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Das Vetterntreffen der Familie Schömbs
Im Juni 2005, alle Sprachbarrieren überwindend, kamen aus dem ganzen Land 120 Nachkommen von Zacharias Schömbs zu einem Treffen nach Herrnsheim, ein kleiner Ortsteil von Worms in Deutschland, 25 km von Undenheim, wo sich Ihr Stammvater 1694 niedergelassen hat.
Ende des Jahres 1980, in drei verschiedenen Ländern und in drei verschiedenen Sprachen haben drei Personen die gleichen Ermittlungen über die gleiche Familie begonnen! Der Deutsche Reinhold Schembs, der Amerikaner Jim Schembs und der Franzose Alain Schömbs.
Eine gemeinsame Leidenschaft: Familienforschung
In Mainz ist Reinhold nur ein paar Biegungen vom Rhein, von den Häusern seiner Vorfahren entfernt. Diese Nähe hat ihm die Möglichkeit gegeben, seinen Stammbaum bis zu Zacharias Schömbs (1645-1707) zu verfolgen.
In Phoenix, Arizona, versucht Jim die Geschichte seiner Familie zu erstellen. Ihm ist nur bekannt, dass sein Urgrossvater und ein paar von seinen Vettern um 1850 Deutschland verlassen haben, um nach Amerika auszuwandern.
In Paris hat Alain von seiner Seite her einen Passierschein gefunden, ausgestellt im Jahr 1871 auf den Namen Adam Schömbs, staatlicher Wagenbauer, der in Frankreich in den Jahren 1840 eingewandert ist. Unterlagen und eine Heiratsurkunde in französisch und deutsch, haben ihn dazu bewegt, seine Forschungen auf der anderen Seite des Rheins zu erweitern. Im Jahr 1995 erhält er die Geburtsurkunde von Adam Schömbs aus dem Deutschen übersetzt, die dessen Vater Mathias präsentiert, geboren im Jahr 1787. Adam, der Gründer des französischen Zweiges dieses Stammbaums, ist im Jahr 1815 in Dorndürkheim, ein kleiner Ort, der heute zu Worms gehört, geboren.
Die Begegnungen von 1999
Als Jim den Familiennamen Schembs in den Telefonbüchern von Rheinland-Pfalz und der Gegend von Mainz entdeckt hat, hat er einen Brief, in deutsch übersetzt, an alle geschickt und um Hilfe gebeten, seine Vorfahren zu finden.
Reinhold war der Erste, der geantwortet hat. Jim entdeckte, dass auch er von einem der vier Söhne von Zacharias abstammte. Und Reinhold erfährt, dass ein grosser Familienzweig in Amerika existiert.
Beide beginnen einen freundschaftlichen Briefwechsel mit Hilfe eines gemeinsamen Freundes (zweisprachig).
Im Jahr 1999 kommt Jim mit seiner Frau Pamela nach Deutschland und bietet Reinhold, an ein Familientreffen zu organisieren.
Jim versucht mit allen Mitteln, die Schembs, Schoembs und Schömbs zu finden, Kontakt aufzunehmen und sie zu überreden. Es gelingt ihm 90 deutsche und amerikanische, aber auch holländische, irische und russische Vettern zu finden und zu einem herzlichen Abend in einem Künstleratelier, das von Arno und Mieke Schembs in Herrnsheim zur Verfügung gestellt wurde, zu versammeln.
Die Schömbs aus Paris waren bei diesem Fest noch nicht dabei, weil sie bereits eine andere Reise geplant hatten.
Aber Jim und Pamela kamen nach Paris und wurden von Alain und seiner Frau Christiane empfangen.
Die Vereinigung der beiden Ahnenforschungen
Jetzt beginnt die Ausarbeitung der gemeinsamen Nachforschungen und den wichtigen Auskünften der verschiedenen Teilnehmer. Um die Auskünfte besser zu vermitteln, wurde eine Web-Seite gegründet und regelmässig auf Stand gebracht.
Reinhold veröffentlicht sein Buch über die Familiengeschichte in Deutschland seit 1645. Unmöglich weiter zurück zu verfolgen, weil alle Unterlagen während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) zerstört wurden.
Die Familiengeschichte beginnt also mit Zacharias, bereits 46 Jahre alt, der sich mit seinen 4 Söhnen in Undenheim niederlässt, eine der zerstörten und von seinen Bewohnern verlassen Städte nach dem Krieg und der Zuteilung zu Rheinland-Pfalz.
Man findet auch im Web die Geschichte (von Jim verfasst) über alle Nachfahren von Zacharias die ausgewandert sind. Ihre Geschichte über die Familie geht bis Heute. Gleichzeitig wird der Stammbaum immer grösser, weil auch die Nachfahren der Frauen dazu kommen.
Er hat bis jetzt über 5000 Personen zusammengestellt. Die freundschaftlichen Verbindungen verstärken sich: Jim und Pamela haben die Enkeltochter von Alain eingeladen, um Arizona und Oregon kennenzulernen. Jetzt kommt der Moment für eine neue "Generalversammlung"!
Vetterntreffen von 2005
Dank der aktiven Beteiligung von ihren Vettern Arno Schembs und Martin Schoembs, haben Reinhold und Jim ein Vetterntreffen von drei Tagen mit einem Programm ausgearbeitet!
Die Hotels im Umkreis von Herrnsheim sind reserviert für den Empfang von ca. 100 in- und ausländischen Gästen, die aus allen Ecken der Welt und verschiedenen Regionen Deutschlands kommen.
Der Freitag ist einem Fussmarsch durch Undenheim gewidmet, aber auch verschiedenen Dörfern im Umkreis, wo die Vorfahren gelebt haben.
Ein grosses Gala-Essen am Samstagabend krönt das Wiedersehen der Vettern, die nun ihre Familiengeschichte und ihre Entwicklung der letzten 250 Jahre kennen.
Ein endloser Applaus ertönt als ein 50 m lange Druckfahne ausgerollt wird, auf der der Stammbaum von Zacharias seit 1745 dargestellt ist.
Und am Sonntag entdeckt man die romantischen Ufer vom Rhein bei einer Schiffsfahrt.
Trotz der sprachlichen Barrieren, überwältigt eine grosse Stimmung diese neue Gemeinschaft. Alain berichtet : "Ich habe Doris gefunden, eine deutsche Cousine, die in der gleichen Strasse in Paris gelebt hat. Ich war glücklich, dass ich mit Ken, der Cousin aus Florida, der fünf Jahre während des Krieges in Frankreich gelebt hat, französisch sprechen konnte."
Ein neues Vetterntreffen ist im Juni 2008 geplant. Mindestens 30 Amerikaner haben die Reise geplant und ebenfalls Verwandte aus sechs anderen Ländern!
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