaltungsblatt für Jedermann", 1850 |
- Franz Schömbs war verheiratet mit Maria Kaffenberger (*22.12.1825 Wolfskehlen, +17.05.1875 Undenheim).
Franz Schömbs war zunächst Schuhmacher und Postbote in Undenheim. Später nahm er eine Stellung als Kutscher des Grafen Friedrich Wilhelm von Görlitz in Darmstadt an. Auch seine Frau stand einige Zeit als Jungfer im Dienst der Gräfin.
Über Franz Schömbs sowie seine Ehefrau Marie finden sich in der Literatur im Zusammenhang mit einem Mordprozeß mehrere Erwähnungen, z.B. im Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit, zweiter Band 1851 und in " Berühmte Criminalfälle aus der höheren und niederen Gesellschaft aufgrund wahrer Thatsachen". Die Eheleute Schömbs mußten in dem Prozeß als Zeugen aussagen.
- Kinder: (8)
- 8.1.....Wilhelm Ferdinand Schömbs (*05.04.1850, +10.04.1857 Undenheim)
- 8.2.....Elisabetha Schömbs (*23.12.1852 Undenheim, +21.05.1866 Undenheim)
- Elisabeth Schömbs war verheiratet mit Johann Valentin Hoß (*Groß-Rohrheim, +1870 Darmstadt).
- 8.3.....Anna Pauline Schömbs (*04.01.1855 Undenheim, +21.05.1942 Bingen)
- Anna Pauline Schömbs heiratete am 11.08.1881 in Undenheim Friedrich Josef Escher (*15.06.1844 Undenheim, +28.06.1909 Undenheim).
- Kinder: (3)
- 3.1.....Jakob Escher (*24.01.1884 Undenheim, +04.06.1957 Darmstadt)
- 3.2.....Margarete Escher (* 31.07.1885, + 06.07.1975 Bensheim)
- Margarete heiratete Peter Mann, Gabsheim.
- 3.3.....Otto Escher (*26.04.1893 Undenheim, +25.09.1915 im I. Weltkrieg)
- 8.4.....Maria Johannetta Schömbs (*30.09.1857 Undenheim, +02.10.1857 Undenheim)
- 8.5.....Charlotte Katharina Schömbs (*25.12.1858, +12.07.1886 Undenheim)
- Charlotte Katharina Schömbs heiratete am 01.11.1884 in Undenheim Johannes Hamm (*30.03.1854 Schwabsburg).
- Kinder: (1)
- 1.1.....Margarete Hamm (*22.01.1885 Undenheim)
- 8.6.....Adam Schömbs (*15.12.1861 Undenheim)
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Denkschrift zur Konfirmation von Adam Schömbs aus dem Jahr 1875 zum Vergrößern klicken |
- Adam Schömbs heiratete 1893 in Selzen Eva Maria Weber (*Selzen). Nach Überlieferung von Herrn Klier (Nachfahre) starb Adam früh. Die Kinder mussten in einem Waisenhaus in Biebrich aufwachsen.
- Kinder: (4)
- 4.1.....Paula Schömbs
- 4.2.....Auguste Schömbs
- 4.3.....Elisabeth Schömbs (*1898 Biebrich)
- Elisabeth heiratete Georg Klier (*1891 Langenzell/Bayern).
- Kinder: (4)
- 4.1.....Hans Klier (*1930 Wetzlar)
- Hans Klier heiratete Anneliese Straub (+).
Hans Klier berichtete, dass er eher zufällig wieder in die Heimatgemeinde seiner Vorfahren Undenheim zurückkehrte. Ihm wurde erst später bewusst, dass er in den Ort seiner Vorfahren mütterlicherseits gezogen war. Als er aus der Zeitung von dem Schömbs-Familientreffen und dem Rundgang der Schömbs-Nachfahren durch Undenheim erfuhr, nahm er die Gelegenheit wahr, sich im St.-Albanshof mit den Verwandten aus der Schömbs-Linie zu treffen. Dabei gelang es an Ort und Stelle seine Vorfahren bis zu Zacharias Schömbs zurück zu verfolgen.
Er dürfte heute in Undenheim der einzige noch lebende Nachfahre aus der in Undenheim schon lange verschwundenen Schömbs-Linie sein.
Hans Klier
Aus seinem Besitz stellte er ein Dokument über die Konfirmation seines Großvaters Adam Schömbs zur Verfügung, welches jetzt die Sammlung der historischen Familienstücke ergänzt (siehe oben bei Adam Schömbs).
- 4.2.....Bertha Klier
- 4.3.....Paul Klier
- 4.4.....Heinz Klier
- 4.4.....Otto Schömbs (*Selzen)
- Otto Schömbs war von Beruf Schneider. Er wohnte in Bad-Nauheim. Erst durch die Informationen von Hans Klier konnte nun auch eine im Hessischen Staatsarchiv befindliche Meldung über Otto Schömbs zugeordnet werden. Der Arbeiter Otto Schömbs wurde dieser Meldung zufolge im März 1933 wegen "Herüberwerfens von Zigaretten über die Mauer für inhaftierte Kommunisten" im Amtsgerichtsgefängnis Bad Nauheim in sogenannte "Schutzhaft" genommen.
- Kinder: (1)
- 1.1.....Inge Schömbs
- Inge Schömbs heiratete. Wir wissen nicht wem.
- Kinder: (1)
- 1.1.....Sohn
- 8.7.....Christina Schömbs (*17.03.1863 Undenheim, +04.05.1863 Undenheim)
- 8.8..... Johann Heinrich Schömbs (*06.10.1867 Undenheim, +28.09.1886)
- 15.11...Johann Heinrich Schömbs (*08.10.1776 Undenheim, +13.02.1801 Undenheim)
- Taufpate war Heinrich Schömbs, Herrnsheim.
- 15.12...Anna Katharina Schömbs (*12.04.1778 Undenheim)
- Taufpatin war Catharina Schömbs, Ehefrau von Nikolaus Schömbs, Wahlheimer Hof.
- 15.13...Valentin Schömbs I. (*21.05.1780 Undenheim, +24.03.1860 Undenheim)
- Taufpate war Valentin Lahr.
Valentin Schömbs heiratete am 20.07.1800 Christina Schmitt (*1776 Friesenheim, +25.07.1856). Die Familie wohnte zunächst in der Untergasse 75, später in der Oppenheimer Straße 148.
- Kinder: (8)
- 8.1.....Mathias Schömbs II. (*24.03.1802 Undenheim, +30.06.1843 Undenheim)
- Taufpate war Mathias Schömbs.
Mathias Schömbs II. wohnte in der Wörrstädter Straße 54. Mathias Schömbs heiratete am 18.02.1830 in Undenheim Barbara Müller (*16.09.1806 Elsheim, +15.01.1865 Undenheim).
- Kinder: (1)
- 1.1.....Barbara Schömbs (*10.07.1830 Undenheim, +03.05.1913 Undenheim)
- Barbara Schömbs heiratete am 08.02.1854 in Gabsheim Lorenz Berkes (*10.11.1825 Schornsheim, +30.06.1906 Undenheim).
- Kinder: (4)
- 4.1.....Katharina Berkes (*27.11.1854, +02.07.1937 Undenheim)
- 4.2.....Jakob Berkes (*13.06.1856, +28.03.1940)
- Heiratete Elisabeth Berkes (*1860), eine Cousine.
- 4.3.....Franz Berkes (*15.03.1858, +06.05.1936 Undenheim)
- Heiratete Katharina Manz.
- 4.4.....Maria Berkes (*25.04.1861, +1943 Weinsolsheim)
- Heiratete Georg Heinrich Berkes, ein Cousin.
- 8.2.....Peter Schömbs (*24.03.1803 Undenheim)
- 8.3.....Christina Schömbs (*24.06.1804, +10.10.1805 Undenheim)
- Taufpate war Mathias Schömbs.
- 8.4.....Maria Christina Schömbs (*18.09.1806, +1806 Undenheim)
- Taufpate war Mathias Schömbs.
- 8.5.....Barbara Schömbs (*1808 Undenheim)
- Barbara Schömbs war verheiratet mit Mathäus Schnaal (*Dalheim).
- 8.6.....Valentin Schömbs II (*1811 Undenheim)
- Valentin Schömbs heiratete am 21.11.1844 in Undenheim Anna Maria Becker (*08.08.1810. +30.11.1851 Undenheim).
- Kinder: (3)
- 3.1.....Maria Anna Schömbs (*25.05.1848 Undenheim, +16.05.1877 Undenheim)
- Maria Anna Schömbs heiratete am 17.08.1875 in Undenheim Johannes Bork (*13.09.1843 GauBickelheim, +07.08.1885 Undenheim).
- Kinder: (1)
- 1.1.....Georg Bork (*20.03.1876 Undenheim)
- 3.2.....Christine Schömbs (*11.05.1850 Undenheim, + 09.11.1919)
- Georg Anton Brandt (*15.12.1848, +20.07.1922) und Christine Schömbs heiratete.
- Kinder: (1)
- 1.1.....Ludwig Brandt (*26.07.1894, +17.12.1914)
- Ludwig Brandt heiratete Martha Elisabeth Raber (*21.09.1893, +21.07.1929).
- 3.3.....Margaretha Schömbs (*12.11.1851 Undenheim, +17.11.1851 Undenheim)
- 8.7.....Maria Anna Schömbs (*03.10.1813 Undenheim)
- 8.8.....Jacob Schömbs (*30.01.1817, +09.05.1873 Undenheim)
- 15.14...Maria Magdalena Schömbs (*26.03.1783, +19.04.1790 Undenheim)
- Taufpatin war Maria Magdalena Münzenberger.
- 15.15...Balthasar Schömbs (*23.03.1785 Undenheim, +21.04.1786 Undenheim)
- Taufpate war Balthasar Fleck.
- Maria Catharina Schömbs (*27.02.1736, +12.09.1736 Wahlheim)2.3.5/3
- Taufpatin war Maria Catharina Sieb aus Zornheim.
- Peter Schömbs (*23.08.1737 Wahlheimer Hof)2.3.5/4
- Taufpate war Peter Metten, Wahlheimer Hof.
- Johann Mathäus Schömbs (*10.06.1739 Wahlheimer Hof, +1773 Oppenheim?)2.3.5/5
- Taufpate war Johann Mathäus Krait, Gabsheim.
Mathäus Schömbs heiratete am 27.09.1768 in Oppenheim Maria Agatha Raunheimer. Vermutlich starb Joh. Mathäus Schömbs relativ jung. Bei einem Heiratseintrag aus Oppenheim vom 09.11.1773 in Oppenheim (Heirat von Agatha Schömbs mit Caspar Zöller) handelt es sich vermutlich um die Witwe von Johann Mathäus Schömbs.
- Kinder: (1)
- 1.1.....Joh. Matthäus Schömbs (*19.04.1771 Oppenheim)
- ANMERKUNGEN:
- [1] Dieter Curschmann, 1200 Jahre Undenheim
- [2] Dieter Curschmann, Festschrift zur Restaurierung der katholischen Kirche und Schule Undenheim
- [3] Heimatjahrbuch 1975, Landkreis Mainz-Bingen
- [4] wie Anm. 25
- [5] wie Anm. 36
- [6] siehe Anm. 36
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